Windows 11: Microsoft startet Großoffensive für stabile Treiber

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Windows 11: Microsoft startet Großoffensive für stabile Treiber
Quelle: Microsoft

Mit der Driver Quality Initiative ("DQI") plant Microsoft auf der WinHEC 2026 eine umfassende Offensive: Treiber für Windows 11 sollen künftig deutlich stabiler, sicherer und zuverlässiger werden - vier Säulen bilden das Fundament.

Im Rahmen der WinHEC 2026 in Taipeh - der ersten Windows Hardware Engineering Conference seit 2018 - hat Microsoft gemeinsam mit OEMs, ODMs und Partnern wie AMD, Asus, Acer, Dell und HP die Driver Quality Initiative ("DQI") vorgestellt. Ziel der ökosystemweiten Initiative ist es, die "Qualität, Zuverlässigkeit und Sicherheit" sämtlicher Windows-Treiber "fundamental anzuheben", so Microsoft.

Die Driver Quality Initiative ("DQI") wurde auf der WinHEC 2026 ausgerufen. Quelle: Microsoft Die Driver Quality Initiative ("DQI") soll die Treiber für Windows 11 stabiler und sicherer machen. Die Driver Quality Initiative ("DQI") baut ihrerseits wiederum auf der bestehenden Windows Resiliency Initiative (WRI) auf und richtet sich an die zehntausenden aktiven Treiberfamilien unzähliger OEMs und ODMs unter Windows 11. Sowohl die Treiber als auch das Betriebssystem sollen profitieren und deutlich reselienter werden.

Microsofts verfolgt neue Treiber-Strategie

Die Initiative beruht auf insgesamt vier Säulen: Architecture, Trust, Lifecycle und Quality Measures. Microsoft setzt auf eine Härtung von Kernel-Mode-Treibern und einen schrittweisen Umstieg von Drittanbietern auf User-Mode-Treiber oder eigenen Microsoft Class Drivern - etwa für SoundWire Device Class Audio, I3C oder aber auch NCM-USB-Ethernet. Microsoft und seine Partner verfolgen einen breiten Ansatz.

  • Architektur (Architecture): Wir investieren massiv in die Härtung von Kernel-Mode-Treibern und ermöglichen den Übergang von Kernel-Mode-Treibern dritter Anbieter hin zu User-Mode-Treibern oder von Microsoft entwickelten Klassentreibern. Damit sollen eine höhere Treibersicherheit, Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit gewährleistet werden. Zu den Investitionen im Bereich User-Mode-Treiber zählen Performance-Updates für PCIe-Geräte mit DMA-Unterstützung sowie der Wi-Fi-Stack (in Kürze verfügbar). Bei den Klassentreibern umfassen die Investitionen die Soundwire Device Class for Audio (SDCA), die Einführung eines I3C-Klassentreibers, einen NCM-USB-Ethernet-Klassentreiber sowie kontinuierliche Verbesserungen an bestehenden First-Party-Klassentreibern unter Windows 11.
  • Vertrauen (Trust): Wir setzen die Messlatte für vertrauenswürdige Partner und vertrauenswürdige Treiber höher - unter anderem durch eine strengere Partner-Verifizierung, erweiterte automatisierte Analysen und aktualisierte Anforderungen des Windows Hardware Compatibility Program (WHCP).
  • Lebenszyklus (Lifecycle): Wir verbessern das Treiber-Lifecycle-Management durch eine konsequentere Pflege des Windows-Update-Katalogs, einschließlich der Abkündigung veralteter oder qualitativ minderwertiger Treiber, einer stärkeren SBOM-Ausrichtung sowie einer schnelleren Fehleranalyse über Treibersymbole.
  • Qualitätsmessung (Quality Measures): Wir erweitern die Bewertung der Treiberqualität über reine Abstürze hinaus und beziehen künftig auch Stabilität, Funktionalität, Performance sowie Strom- und Wärmeeinfluss mit ein. So erhalten Partner klarere Signale, um das tatsächliche Nutzererlebnis zu verbessern.

Hinzu kommen Performance-Updates für PCIe-Geräte mit DMA-Support, ein neuer Wi-Fi-Stack, eine strengere Partner-Verifizierung, aktualisierte WHCP-Anforderungen sowie ein konsequentes Aufräumen im Windows-Update-Katalog inklusive Deprecation veralteter Treiber und besserer SBOM-Ausrichtung.

BSOD und CrowdStrike: Windows 11 soll zuverlässig werden

Die DQI ist Teil einer größeren Qualitätsoffensive: Bereits im März 2026 hatte Pavan Davuluri, President of Windows and Devices, angekündigt, in diesem Jahr verstärkt an Performance, Zuverlässigkeit und Stabilität von Windows 11 zu arbeiten.

