Deutsche Bahn: WLAN vorerst nur in Fernverbindungszügen
Während im ICE WLAN-Hotspots nun verfügbar sind, müssen sich die Reisenden, die mit dem IC oder im Nahverkehr unterwegs sind, gedulden. Die Bahn droht damit, hinter dem Angebot der Fernbusse zurückzubleiben.
Das Angebot von Fernbussen wird immer beliebter, da diese meist günstiger sind als die Bahn. Dadurch droht der DB ein großer Verlust im Bereich der Fernreisen, vor allem bei den Fahrten mit ICEs. Um dem entgegenzuwirken, kündigte die Bahn die "größte Serviceoffensive ihrer Geschichte" an. Einer der neuen Punkte war die Bereitstellung von WLAN für alle ICE-Reisenden. Allerdings wird dieser Service bis auf Weiteres nur für die 1. Klasse kostenlos sein, Reisende der 2. Klasse können diesen Dienst für 4,95 Euro am Tag buchen, es sei denn, sie können die Flatrate der Telekom-WLAN-Hotspots nutzen. Ab Mitte 2016 soll WLAN dann auch für die 2. Klasse des ICE kostenlos sein. Die Fernbusse bieten allerdings bereits jetzt kostenloses WLAN an, die Bahn droht also, hinter deren Angebot zurückzubleiben.
Vom Großteil der Bahnkunden wird der Fernverkehr deutlich weniger genutzt als die Nahverkehrsverbindungen. So fallen laut "Welt" auf ICEs und ICs täglich nur etwa 350.000 Passagiere, während auf Regio- und S-Bahnen täglich rund 6,7 Millionen Passagiere entfallen. Diese werden bis auf Eeiteres mit einigen wenigen Ausnahmen auf WLAN verzichten müssen. So sagt Thomas Geyer, der Präsident des Dachverbandes der Besteller von Schienennahverkehr (BAG SPNV), in der Welt, dass man zwar verstanden habe, dass WLAN ein Wunsch der Reisenden ist, es sei allerdings keine Sache von ein oder zwei Jahren, diesen Dienst zur Verfügung zu stellen. Erst in etwa fünf Jahren rechnet Geyer mit einem WLAN-Angebot in nennenswertem Umfang im Nahverkehr. Als Grund gibt er an, dass es beim Nahverkehr im Gegensatz zum Fernverkehr, der allein von der Deutschen Bahn organisiert wird, mehrere Bahn-Unternehmen, Verkehrsbünde, Bundesländer und den Bund gibt, die alle ein Mitspracherecht haben und offenbar will jeder die Verantwortung beim anderen suchen.
Ein anderer Streitpunkt ist die Finanzierung des WLAN-Angebotes. Der Kunde wünscht sich kostenloses WLAN, die Mobilfunkanbieter stellen ihre Dienste allerdings nicht kostenlos zur Verfügung. Also bleibt die Frage, wer das Ganze bezahlt. Dem Kunden wird man die Kosten wohl kaum aufs Auge drücken können und so müssten die Länder für die Kosten aufkommen, doch diese haben dafür, wie so oft, kein Geld.
Ein weiteres Finanzierungsproblem ergibt sich bei den Mobilfunktbetreibern. Damit WLAN flächendeckend angeboten werden kann, muss sichergestellt sein, dass das Netz um die Schienenstrecken gut genug ausgebaut ist, was Reisende, die sich während der Fahrt von einem Funkloch zum nächsten hangeln, sicher bestätigen können. Da sich ein Zug meist nur einige Sekunden in einer Funkzelle befindet, in denen sich das System anmelden, Daten übertragen und sich wieder abmelden muss, entstehen laufende Kosten, sobald sich kein Zug in der Funkzelle befindet. Besonders auf Nebenstrecken im Nahverkehr, bei denen vielleicht nur alle halbe oder auch nur alle zwei Stunden ein Zug fährt, verspricht sich hier kein Gewinn, weswegen Netzbetreiber den flächendeckenden Ausbau scheuen.
Ein anderer Kostenpunkt ist das Aufrüsten der aktuellen Züge. Da sich das Aufrüsten für die Bahn nicht lohnt, wird auf die neuen ICx-Züge, die ab 2017 in Betrieb genommen werden sollen, gesetzt. Diese werden dann für WLAN vorgerüstet, ob in diesen dann auch kostenfreies WLAN angeboten wird, steht allerdings auf einem anderen Blatt.
Thomas Geyer äußerte außerdem, dass die Verfügbarkeit von WLAN nicht die oberste Priorität bei der Bahn genießt. Stattdessen sollen zuerst die bestehen Angebote in den Punkten Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit optimiert werden.
Quelle: Welt

Das kennen die nicht mehr^^
Muss wohl wirklich so sein dabei gibt es sogar normale Bücher oder mal ein Kreuzworträtselheft.
Demnächst steht uns und den Zügen wieder so was Ähnliches wie Sommer bevor
Zumal man doch wie sonst auch seine eigene mobile Datenverbindung nutzen kann.
Ich verstehe gar nicht, was das soll.
"Flatrates" mit einem GB Highspeed-Datenvolumen gibt es ab 10€, selbst gedrosselt reicht es locker für Foren via Tapatalk, Whatsapp, Email ohne riesige Anhänge usw.
Wer regelmäßig Filme schaut oder ansonsten große Datenmengen mobil bewegt, der nutzt halt andere Verträge und/oder LTE.
Oeffentliche WLAN-Netze sind auch nicht unbedingt schnell, wenn man sich die Bandbreite mit etlichen anderen Nutzern teilen muß und die Sache mit der Datensicherheit muß jeder für sich selbst entscheiden.