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    3DMark Fire Strike Ultra: Ist Ihr PC bereit für 4K-Gaming?

    Diese Frage, nämlich ob der jeweilige PC bereit für 4K-Gaming ist, stellt das neue Set an Voreinstellungen für den 3DMark Fire Strike, vermag sie jedoch nicht überzeugend zu beantworten. Wir haben uns einmal angeschaut, was es wirklich Neues bei 3DMark Fire Strike Ultra gibt und wie es mit der Leistung einiger ausgewählter Radeon- und Geforce-Grafikkarten im neuen 4k-Preset aussieht.

    Futuremark bemüht sich mit dem 3DMark - inklusive seiner Vorgänger - bereits seit über 15 Jahren darum, die Leistungsfähigkeit eines (Spiele-) PCs in eine einzige Zahl zu pressen. Der aktuelle 3DMark trennt dazu PCs und andere Geräte in verschiedene Klassen auf, deren höchste mit dem Szenen-Set namens "Fire Strike" bedient wird - darunter folgen noch Sky Diver, Cloud Gate und Ice Storm. Fire Strike Ultra, wie die standardisierten Voreinstellungen offiziell heißen, sind in den 3DMark-Editionen Advanced und Professional verfügbar, nicht in der kostenlosen Basic-Variante. Das bedeutet, Sie müssen für die Ultra-HD-Variante mindestens 24,95 US-Dollar investieren oder Sie schauen sich unser Video davon an - dieses ist mit einer auf 1.216 MHz getakteten GTX 980 und einem 4,5 GHz flotten i7-4770K entstanden und wurde direkt vom Display-Ausgang der Grafikkarte abgegriffen.

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    3DMark Fire Strike Ultra Vergleichsvideo: Ist Ihr PC bereit für 4K-Gaming?

    Ultra-HD ohne passendes Display?

    Fire Strike hat nun mit dem 3DMark 1.4.4775 ein neues Preset und mit der von uns genutzten Version 1.4.778 direkt einen Patch erhalten, welches es auch Nutzern der Advanced-Version vom 3DMark erlaubt, den Fire-Strike-Test in 4k durchlaufen zu lassen. Dafür benötigen Sie nicht unbedingt einen 4k-Monitor, da der 3DMark bei kleineren Displays automatisch nur die interne Renderauflösung erhöht und das Ergebnis heruntergerechnet zum Beispiel auch in Full-HD ausgibt. PCGH-Leser kennen dies als Downsampling.

    Durch die höhere Rendering-Auflösung werden auch die belegten Buffer größer und folgerichtig empfiehlt Futuermark für den Fire Strike Ultra eine Grafikkarte mit 3 Gigabyte Speicher. Selbstverständlich läuft der Test auch mit weniger - wie zum Beispiel einer 2-GiB-Karte -, verliert dabei aber unverhältnismäßig viel Performance, wie unser Direktvergleich zwischen einer GTX 770 mit zwei und einer identischen Karte mit vier Gigabyte zeigt. Schaut man sich die Details an, so wird klar, dass der 4-GiB-Bartel den Fps-Most vor allem im zweiten Grafik-Test holt, wo die 4- der 2-GiB-GTX-770 glatte 246% davonrennt - also 3,46 Mal so schnell arbeiten kann, da die kompletten Daten in den Speicher passen. Sogar die GTX 580 mit 3 Gigabyte arbeitet hier rund doppelt so schnell wie die GTX 770 mit 2 GiB. Und all das noch ohne Multisample-Antialiasing, welches beim Fire Strike in keiner Voreinstellung standardmäßig aktiv ist.

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    3DMark FireStrike Default-pcgh


    Im Gegensatz zum Schritt vom Fire Strike (Standard) zum Fire Strike Extreme werden die restlichen Settings des Benchmarks für die neue Ultra-Variante jedoch nicht verändert: So bleibt Multisample-AA nach wie vor deaktiviert und auch der maximale Tessellationsgrad verharrt bei der Einstellung 24 (von 64). Beim Schritt von Standard auf Extreme sind lediglich 77,8 Prozent mehr Pixel zu berechnen, beim Wechsel auf Ultra-HD (ugs. 4K) sind es hingegen 125 Prozent mehr Bildpunkte gegenüber 1440p (die Renderauflösung des Extreme-Presets).

    Doch aufgrund des LOD-Systems und der Pixel-pro-Dreieck-Rate verstärkt sich bei steigender Auflösung auch die Geometrielast pro gerendertem Bild. Die Pixelllast geht insbesondere im zweiten Graphics-Test durch die Decke, da hier durch das Partikel/Rauch-System ein Haufen mehrfacher Berechnungen pro Punkt anfallen, sodass nicht nur 4- sondern nahezu 6,5-Mal mehr Pixelfüllrate Vonnöten ist, um dieselbe Bildrate zu erreichen.

    Frame-Statistiken für den 3DMark Fire Strike Frame-Statistiken für den 3DMark Fire Strike Quelle: Futuremark

    Vergleich der Bildqualität - das bringt 4k im Fire Strike Ultra

          

    Aufgrund des extremen, teilweise grotesk anmutenden Post-Processings des 3DMark Fire Strike sind die sichtbaren Unterschiede in der Bildqualität zum Teil reichlich verwaschen - obwohl wir das 3DMark-eigene Tool für die synchronisierte Einzelbildberechnung genutzt haben, sind die Post-Processing-Effekte nicht immer 1:1 identisch. Das wird in einigen unserer Bildvergleiche recht deutlich. Ebenso ist das suboptimale Downsampling bei nicht-ganzzahligen Faktoren für die Achsenauflösung des Bildes deutlich zu sehen - auf deutsch: Bei einem Full-HD-Display sieht die doppelte Achsen- und vierfache Bildauflösung gut aus, die Zwischenschritte sind stark verwaschen. Den Effekt können Sie nicht nur in unserem Bildvergleich sondern auch im eingebundenen Video "bewundern".

