PCGH-Test: Gigabyte P35-DS3 (Update)
Günstig, aber nicht billig: Das P35-DS3 verfügt über hochwertige Komponenten, ein sehr gutes BIOS und ordentliche Ausstattung.
Quelle: Gigabyte P35-DS3 (Bild: PCGH)
Gigabyte P35-DS3 (Bild: PCGH)
Man braucht keine teure Platine für gute Overclocking-Ergebnisse. Schon die günstigste unter den zehn P35-Platinen von Gigabyte hält im BIOS alle nötigen Einstellungsmöglichkeiten bereit. CPU-, Speicher-, Chipsatz-, FSB- und PCI-Express-Spannung lassen sich zwar nicht so weit anheben wie beim P35-DQ6, für die meisten Übertakter reichen die Werte jedoch aus.
So können Sie die Speicherspannung auf 2,5 Volt und die Chipsatzspannung auf 1,55 Volt anheben. Mehr Spannung ist ohnehin sehr gefährlich. Zudem lief die günstige Platine im Test bereits bei der Chipsatz-Standardspannung von 1,25 Volt mit 400 MHz FSB stabil. Das reicht, um eine CPU mit Multiplikator neun ans übliche CPU-Taktlimit zu bringen.
Praktisch: Bereits bei 266 MHz FSB stehen sieben Speicherteiler zur Auswahl und Sie können Ihre BIOS-Einstellungen als Profil abspeichern. Außerdem kommt die gleiche hervorragende CPU-Lüftersteuerung wie bei den teureren Gigabyte-Platinen zum Einsatz.
Wie die meisten günstigen P35-Platinen verfügt das P35-DS3 nur über einen Grafiksteckplatz und die Southbridge ICH9. Anders als die ICH9R bietet diese lediglich vier SATA-Ports und ermöglicht kein RAID. Zwei weitere SATA-Anschlüsse (lila eingefärbt) kommen vom Gigabyte-Controller. Damit ist RAID 0, 1 oder JBOD möglich. Im Karton liegen nur ein PATA- und zwei SATA-Kabel. Firewire fehlt leider völlig.
Dafür enthält die mitgelieferte CD das Programm Easy Tune 5, mit dem Sie sehr einfach FSB-Takt und Spannungen anpassen, sowie ein BIOS-Flash-Tool für Windows (@BIOS). In allen Leistungstests erzielt das P35-DS3 praktisch die gleichen Ergebnisse wie das P35-DQ6 für fast 100 Euro mehr. Erfreulich niedrig ist zudem der Stromverbrauch. Auch das Layout der schmalen Platine ist tadellos.
Das P35-DS3 bietet zwar keine üppige Ausstattung und die Kühlung ist schlicht, dafür erreicht es bereits gute OC-Ergebnisse, verfügt über eine sehr gute CPU-Lüftersteuerung und bietet sogar E-SATA per Blende. Wenn Ihnen kein wichtiger Ausstattungspunkt wie Firewire oder noch ein x16-Slot fehlt, greifen Sie zu.
Update: Mehrere Anwender berichten von dem so genannten Boot-Loop-Problem. Wir versuchen die Ursache und eine entsprechende Lösung zu finden. Bis dahin verzichten wir derzeit auf eine Wertung.
