Test: Erstes Sockel-AM2+-Board Biostar TF560 A2+
Quelle: (Bild: PCGH)
Biostar TF560 A2+ (Bild: PCGH)
Biostar bringt als erster Hersteller den neuen Sockel AM2+ auf einer Platine unter. Damit unterstützt das TF560 A2+ die kommenden Desktop-CPUs von AMD.
Ausstattung und Technik
Als Chipsatz kommt der Nforce 560 zum Einsatz. Ob dieser tatsächlich Hyper-Transport 3 für die kommende AMD-Generation unterstützt, steht allerdings nicht fest. Immerhin bietet er vier SATA-II-Ports, einen PATA-Kanal und 19 PCI-Express-Lanes. Dementsprechend bringt Biostar einen x16- und drei x1-Steckplätze auf der Platine unter. Firewire fehlt leider, digitale Sound-Ausgänge ebenfalls. Außerdem ist der verwendete LAN-Controller von Realtek erschreckend langsam: Er überträgt nur 40/48 MByte pro Sekunde (senden/empfangen). Bei anderen Nforce-5-Chips sind es bis zu 116/116 MByte/s. Das Layout ist hingegen gelungen und wirkt sehr aufgeräumt. Praktisch für Übertakter, die mit offenem System testen, sind der Power- und der Reset-Schalter.
BIOS
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Biostar TF560 A2+ (Bild: PCGH)
Grundsätzlich sind die OC-Funktionen sinnvoll: Im BIOS können Sie CPU-, Chipsatz und Speicherspannung bestimmen. Die RAM-Spannung reicht bis 2,5 Volt, die VCore lässt sich um 0,787 Volt anheben. Zudem können Sie Ihre Einstellungen als Profil abspeichern. Besonders praktisch: Memtest 86+ v1.65 ist bereits integriert und lässt sich mit einer Einstellung im BIOS starten. Die Lüftersteuerung ist weniger gut gelungen. Im Test drehte der verwendete Silent Boost K8 von Thermaltake zwischen 48 und 58 Grad Celsius CPU-Temperatur stets mit unnötig hohen 2.650 bis 2.700 Umdrehungen pro Minute. Mit dem praktischen Tool Fan Control 2 können Sie die Lüfterdrehzahl unter Windows manuell bestimmen. Das Programm Over Clock II funktionierte im Test jedoch nicht.
Fazit
Preis, BIOS-Einstellungen und Layout sind gut. Erst wenn die ersten AM2-CPUs für Sockel AM2+ kommen, wird sich allerdings zeigen, wie wichtig Hyper-Transport 3 ist.
