Windows 11: So macht Microsoft mit einem kostenlosen Upgrade noch Gewinn

13
News Rhonda Bachmann Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Windows 11 Logo
Quelle: Microsoft

Bereits in dieser Woche ist es so weit: Microsoft veröffentlicht das nächste Betriebssystem Windows 11. Dieses wird auf vielen neuen Geräten bereits vorinstalliert sein, schrittweise aber auch als kostenloses Upgrade verfügbar gemacht werden. Aber wie verdient Microsoft dadurch noch Geld?

Am 5. Oktober veröffentlicht Microsoft das neueste Betriebssystem Windows 11. Vor dem Start gibt es einiges an Kritik, denn viele der sich derzeit in Gebrauch befindlichen Rechner sind gar nicht mit dem neuen System zu verwenden. Laut einem Softwaredienstleister sollen von 30 Millionen PCs in Unternehmen etwa weniger als die Hälfte der Geräte mit Windows 11 kompatibel sein.

Das aktuelle Betriebssystem Windows 10 soll noch bis ins Jahr 2025 unterstützt werden. Bis dahin müssen sich Firmen und Privatanwender jedoch um einen Ersatz gekümmert haben. Windows 11 wird auf neuen Geräten bereits vorinstalliert sein und soll schrittweise auch als kostenloses Upgrade für Windows 10 verfügbar gemacht werden. Mit dem bereits feststehenden Ende für Windows 10 winkt Microsoft trotz des kostenlosen Updates für Windows-Nutzer jedenfalls ein riesiges Geschäft.

Wie der Spiegel schreibt, sind nach Expertenschätzungen derzeit etwa 1,3 Milliarden Geräte mit Windows 10 in Betrieb. Davon werden mehrere Millionen Rechner spätestens mit dem Ablauf von Windows 10 in 2025 ersetzt werden müssen, da sie die nötigen Anforderungen nicht erfüllen. Bei den neuen Geräten mit Windows 11 erwirtschaftet Microsoft pro neuem PC laut Schätzung etwa einen Umsatz von 25 US-Dollar durch die Lizenzgebühren der Hersteller.

Zudem wird davon ausgegangen, dass mit Windows 11 auch der Verkauf des Programmpakets Office 365 angekurbelt wird. Das dazugehörige Kommunikationstool Microsoft Teams wird darüber hinaus mit dem neuen Betriebssystem in Windows integriert. Und auch an der Börse macht Windows 11 eine gute Figur: Die erste Vorstellung des OS Ende Juni führte zu einer Kurssteigerung der Microsoft-Aktie von gut zehn Prozent.

13
    • Kommentare (13)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Gast1754557804
        Zitat von XXTREME
        Hmm also ich finde es gut von MS das endlich die alten Zöpfe abgeschnitten werden. Meiner Meinung nach kann und muss man ja nicht ewig auf die ollen Kisten Rücksicht mehmen.
        Wenn Microsoft dann die neue Hardware auch entsprechend nutzen würde. Oder was, mal abgesehen von TPM, können ältere CPUs nicht um Win11 nutzen zu können?

        Ich persönlich bin der Meinung, dass dies eher politische oder marketingtechnische Gründe hat, keine technischen.
      • Von Gast1754557804
        Zitat von XXTREME
        Hmm also ich finde es gut von MS das endlich die alten Zöpfe abgeschnitten werden. Meiner Meinung nach kann und muss man ja nicht ewig auf die ollen Kisten Rücksicht mehmen.
        Wenn Microsoft dann die neue Hardware auch entsprechend nutzen würde. Oder was, mal abgesehen von TPM, können ältere CPUs nicht um Win11 nutzen zu können?

        Ich persönlich bin der Meinung, dass dies eher politische oder marketingtechnische Gründe hat, keine technischen.
      • Von Curry Freizeitschrauber(in)
        Zitat von XXTREME
        Hmm also ich finde es gut von MS das endlich die alten Zöpfe abgeschnitten werden. Meiner Meinung nach kann und muss man ja nicht ewig auf die ollen Kisten Rücksicht mehmen.
        Also soll man einen PC mit z.B. einem i7 7700k nicht mehr als Office PC verwenden können, obwohl dieser total überpowered ist?
      • Von RtZk Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von tunexor
        Wann habt ihr / irgendjemand hier das letzte mal ein Windows gekauft (entweder indirekt durch Lizenzgebühr an den Hersteller oder direkt eine SB/Vollversion (Ebay keys zählen nicht!))?

        Von Windows 7 an konnte man doch bis heute kostenfrei upgraden. Verstehe die Finanzpolitik von MS nicht. Oder ist das eine Art „Droge unters Volk bringen, damit niemand ohne Droge kann und die paar die die Wahl haben und zahlen (müssen) sich genötigt sehen da mit zu machen“?
        Ich schätze mal sie werden ganz gut Geld machen mit Office Lizenzen und Windows Lizenzen für Behörden und Unternehmen.
        Außerdem werden die aller meisten Rechner sowieso fertig mit vorinstallierten Windows gekauft, wir sind hier eine absolute Minderheit.
        Alleine schon dadurch dass man TPM normalerweise selbst im Bios aktivieren muss wird es kaum 0815 User geben die auf Windows 11 Updaten. Sprich erst mit ihrem neuen Rechner.
      • Von XXTREME Lötkolbengott/-göttin
        Hmm also ich finde es gut von MS das endlich die alten Zöpfe abgeschnitten werden. Meiner Meinung nach kann und muss man ja nicht ewig auf die ollen Kisten Rücksicht mehmen.
      • Von rum BIOS-Overclocker(in)
        Zitat

        Zudem wird davon ausgegangen, dass mit Windows 11 auch der Verkauf des Programmpakets Office 365 angekurbelt wird. Das dazugehörige Kommunikationstool Microsoft Teams wird darüber hinaus mit dem neuen Betriebssystem in Windows integriert. Und auch an der Börse macht Windows 11 eine gute Figur: Die erste Vorstellung des OS Ende Juni führte zu einer Kurssteigerung der Microsoft-Aktie von gut zehn Prozent.
        Das erinnert mich beim Lesen nicht an ein gut geeignetes OS für Privatanwender, die einfach nichts mehr zusätzlich kaufen, monatlich bezahlen oder mit irgendwas täglich genervt werden wollen.
        Microsoft-Aktienkurs hin und her: mich interessiert einfach nur, wie langfristig günstig-sinnvoll-nachhaltig ich als Privatanwender das Betriebssystem verwenden kann. Von mir aus können sie sich von den ganzen Milliarden weitere Villen kaufen, jeden Tag was auch immer konsumieren oder wo auch immer ihre "Dinger" reinstecken. Sie ihnen gegönnt.
        Hilft halt alles trotzdem nicht bei der Suche nach einer funktionierenden Anwendungs-Start-Software mit möglichst gutem Langzeitsupport, freier Auswahl an kostenlosen Anwendungen, einer möglichst umfangreichen Usersteuerung ohne regelmäßigem automatischen Eingreifen des OS selbst bezüglich Treibern, Rechten, Datenschutz/-sammeln, oder einem derart kurz-frequentem Ausschluss von Hardware, sei es die CPU oder Preripherie in Form von Druckern.
        Wirkt einfach nicht wie ein von MS entwickeltes OS sondern eher wie eine "Pflichtenheft erfüllen"-Strategie und damit mehr einer "reaktiven Bereitstellung" als innovativer Neuentwicklung.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 07/2026 play5 08/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk