Klimaziele wackeln? Nvidia-CEO rechnet mit "millionenfachem" Leistungsbedarf für KI

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Klimaziele wackeln? Nvidia-CEO rechnet mit "millionenfachem" Leistungsbedarf für KI
Quelle: Erzeugt mit Dall-E

Nvidias CEO rechnet mit "millionenfachem" Leistungsbedarf für KI, kurz bevor das Unternehmen seine Quartalszahlen bekannt geben wird. Die Aktie war bereits im Vorfeld gut im Plus. Der Energiesektor profitiert auch - das Klima wohl nicht.

Während die KI-Blase an der Börse noch lange nicht gebrochen ist, bildet sich parallel eine Folgeerscheinung - der Energiesektor. Wertpapiere für Energieversorger sind beliebt, denn die ganzen KI-Beschleuniger benötigen Strom und Unternehmen wie Microsoft schließen Exklusivverträge für ganze Atommeiler. Sicher ist: Sollte KI das nächste große Ding werden, benötigt das Strom und der muss produziert werden - für einen "millionenfachen" Leistungsbedarf.

Jensen Huang, CEO von Nvidia, sagte auf einer Konferenz in Atlanta, dass die Rechenleistung, die die Fortschritte in der generativen KI vorantreibt, in den nächsten zehn Jahren um das "Millionenfache" ansteigen wird - jährlich um das Vierfache.

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Huang sagte, dass die Rechenleistung eine Schlüsselkomponente der sogenannten Skalierungsgesetze sei, die beobachten, wie große KI-Sprachmodelle (LLMs) an Leistung gewinnen, wenn sie größer werden und auf mehr Rechenleistung und Daten zugreifen. Er meint, dass die Skalierungsgesetze vorhersehbare Verbesserungen bei der Leistung von KI-Modellen gezeigt haben.

Allerdings gibt es auch andere Meinungen zur Gesamtlage des KI-Sektors. Nvidia muss zunächst erst einmal Blackwell auf die Straße bringen. Da gibt es weiter Bedenken wegen der Leistungsaufnahme und in deren Folge speziell, wie man die Rechenzentren effizient kühlt. Und im zweiten Schritt müssen die KI-Unternehmen ihre Modelle monetarisieren. Dass das die versprochene Goldgrube wird, ist noch nicht bei jedem gesetzt und es gibt auch Hinweise darauf, dass die von Huang angesprochenen Skalierungsgesetze so nicht ganz wirken werden.

Das liegt auf der Hand: Die Entwicklung bei OpenAI hat sich bereits verlangsamt, und wie in jeder Neuentwicklung sind Fortschritte anfangs groß und sie werden zunehmend kleiner. Das hat man bei nahezu allem erlebt - vom Smartphone bis zur Computergrafik. Ilya Sutskever, ehemaliger leitender Wissenschaftler bei OpenAI, erklärte, dass die Skalierung der "Pre-Training"-Phase der KI, die Daten und Rechenleistung umfasst, auf einem Plateau angelangt ist.

Nvidia hält derweil heute die Bekanntgabe der Quartalszahlen ab und deshalb dürfte es nicht überraschen, dass Huang gute Aussichten für sein Unternehmen zeichnet. In seiner Ansprache schien Huang die jüngste Unsicherheit in Bezug auf die Skalierungsgesetze anzusprechen, indem er sagte, dass sie "nicht nur für das LLM-Training gelten", sondern auch für die "Inferenz", einen Prozess, der beschreibt, wie KI-Modelle auf Benutzeranfragen reagieren und nach dem Training logisch denken.

"In den nächsten zehn Jahren werden wir unseren Fahrplan beschleunigen, um mit den Anforderungen an die Ausbildung und die Skalierung der Schlussfolgerungen Schritt zu halten und die nächsten Ebenen der Intelligenz zu entdecken." Ob damit Geld verdient werden kann und wie nachhaltig das KI-Zeitalter wird, das zeigt die Zukunft. Möglicherweise macht der steigende Druck im Energiesektor Forschungsgelder für Fusionsreaktoren frei.

