System File Checker: Bug seit Windows-10-Update im Juli führt zu Problemen
Viele nutzen den System File Checker, um beschädigte Systemdateien zu finden - seit dem letzten Windows-Update schlägt die Anwendung aber auch bei Dateien Alarm, bei denen eigentlich kein Fehler vorliegt. Jetzt hat Microsoft die Ursache erkannt und will das Problem in zukünftigen Updates beheben.
Eigentlich soll der System File Checker (SFC) defekte Dateien im Windows-System erkennen und reparieren - seit dem Juli-Update von Windows 10 läuft das Programm aber nicht mehr ganz rund: Der Befehl sfc/scannow spürt zwar beschädigte Systemdateien auf, diese lassen sich aber nicht reparieren. Microsoft ist das Problem mittlerweile bekannt: Es liege ein Bug vor, der dazu führt, dass das Systemdatei-Überprüfungsprogramm fälschlicherweise Windows Defender PowerShell-Modul-Dateien als beschädigt meldet.
Ursache ist bereits identifiziert
Das Problem trete bei Windows 10 mit der Version 1607 und höher auf sowie bei der Windows Defender Version 4.18.1906.3 und höher. Durch den Bug komme es zu Abweichungen bei den Hashwerten der Dateien, erklärt der Microsoft-Support. Der Out-of-Band-Update-Channel von Windows Defender ersetze die die ursprünglichen Dateien um aktualisierte Versionen mit einem Microsoft-Zertifikat. SFC meldet das aber als Fehler - die Anwendung kennzeichnet die aktualisierten Dateien als beschädigt, weil ihre Hashes nicht übereinstimmen. Fehlermeldungen im Verzeichnis %windir%\System32\WindowsPowerShell\v1.0\Modules\Defender bei SFC können die User also ignorieren, sagt Microsoft.
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Das Problem liegt demnach also bei Windows Defender und nicht beim System File Checker. Die Anwendung arbeitet korrekt und erkennt auch weiterhin Abweichungen im System. Den Bug wolle Microsoft nach eigener Aussage beheben - zumindest zukünftige Windows-Versionen sollen Dateien verwenden, die von SFC nicht mehr als beschädigt gekennzeichnet werden. Meldungen zufolge trete das Problem allerdings auch bei älteren Windows-Versionen auf. Die Frage, ob Microsoft auch da nachpatchen wird, bleibt bislang offen.
Quelle: Microsoft
