Qualcomm gegen Apple: Verkaufsverbot für iPhones wegen Patentverletzungen gefordert
Qualcomm hat die US-Handelsbehörde aufgefordert, den Import bestimmter iPhones zu verbieten. Außerdem wurde eine einstweilige Verfügung beantragt, um Apple Verkauf, Vertrieb und Marketing bereits importierter Geräte zu verbieten. Laut Qualcomm verletzt Apple sechs Patente des Chipentwicklers, indem er Modem-Chips anderer Hersteller einsetzt.
Der Chiphersteller Qualcomm hat sich dazu entschlossen, drastische Maßnahmen gegen Apple einzuleiten. So wurde die US-Handelsbehörde International Trade Commission aufgefordert, dass sie den Import bestimmter iPhone-Modelle verbietet. Zudem hat Qualcomm bei einem Bezirksgericht in Südkalifornien eine einstweilige Verfügung gegen die Amerikaner beantragt. Ziel der Verfügung ist ein Verkaufs-, Vertriebs- und Marketing-Verbot für bereits importierte Modelle.
Hintergrund der Maßnahmen sind sechs Patente, die Apple mit denjenigen iPhones verletzen soll, bei denen Modem-Chips von anderen Herstellern zum Einsatz kommen. Qualcomm selbst nennt zwar keinen bestimmten Hersteller, es dürfte sich dabei jedoch um Intel drehen, die neben Qualcomm besagte Chips für die iPhones produzieren. Intel selbst äußerte sich bisher nicht zu den Vorwürfen, Apple wiederum argumentiert, dass es sich nicht um standardrelevante Patente handelt.
Apple und Qualcomm haben es schon länger aufeinander abgesehen. So hatte Apple den Chiphersteller erst Anfang des Jahres um Schadensersatz in Milliardenhöhe verklagt, weil er zu hohe Lizenzgebühren veranschlagen soll.
Qualcomms Lizenzgeschäft stand auch schon im Visier chinesischer Wettbewerbshüter. Im Februar 2015 wurde Qualcomm im Reich der Mitte zu einer Strafe von 975 Millionen US-Dollar verurteilt. Zudem warf die EU-Kommission dem Chiphersteller vor knapp einem Jahr vor, seine marktbeherrschende Position zu missbrauchen. Weitere Meldungen zum iPhone lesen Sie auf der PCGH-Themenseite.
Quelle: FAZ

Nix Unsinn...
Grundsätzlich wird dabei aber eh nichts herauskommen, da Apple in ähnlichen Fällen meist Narrenfreiheit besitzt.
Grundsätzlich wird dabei aber eh nichts herauskommen, da Apple in ähnlichen Fällen meist Narrenfreiheit besitzt.
Wenn Qualcomm jemanden verklagt dann nicht Apple sondern die Hersteller der Chips, also in diesem Fall Intel, oder trauen sie sich nicht Intel zu verklagen?