Quellen: Youtube, Reuters

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    • Kommentare (39)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von inhuman_nature Software-Overclocker(in)
        Okay. Dann gehe ich mit Deiner Utopie konform. Das wäre eine erstrebenswerte Sache. Religionen müssten dann allerdings in der Breite Säkularisierung/Liberalisierung durchmachen, damit ein friedliches Zusammenleben funktionierte. Alleinigen Wahrheitsanspruch und paternalistische Einschränkung von Selbstbestimmung müssten dafür alle über Bord werfen. Menschenrechte müssen universell gelten.
        Dass Wissenanhäufung in die Richtung über die wir uns hier ausgetauscht haben, deprimiert, glaube ich Dir gerne und ich finde es auch selbst herausfordernd, dem nicht nachzugeben.
      • Von inhuman_nature Software-Overclocker(in)
        Okay. Dann gehe ich mit Deiner Utopie konform. Das wäre eine erstrebenswerte Sache. Religionen müssten dann allerdings in der Breite Säkularisierung/Liberalisierung durchmachen, damit ein friedliches Zusammenleben funktionierte. Alleinigen Wahrheitsanspruch und paternalistische Einschränkung von Selbstbestimmung müssten dafür alle über Bord werfen. Menschenrechte müssen universell gelten.
        Dass Wissenanhäufung in die Richtung über die wir uns hier ausgetauscht haben, deprimiert, glaube ich Dir gerne und ich finde es auch selbst herausfordernd, dem nicht nachzugeben.
      • Von IguanaGaming Freizeitschrauber(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] genau, hatte mich etwas schlecht ausgedrückt, da ich die letzten Tage wieder kaum vernünftig geschlafen habe, befasse mich mit dem ganzen scheiß schon seit fast der hälfte meines Lebens und je tiefer man in die Abgründe abtaucht auf was unser aller tägliches Disneyland hier auf Kosten von Mensch und Natur und dessen Konsequenzen beruht, umso schwieriger wird es da vor allem mental gesund zu bleiben

        hab sehr viel scheiße im Netz aus aller Welt gesehen die knapp letzten 20 Jahre, sei es Afrika, Südamerika oder Südostasien, was Umweltzerstörung oder soziale Konflikte betrifft, von den geopolitischen mal abgesehen und das wird auf Grundlage der Kausalität unserer ignoranten Lebensweise, wie auch zuvor schon in der Vergangenheit, wieder auf uns zurückfallen

        und solang wir alle auf diesem Planeten diese Kausalität nicht verstehen oder verstehen wollen, was mit Krieg und Frieden dahingehend einhergeht, wird sich das Rad der Geschichte für uns auch immer wieder von vorne drehen

        *edit*
        vor allem weil wir im Grunde genügend Beispiele untergegangener Imperien und Zivilisationen in der Vergangenheit, die selbiges angestrebt und gelebt hatten, wir aus diesen Fehlern bis dato nicht wirklich etwas gelernt haben und glauben dass uns dies hier alles jeden Tag ohne Konsequenzen, Gott gegeben zustehen würde

        dass dem nicht so ist, werden wir bald wieder einmal am eigenen Leib erfahren und wohl aufgrund unseres Hochmutes und Ignoranz, wie schon zuvor, wieder nichts aus unseren Fehlern lernen
      • Von inhuman_nature Software-Overclocker(in)
        Zitat von IguanaGaming
        halt kulturelle und religiöse Regionen und deren Erhalt, bei uns das Christentum, wobei im Grunde kaum einer hier wirklich noch etwas damit zu tun hat, geschweige denn im Sinne der Lehre Jesu es seit der Gründung der katholischen oder orthodoxen Kirche überhaupt lebt

        und dann im arabisch/türkischen sowie Nordafrikanischen Raum der Islam, Budddhismus in Asien etc. sprich nix mit in Richtung Kommunismus und einfach nur leben und Leben lassen, ansonsten natürlich dass jeder überall seinen (oder auch nicht-) Glauben in Freiheit und Frieden ausüben kann
        Demnach willst Du KEINE Beschränkung von Kulturen und Religionen auf bestimmte Regionen, da sie überall in Freiheit und Frieden ausgeübt werden sollen dürfen?
      • Von IguanaGaming Freizeitschrauber(in)
        Zitat von inhuman_nature
        "Beschränkung von Kulturen und Regionen auf bestimmte Regionen"
        halt kulturelle und religiöse Regionen und deren Erhalt, bei uns das Christentum, wobei im Grunde kaum einer hier wirklich noch etwas damit zu tun hat, geschweige denn im Sinne der Lehre Jesu es seit der Gründung der katholischen oder orthodoxen Kirche überhaupt lebt

        und dann im arabisch/türkischen sowie Nordafrikanischen Raum der Islam, Budddhismus in Asien etc. sprich nix mit in Richtung Kommunismus und einfach nur leben und Leben lassen, ansonsten natürlich dass jeder überall seinen (oder auch nicht-) Glauben in Freiheit und Frieden ausüben kann
      • Von inhuman_nature Software-Overclocker(in)
        Zitat von IguanaGaming
        wie gesagt es muss ein Wandel stattfinden, der unseren Konsum auf das Lebensnotwendigste beschränkt und da werden uns auch keine Windräder, Solaranlagen etc. retten, wenn wir weiter diesen hohen Energieverbrauch haben, um diese Lebensweise hier bewerkstelligen zu können
        Das sehe ich weitestgehend auch so. Der Lebens/Konsumstandard - je höher Einkommen und Vermögen desto mehr muss er unter. Hoher Energieverbrauch ist definitiv ein Problem, da Ausbau und Umstellung auf die einzig sinnvollen Erneuerbare Energien weitere Umweltzerstörung bedeutet. Luxusbefriedigung müsste erst hiernach bedient werden. Wie hoch dieser nachhaltige Lebensstandard dann ist, wird mensch dann sehen.
        Zitat von IguanaGaming
        damit wir weltweit die Kurve bekommen, müssten wir eine vorindustrielle Lebensweise anstreben, mit Kreislaufwirtschaft, Geburtenkontrolle und im Einklang mit der Natur, am besten von einem Weltrat der die weltweiten Ressourcen entsprechend so aufteilt wie sie benötigt werden, keine Grenzen mehr und eine Beschränkung von Kulturen sowie Religionen auf bestimmte Regionen,
        ... ob das vorindustriell sein müsste, bliebe abzuwarten.