    1080p
    1440p
    2160p
    4320p
    1080p
    1440p
    2160p
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    Leistungstest: 3DMark Fire Strike Ultra

          

    Genug der Vorrede, lassen wir die Benchmarks sprechen. Wir haben uns - der 3DMark'schen Fragestellung, ob der PC bereit für 4K ist, für den teureren Bereich zurzeit aktueller Grafikkarten entschieden und uns soweit heruntergearbeitet, bis wir eine sehr deutliche Verschlechterung der Punktzahlen bemerkten. Diese ist, wie oben bereits angemerkt, zumeist auf mangelnden Grafikspeicher zurückzuführen, denn die Leistung bricht im Ultra-(HD)-Modus unterhalb von 3 Gigabyte am deutlichsten ein.

    Fire-Strike-Voreinstellung per Mausklick auswählen
    3DMark Fire Strike Standard  - Graphics Tests PCGH 10-2014-pcgh
    Fire-Strike-Voreinstellung per Mausklick auswählen
    3DMark Fire Strike Standard  - Scores PCGH 10-2014-pcgh

    Die eingangs gestellte Frage, ob der PC bereit für 4K ist, müssten wir eigentlich rundweg verneinen, wenn wir nur nach dem 3DMark Fire Strike gehen. Selbst die schnellsten aktuellen Single-GPU-Karten sind nicht in der Lage, in diesem Test auch nur die 20-Fps-Marke zu knacken. OC-Modelle der GTX 980 dürften ab etwa 1.5 GHz Takt im tessellationslastigen Graphics Test 1 den Sprung über diese Hürde knapp schaffen, doch der pixelllastige Graphics Test 2 ist auch damit noch weit entfernt von dem, was man flüssig spielbar nennen könnte.

    Wir haben in diesem Benchmark den Boost-Funktionen aller Karten freien Lauf gelassen - da die einzelnen Szenen recht kurz sind und von für die GPU-Temperatur "erholsamen" Ladebildschirmen unterbrochen werden, bedeutet das den jeweiligen Best Case. Da es sich beim 3DMark eh um einen synthetischen Test handelt, stört uns das in diesem Falle nicht weiter. Eine Ausnahme bildet die GTX 770/4G, da wir hier einen Taktgenauen Vergleich haben wollten, haben wir diese auf das Niveau des 2G-Modells fixiert. Hier eine kurze Liste der Taktraten: GTX 980: 1278 MHz, GTX 970: 1215 MHz, GTX 780 Ti: 1019 MHz, GTX Titan: :1006 MHz, GTX 780: 993 MHz, GTX 770 (beide): 1149 MHz, R9 290X: 1000 MHz, R9 290: 947 MHz, R9 285: 973 MHz, R9 280: 973 MHz, HD 7970 GE: 1050 MHz, GTX 580 (beide): 773e/1544s MHz.

    3DMark Fire Strike Ultra: Fazit

          

    3DMark Fire Strike jetzt in Ultra-HD 3DMark Fire Strike jetzt in Ultra-HD Quelle: PC Games Hardware Alles bleibt, wie es ist, auch der 3DMark: Eine zuweilen hübsch anzuschauende Grafikdemo, die für eine sehr grobe Einordnung der 3D-Leistung von Grafikkarten taugen mag. Über die Eignung für echte Spiele oder auch den Vergleich verschiedener Grafikarchitekturen sagt zumindest die erreichte Punktzahl nur wenig aus - hier hilft ein Blick auf die Einzelergebnisse schon eher weiter. Doch für die Bewertung der Spieletauglichkeit geht eben nichts über Tests mit echten Spielszenen, wie sie PC Games Hardware nicht nur in Grafikkartentests vornimmt.

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    Es gibt 32 Kommentare zum Artikel
    Von Starblaster
    darf ich mal lachen...Zum Thema zu langsam : 4GHz Core i7 processor 3.5 teraflops of graphics compute power 20 Gbps…
    Von ebastler
    Dann läuft er halt langsam
    Von plusminus
    Der neue Apple Imac für bis zu ca. 3000.-Euro ist nicht bereit für 4K Gamming
    Von TheBadFrag
    Zu langsam.
    Von toni28
    Und Skydiver erlaubt euch NV immernoch nicht?
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3DMark Fire Strike Ultra: Ist Ihr PC bereit für 4K-Gaming?
Diese Frage, nämlich ob der jeweilige PC bereit für 4K-Gaming ist, stellt das neue Set an Voreinstellungen für den 3DMark Fire Strike, vermag sie jedoch nicht überzeugend zu beantworten. Wir haben uns einmal angeschaut, was es wirklich Neues bei 3DMark Fire Strike Ultra gibt und wie es mit der Leistung einiger ausgewählter Radeon- und Geforce-Grafikkarten im neuen 4k-Preset aussieht.
http://www.pcgameshardware.de/3DMark-Software-122260/Specials/3DMark-Fire-Strike-Ultra-Test-1139394/
17.10.2014
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2014/10/3dmark-fire-strike-screenshot-4-pcgh_b2teaser_169.jpg
3dmark,benchmark,futuremark,directx 11
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