AMD: Barcelona-Zahlenspiele - 500 Millionen Dollar Stromkosten gespart

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Das leuchtende Grün im neuen Opteron-Logo unterstreicht die 'grüne' Kampagne für mehr Leistung pro Watt Das leuchtende Grün im neuen Opteron-Logo unterstreicht die "grüne" Kampagne für mehr Leistung pro Watt Beim Launch des Barcelona-Prozessors - der weiterhin als "Opteron" verkauft wird und sich vornehmlich an den Einsatz in Servern richtet - stellt AMD nicht mehr wie früher üblich die rohe Rechenkraft in den Vordergrund. Vielmehr zählt heute die "Performance pro Watt", die Energieeffizienz der gesamten Plattform. Denn während Abwärme und Strombedarf eines Desktop-PCs nur wenige Anwender interessiert, sind dies für Rechenzentren wichtige Größen.

Zahlenspiele
Zum Launch veröffentlichte AMD ein Datenblatt, das einige interessante Zahlen in diesem Zusammenhang nennt (für die auch jeweils Quellen angegeben werden). Demnach ist der gesamte IT-Bereich für etwa 3 Prozent des gesamten Stromverbrauchs in den USA verantwortlich - das klingt vielleicht nicht nach viel, doch angesichts allgegenwärtiger Klimaanlagen und stets laufender Fernseher im durchschnittlichen US-Haushalt ist es eine Menge. Auch in Europa schlucken Computer viel Saft, auf diesem Kontinent verbraucht ein Rechenzentrum im Schnitt 50 Mal so viel Strom wie ein durchschnittlicher Büroblock.

Kühl bleiben kostet
AMD: Barcelona-Zahlenspiele - 500 Millionen Dollar Stromkosten gespart Dabei sind es nicht nur die Rechner selbst, die so durstig sind: Immer aufwendigere Kühlanlagen schlucken im Rechenzentrum 40 bis 55 Prozent des Stroms - nur, um überschüssige Wärmeenergie abzuführen, die effizientere CPUs gar nicht erst produzieren würden. Angesichts steigender Energiepreise ein teurer Spaß: 5,3 Millionen Euro zahlt ein Rechenzentrum im Vereinigten Königreich jährlich allein für Strom.

Umweltschäden
Doch hohe Stromrechnungen sind nicht das einzige Problem - die Umwelt leidet ebenfalls unter dieser Belastung, denn bekanntlich kommt der Strom nicht aus der Steckdose. Die Kraftwerke, von denen der Strom stammt, pusten CO2 in die Luft, das wiederum für den Klimawechsel mitverantwortlich ist; Informations- und Kommunikationstechnik zeichnen für etwa zwei Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich und liegt damit auf einer Höhe mit den Fluggesellschaften.

Und es werden mehr...
Laut dem Marktforschungsunternehmen IDC wuchs der weltweite Servermarkt im 1. Quartal dieses Jahres auf 4,3 Milliarden US-Dollar - ein Anstieg um 11 Prozent. 600.000 neue Maschinen wurden aufgestellt, so viele wie nie zuvor - bis Jahresende werden es etwa 2,4 Millionen neue Server sein. Und hier kommt endlich AMD ins Spiel: Denn natürlich sollten möglichst viele dieser Server mit Opteron-CPUs befeuert werden, wenn es nach dem Intel-Konkurrenten geht.

Basierten alle 2,4 Millionen Server auf Opteron-Prozessoren, würde dies laut AMD eine halbe Milliarden Dollar Energiekosten sparen, genauer: 565.494.096 $. Erstaunlich, wie genau AMD das weiß; Grundlage ist die Annahme, dass ein Opteron 30 Prozent effizienter arbeitet als ein vergleichbarer Xeon. Durch reine AMD-Power würden Kraftwerke zwei Milliarden Kilogramm CO2 weniger produzieren.

Durch Opteron-Vierkerne könnten in Europa jährlich 3.537,9 Gigawatt eingespart werden - angeblich genug, um die Metropolregion Las Vegas zwei Jahre lang mit Energie zu versorgen.

Momentaufnahme
Alle Zahlen basieren auf einem Vergleich zwischen AMDs frischer Barcelona-Generation mit Intels aktuellem Xeon-Angebot. Doch auch bei Intel stehen neue Server-CPUs vor der Tür, die ebenfalls auf Sparsamkeit setzen. Wir dürfen gespannt sein auf die Zahlen, die Intel sich zusammenrechnet...

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