iPhone 11 und XR in den USA deutlich erfolgreicher als Apples Topmodelle
Seit gut einem Monat sind das iPhone 11 sowie seine beiden Pro-Varianten verfügbar und laut US-Marktforschern soll das günstigste Modell dabei bisher am erfolgreichsten von den dreien sein. Gleiches zeigt sich auch beim zuletzt meistverkauften iPhone XR aus dem letzten Jahr, das die dazugehörigen Topmodelle XS und XS Max deutlich hinter sich lässt.
Demnach haben sich gemäß der Schätzungen von Consumer Intelligence Research Partners (CIRP) im letzten Quartal bis Ende September immerhin rund 20 Prozent der iPhone-Käufer in den USA für ein iPhone 11 oder dessen Pro-Versionen entschieden, wobei die Verfügbarkeit in diesem Zeitraum bekanntlich noch nicht ganz zwei Wochen bis zum Quartalsende gegeben war. Dabei sollen 9 Prozent von den 20 Prozent der Käufe auf das iPhone 11 selbst entfallen sein, während das teurere iPhone 11 Pro 6 Prozent ausgemacht haben soll und die Pro-Version nur 4 Prozent.
Die Daten von CIRP deuten des Weiteren darauf hin, dass die kombinierten Verkäufe des iPhone XS und XS Max - die mittlerweile nicht mehr direkt bei Apple gekauft werden können - fast denjenigen der diesjährigen Pro-Modelle entsprachen. Die US-Verkäufe des günstigeren iPhone XR machten derweil schätzungsweise einen Anteil von 36 Prozent im Laufe des ververgangenen Quartals aus.
Quelle: CIRP
Anteile der iPhone-Verkäufe in den USA laut CIRP
Marktforscher: Preis und Funktionen mehr abgewogen
"Das iPhone 11 machte die Hälfte des Umsatzes der drei neu eingeführten iPhone-Modelle aus", so Josh Lowitz, CIRP-Partner und Mitbegründer. "In Kombination mit dem iPhone XR, das ähnlich positioniert war und viele der gleichen Funktionen aufweist, machen diese beiden Modelle fast die Hälfte der Verkäufe der US-iPhones im Quartal aus. Die hochpreisigen Modelle iPhone 11 Pro und Pro Max machen zusammen 10 Prozemt des Umsatzes aus, und 21 Prozent in Kombination mit dem ähnlich positionierten und kürzlich abgekündigten iPhone XS und XS Max. Es scheint, dass die iPhone-Kunden einen größeren Appetit auf das historische Flaggschiff haben, während sie weniger für die neuen Spitzenmodelle bezahlen."
iPhone 11: Preise bereits niedriger
Direkte Vergleiche mit dem Vorjahr sind unterdessen aufgrund der verzögerten Verfügbarkeit des iPhone XR schwierig. Dabei können sich die Dinge im angebrochenen Quartal und damit dem ersten vollen Quartal der iPhone 11-Verkäufe selbst ändern, aber aus heutiger Sicht sinkt der durchschnittliche Verkaufspreis der iPhones, da die Verbraucher es ablehnen, die teuersten Modelle zu kaufen, heißt es.
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Apple gibt den durchschnittlichen Verkaufspreis (ASP) seiner iPhones nicht mehr bekannt, aber CIRP untersucht die Preise, die von US-amerikanischen iPhone-Käufern bezahlt werden, um die sogenannten WARP-Zahlen zu ermitteln: den gewichteten durchschnittlichen Verkaufspreis. CIRP schätzt den gewichteten durchschnittlichen Verkaufspreis für iPhones in den USA auf 783 US-Dollar, gegenüber 808 US-Dollar im Juni 2019 und einem Höchststand von 839 US-Dollar im Dezember 2018. Das iPhone 11 lag dabei bei Release bereits 50 US-Dollar unter dem ähnlich positionierten iPhone XR bei der Markteinführung im vergangenen Jahr.
Quelle: CIRP
iPhones: Gewichteter durchschnittlicher Verkaufspreis in den USA von CIRP
Quelle: via 9to5mac.com

Vielleicht muss Apple aber auch einfach die günstigeren Modelle optisch mehr von den teureren abheben. Dann würde jeder sofort erkennen, dass man sich das günstigere Modell gekauft hat und das wollen ja viele nunmal nicht.