Treiberprobleme - nicht zuletzt der CrowdStrike-Vorfall - haben gezeigt, wie verwundbar das Ökosystem ist. Künftig will Microsoft die Treiber-Qualität nicht mehr nur an Abstürzen messen, sondern auch an Stabilität, Funktionalität, Performance sowie thermischer und elektrischer Belastung.

Die WinHEC 2026 sei laut Microsoft-CVPs Robin Seiler und Ian LeGrow aber "erst der Anfang" - die eigentliche Arbeit beginne jetzt.

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Quelle: Microsoft via PC Gamer

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    • Kommentare (12)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Andreas1975 Volt-Modder(in)
        Zitat von mike23m
        Kompatibilität zu sämtlichen Programmen.
        Die ist doch gar nicht gegeben. Kompatibilität zu sämtlichen Windows Programmen wäre richtig. Windows ist eine eigne proprietäre Welt welche nicht einmal den Anspruch hat irgendwelche Kompatibilität zu haben ob nun bei der Software oder bei den Hardware Schnittstellen.
      • Von Andreas1975 Volt-Modder(in)
        Zitat von mike23m
        Kompatibilität zu sämtlichen Programmen.
        Die ist doch gar nicht gegeben. Kompatibilität zu sämtlichen Windows Programmen wäre richtig. Windows ist eine eigne proprietäre Welt welche nicht einmal den Anspruch hat irgendwelche Kompatibilität zu haben ob nun bei der Software oder bei den Hardware Schnittstellen.
      • Von mike23m Komplett-PC-Käufer(in)
        Das alles kann Microsoft sich sparen. Es gibt nur noch einen Grund, wieso ich noch Windows verwende. Kompatibilität zu sämtlichen Programmen. Wenn das nicht wäre, wäre ich auch von Windows weg. Oft genug "SOLL" sich was ändern und immer wieder waren die Probleme so gravierend, das selbst das Starten des Betriebssystems verhindert wurde. Von Produktivität mal ganz zu schweigen, denn auch diese wurde oft verhindert. Zu viel Kontrolle, zu viel Spam, zu viel Spionage. Alles in allem auch zu viel Kontrolle von Microsofts Seite aus.
      • Von tobias_mx Schraubenverwechsler(in)
        Kling eher mal wieder nach einer offensive des unbrauchbar machens bestehender Hardware um die Leute zum neukauf zu zwingen.
      • Von Andreas1975 Volt-Modder(in)
        Zitat von Wulfric
        Man beachte hier das DO NOT, nicht don't sondern do not=unter gar keinen Umständen!!! Lass dass!!!
        Und ich dachte immer Windows läuft einfach. Also auch mit jeglicher Hardware läuft das einfach. Also ganz einfach ohne großartig etwas zu beachten oder das User irgendwelche Fehler machen könnten. Also einfach funktioniert.
      • Von Wulfric Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von _Oskar_
        Schon klar: "Schuld sind immer die anderen ?"
        Joah und es gibt auch keinen Grund, das Thrustmaster bei ihren Treiber-release notes explizit das hier reinschreibt:
        Zitat

        - DO NOT CONNECT the racing wheel to your PC before being prompted to do so.
        - DO NOT CLICK in any Windows-specific panes that may appear during the update process.
        - RESTART THE COMPUTER once the package setup is complete.

        Man beachte hier das DO NOT, nicht don't sondern do not=unter gar keinen Umständen!!! Lass dass!!!

        Ich hatte mit Freuden gesehen, dass mein TS-PC racer, mit dem ich mein T500 ersetzt habe ein neues Treiberupdate (2026-TTRS1/Firmware V13) bekam, ebenso wie das T300RS (Firmware V34) von 2013 sowie das T500RS (Firmware V47 von 2011. Ja V13, 34 und 47, nicht V1.3, 3.4 und 4.7! 9, 13 und 15 Jahre support, kein Ende in sicht und das kostenlos. So sieht guter Support aus Microsoft!

        Wir brauchen keine Offensive und kein Cloudbackup, wir brauchen einen Windowsupdater der uns nicht reinfuhrwerkt, sondern fragt: "Mein Herr und Meister, wir haben da diesen Treiber, den ihr installieren könntet. Wollt ihr dies tun?"

        Worauf wir dann mit "Nein!" Antworten können sollten. Mit einer Möglichkeit, daranzufügen: "Und er unterlasse es in Zukunft, uns damit zu belästigen!"

        Und die einzige Antwort, die der Updater darauf zu geben habe sei: "Jawohl, mein Herr und Meister!"

        Man möge mir bitte den Zynismus und Sarkasmus nachsehen.
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