Afterburner, Capframe X und Co.: Windows warnt vor Monitoring-Tools

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Afterburner, Capframe X und Co.: Windows warnt vor Monitoring-Tools
Quelle: Microsoft

Zahlreiche Monitoring-Tools wie Capframe X und MSI Afterburner wurden in den letzten Tagen vom Windows Defender beanstandet. Ein Kernel-Treiber namens Winring0 wird als Bedrohung eingestuft - dieser ist für viele Tools aber alternativlos.

In den vergangenen Tagen wurden zahlreiche Spieler von einer Meldung des Windows Defenders überrascht. Viele gängige Monitoring-Tools werden seitdem als Bedrohung erkannt. Ursache ist ein darin enthaltener Kernel-Treiber namens Winring0. Passend dazu bekommen betroffene Nutzer als Ursache HackTool:Win32/Winring0 angezeigt.

Alternativlos

Der Winring-Treiber bietet Programmen die Möglichkeit, auf Hardware-Funktionen wie interne Signalleitungen oder die PCI-E-Schnittstellen zuzugreifen. Auf ebendieser Funktionalität bauen betroffene Programme auf. Berichte über entsprechende Warnmeldung gibt es inzwischen mindestens zu den Tools MSI Afterburner, Crapframe X, OpenRGB, Libre Hardware Monitor, OmenMon, FanCtrl, ZenTimings und Panorama9. Wenig Begeisterung dürfte zudem bei den Unternehmen Razer und Steelseries herrschen, denn die Programme Synapse und Engine werden offenbar ebenso als Bedrohung erkannt.

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Manche der Entwickler reagierten bereits mit einer Entfernung des Kernel-Treibers und deaktivierten darauf aufbauende Funktionen, für andere Programme ist die Nutzung des direkten Hardware-Zugriffs aber alternativlos. Zwar gibt es mit InpOutX64 einen anderen Treiber mit ähnlichem Funktionsumfang, dieser wird aber inzwischen ebenso als Bedrohung erkannt.

Eine akute Bedrohung ist Winring0 dabei offenbar nicht, der Treiber hat aber mindestens eine offene Sicherheitslücke, die Microsoft - zusammen mit dem weitgehenden Hardware-Zugriff - wohl zur Sperrung bewegt hat. Betroffene Nutzer können zwar im Windows Defender eine Ausnahme hinzufügen und damit den Weiterbetrieb ermöglichen. Die offene Sicherheitslücke bleibt dadurch aber natürlich bestehen.

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Ein Fix wäre dabei offenbar durchaus möglich, scheitert aber an den Kosten. Denn der aktualisierte Treiber müsste von Microsoft signiert werden. Immerhin: Der PC-Anbieter iBuyPower plant offenbar, die Signierung zu bezahlen und Winring0 damit wieder für alle nutzbar zu machen. Voraussetzung dafür ist aber, dass Microsoft dem auch stattgibt. Und bis es so weit ist, werden viele gängige Hardware-Monitoring-Tools von Windows wohl weiterhin als Bedrohung erkannt.

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Quelle: Deskmodder / The Verge via Golem

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    • Kommentare (27)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von LDNV BIOS-Overclocker(in)
        Bei mir laufen auch alle Monitoring Tools nach wie vor.
        Kein Plan was da bei manchen ständig schief läuft.
      • Von LDNV BIOS-Overclocker(in)
        Bei mir laufen auch alle Monitoring Tools nach wie vor.
        Kein Plan was da bei manchen ständig schief läuft.
      • Von Herr_M Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Dave
        Zum Thema:
        Wenn man den Unsinn im Defender freigibt, funzen die Tools auch wieder.
        Joa, schon, aber mal ganz reißerisch gefragt: wenn ich Winring0 freien Lauf lassen, könnte Schadsoftware dann nicht meine Lüftersteuerung kapern und werweißwasnoch mit meinem PC anstellen?
        Ein Lösung ohne Winring0 wäre doch eleganter. Wozu braucht es genau diesen Treiber?
      • Von Schori Volt-Modder(in)
        Zitat von Pootch
        Windows 11, das neue Windows ME
        Me war deutlich schlimmer
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Jaffech
        Sie muss dringend auf den TM5 aufrüsten, der kann schneller Mixxen, weil der RAM dort schneller läuft
        GDM ausgemacht und Power Down Mode ebenfalls? Cheater!

        Zum Thema:
        Wenn man den Unsinn im Defender freigibt, funzen die Tools auch wieder.
      • Von Misanthrop68 Volt-Modder(in)
        Zitat von chill_eule
        Warum, weiß ich nach gefühlt 10 Jahren immer noch nicht
        Du hast mal in ein Standesamt JA gesagt!
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