iPhone und iPad - Apple zieht die Preise an
Wegen der zwischen dem IT-Branchenverband Bitkom und der Zentralstelle für private Überspielrechte, kurz ZPÜ, getroffenen Vereinbarung bezüglich der Urheberrechtsabgabe werden iPhones in Zukunft fünf Euro teurer, der Preis von iPads wird um sieben Euro erhöht. So sollen legale Kopieren von urherrechtlich geschütztem Material wie Filmen, Musik, Text oder Fotos abgegolten werden.
Im Dezember konnte eine Einigung im jahrelangen Streit zwischen den Verwertungsgesellschaften zur Urheberrechtsabgabe und dem IT-Branchenverband Bitkom gefunden werden. Statt den von den Verwertungsgesellschaften, von denen die Gema wohl die bekannteste ist, geforderten 36 Euro pro Smartphone und 15 Euro pro Tablets wurde sich auf 6,25 für Smartphones und 8,75 Euro für Tablets geeinigt. Mitglieder von Bitkom, wie Apple eines ist, zahlen einen vergünstigteren Tarif und kommen mit fünf, beziehungsweise sieben Euro davon.
Diese Abgabe schlägt Apple auf die Preise für den Endverbraucher oben drauf, so dass für iPhone 5s, iPhone 6s, iPhone 6, iPhone 6 Plus und iPhone 6s Plus sowie bei den Tablets für iPad mini 2, iPad mini 4, iPad Air, iPad Air 2 und iPad Pro seit dem Jahreswechsel nun fünf und sieben Euro mehr gezahlt werden muss.
Mit der Urheberrechtsabgabe werden sollen alle Privatkopien von geschütztem Material abgegolten werden, beispielsweise wenn Nutzer Songs auf ihre Smartphones kopieren. Unternehmen kritisieren die Abgabe schon als zu untauglich für die digitale Welt, in der nicht mehr viel kopiert, sondern Inhalte eher gestreamt werden.
Laut Bitkom sollen mit der Abgabe rund 170 Millionen Euro pro Jahr an die Verwertungsgesellschaften fließen. In Ländern wie Österreich und Italien sind die Gebühren deutlich niedriger, Spanien und Finnland haben die Abgaben gleich ganz abgeschafft.
Quelle: Computerbase

Ich bin gerne bereit Künstler zu unterstützen wenn mir deren Musik gefällt (z.B. Youtuber), aber die allermeiste Pop/Mainstream-Einheitsgrütze höre ich nicht und dasselbe gilt für österreichische Künstler.
Diese URA nervt mich. Die kleinen Künstler bekommen ein paar Cents, wenn überhaupt. Der Rest versickert irgendwo und der Großteil bleibt sowieso bei den großen Künstlern, die ohnehin ausgesorgt haben.
Zum Glück hab ich noch genug Speicherkarten und USB Sticks rumliegen, bis die voll sind kaufe ich keine neue Platte.
Diese Urheberrechtsabgaben sind ein Witz. Für jedes erdenkliche Speichermedium soll man eine Abgabe bezahlen. Das ist nicht anders als der Gebührenzwang bei den ÖR. Für etwas bezahlen, was man vielleicht gar nicht will. Vielleicht höre ich keine Musik auf meinem Smartphone, vielleicht schaue ich keine Videos? Und wenn, dann habe ich dafür ja bereits bezahlt in dem ich die Musik gekauft habe. Es wird diesen "Verwertungsgesellschaften" viel zu leicht gemacht sich die Taschen vollzustopfen.
Wenn ich Künstler unterstützen will, gehe ich zu konzerten oder kaufe deren Musik. Davon bekommen sie wenigstens einen Teil.
Ich habe lediglich ein paar Alben meiner Lieblingsbands auf meiner Platte (alle über iTunes gekauft) und werde, damit ich die auch speichern kann, gleich nochmal zur Kasse gebeten...
Viel interessanter würde ich einen Medienwirksamen Prozess bis vor das oberste Gericht finden wenn sich ein "Raubkopierer" mit gutem Anwalt darauf verständigt das er doch mit seiner Abgabe auf Drucker, USB Sticks / Festplatten, CD / DVD / BR Rohlinge, Handys etc. quasi die Strafe schon bezahlt ist, da diese Abgabe ja genau dafür erhoben wird.
Leider wird das "Medienwirksam" nie passieren. Aber träumen darf man ja mal.