Der erste tragbare PC, die Dell-Gründung und der Origin-Shitstorm (PCGH-Retro, 04. November)
Der Origin-Shitstorm, der erste tragbare PC und die Geburt der "IBM-Kompatiblen" - das geschah am 4. November. Jeden Tag wirft PC Games Hardware einen Blick zurück in die noch junge, aber bewegte Geschichte des Computers.
... 1982: Der Personal Computer mit x86-Technik ist eine offene Plattform. Unzählige Hersteller bieten eigene PCs an, stets kompatibel zum 1981er Original von IBM - und verhelfen diesem System so zum Durchbruch: Der starke Wettbewerb führt zu sinkenden Preisen, die bedingungslose Kompatibilität aller PCs lässt den Software-Markt wachsen. IBM-kompatible PCs dominieren schon wenige Jahre nach ihrer Einführung den Markt und verdrängen die meisten anderen Plattformen. Doch wie kam es dazu?
Die Entwicklung nimmt ihren Anfang am 4. November 1982: An diesem Tag kündigt die junge Firma Compaq den ersten PC an, der nicht von IBM selbst stammt, den Compaq Portable PC. Das ist nicht im Sinne des Erfinders, IBM vergibt eigentlich keine Lizenz für den Bau kompatibler Rechner. Doch das ist auch nicht nötig: Alle Bauteile wie der von Intel gefertigte Prozessor sind frei erhältlich, das DOS-Betriebssystem stammt von Microsoft und das BIOS programmiert Compaq im legalen Reverse-Engineering-Verfahren einfach nach. Dadurch ist der Compaq-PC fast hundertprozentig kompatibel zum Original, kann also das gleiche Software-Angebot nutzen - bei einem viel niedrigeren Preis. Doch nicht nur das: Der Portable PC ist mit seinem integrierten Bildschirm auch der erste halbwegs tragbare x86-PC. Der Erfolg dieses Rechners, der Anfang 1983 auf den Markt kommt, inspiriert weitere Firmen, sich ebenfalls am Nachbau des IBM-PCs zu versuchen - und die Geschichte nimmt ihren Lauf.
... 1984: Ohne Compaqs Pionierarbeit wäre diese Erfolgsgeschichte kaum denkbar: Am 4. November 1984 gründet Michael Dell in einer Garage jenes Unternehmen, das später zum größten PC-Hersteller der Welt werden soll, Dell Computer. Anfangs heißt die Firma allerdings noch "PC's Limited". Dells Geschäftsidee: IBM-kompatible Computer nach Kundenwünschen zusammenzubauen und direkt zu versenden - ohne den Umweg über einen Händler. Das Konzept erweist sich als erfolgreich und findet mit Gateway 2000 und anderen bald Nachahmer.
... 2012: Textwüsten in durchgehender Großschreibung und legalesischem Kauderwelsch - wer schon einmal in ein sogenanntes End-User License Agreement, kurz EULA hineingeschaut hat, wird das entweder im Rahmen seines Jurastudiums getan haben oder die Datei vor Schreck gleich wieder geschlossen haben. Übliche Praxis ist jedenfalls ein möglichst schnelles Durchblättern mit anschließendem, unreflektiertem Abnicken. Ob die Aufsehen erregende EULA von EAs Origin-Dienst nun absichtlich oder schlicht aus mangelnder Gründlichkeit so auf die Verbraucher losgelassen wurde, wie es der Fall war, lässt sich nicht mit Gewissheit sagen. Fakt ist jedoch, dass offenbar doch jemand diese EULA aufmerksam durchlas und durch die daraus entstandene Web-Wut auch die Datenschützer zum Beispiel von Nordrhein-Westfalen auf das Vertragswerk aufmerksam wurden, welches EA den Kunden im Paket mit Battlefield 3 zwangsweise unterschob. Nicht nur aus diesem Grunde kam es zu Rückgabe-Aktionen bei großen Elektro-Handelsketten und in der Folge einer Nachbesserung der EULA, die sich mit deutschem Recht vertrug.

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Mein erster eigener Computer war dann ein Fertigrechner von Compac. Da war irgend eine AMD CPU mit glaub 900MHz und ne ATI Rage 128 pro drin. Lustige Zeiten waren das. Das PC Gehäuse hatte ich - mit Hilfe meines Vaters - dann gemodded und einen zusätzlichen Lüfter in das Seitenteil gebaut und die Seitenteile lackiert.