        Zitat von IguanaGaming
        und eine Beschränkung von Kulturen sowie Religionen auf bestimmte Regionen,
        Wolltest Du das so schreiben? Wie meinst Du das mit "Beschränkung von Kulturen und Religionen auf bestimmte Regionen"?

        Zitat von IguanaGaming
        Indien und China mit knapp 3 Milliarden Menschen sagen sich seit mehr als 30 Jahren, *** off, jetzt sind wir dran und faseln irgendwas mit 2050-2070 von CO² Neutralität, dort ploppen Kohlekraftwerke wie Pilze aus dem Boden um mit billigen Ressourcen, dass Wirtschaftswachstum anzukurbeln und würde wie gesagt auch nichts daran ändern wenn sie auf Windräder, Solar oder AKW's setzen würden, denn irgendwoher muss das Uran dann dafür auch kommen
        Fortsetzende oder zunehmende Verfeuerung Fossiler Energieträger ist definitiv ein gravierendes Problem. Es müsste mehr auf erneuerbare Energie gesetzt werden, die ja sowieso bereits günstiger ist. Atomenergie ist wesentlich teurer und umweltschädlicher und, wie Du anmerkst, aufgrund der Endlichkeit von Uran auch gar nicht zukunftsfähig (von der Endlagerproblematik mal gar nicht zu sprechen).

        Zitat von IguanaGaming
        von den restlichen Ressourcen dafür und dessen Infrastruktur erst gar nicht zu sprechen und da reden wir nur von den 3 Milliarden in den beiden Ländern, die restlichen zwei verteilt über den ganzen Globus kommen da auch noch dazu und von den weiteren drei in der dritten Welt die unsere Lebensweise als Vorbild nehmen, ja ne...

        der Drops ist gelutscht und ich verstehe nicht wieso der Großteil hier von Politik und Wirtschaft sich das alles schönreden lässt und die meisten auch noch glauben es könnte immer so weiter wie bisher gehen, siehe auch den politischen Schwenk Richtung CDU sowie AFD und dass was die Grünen bisher gebracht haben, war auch nur ein Konjunktur Programm für die Wirtschaft um das BiP weiter aufrecht zu halten
        Ich würde weniger von den anderen schreiben, sondern vom eigenen Handeln bzw. Handlungshistorie. Der Fokus auf DIE Anderen verleitet dazu, notwendige Veränderungen hierzulande weniger anzustreben. Außerdem hat hier genügend im Argen gelegen bzw. verfehlt Deutschland eigene Klimaziele und sabotiert selbst klima- und umweltfreundliche Politik - bspw. auf EU-Ebene. Des weiteren würde ich nicht annehmen, dass Alle unbedingt so leben wollten wie die Menschen hier. Es ist ja auch das System, das Abhängigkeiten, Zwänge und Anreize schafft. Hohe Lebensqualität muss ganz und gar nicht hiesiger Konsum bedeuten. Auf Sicherheit, gesunde Umwelt und lebensfreundliche Lebensbedingungen kommt es wohl primär an.
        Was hierzulande politisch abläuft, finde ich auch absurd und wahnsinnig. Lebensgrundlagen sichern geht anders. Und das sagen doch zumindest die meisten genauso, wie dass es ihre Kinder doch mal besser haben sollen. Und tatsächlich wählen die allermeisten destruktive Politik(er*innen). Die Grünen sehe ich auch kritisch. Sie machen keinesfalls hinreichende sozial-ökologische Politik.

        Zitat von IguanaGaming
        und die Auswirkungen sehen wir nun schon seit 2018 mit weltweiten Dürren, Überschwemmungen, Gletscherschmelze, Stürmen, Waldbränden usw. usf. als Vorboten dessen was uns bald allen blühen wird

        da sieht im Grunde wie auf der Titanic, die erste Klasse, wie die zweite und dritte Klasse als erstes absäuft, nur dieses mal gibt es für Frauen und Kinder keine Rettungsboote
        Ja, es ist zu befürchten. Das Klima ist ja komplex und dynamisch, was mit viel Energie aufgepumpt wurde und weiter vollgepumpt wird. Die Entwicklungen sind exponentiell - etwas, was viele Menschen nicht begreifen/in der Tiefe realisieren, nehme ich an. Das hat sich bereits während der Covid19-Pandemie gezeigt ... Die Auswirkungen abstrakt und deren Einsetzen zeitlich verzögert ...
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