Nach 28 Jahren: Windows 11 kann bald RAR-Dateien nativ öffnen
Auf Microsofts aktueller Entwicklerkonferenz kündigte das Unternehmen aus Redmond native Unterstützung für den Umgang mit zusätzlichen Archivformaten an. Seit 1995 benötigt das Betriebssystem Hilfe von WinRAR, um etwa RAR-Dateien öffnen zu können. Mithilfe von Libarchive sind weitere Archivformate für Windows kein Problem mehr.
In diesen Tagen hält Microsoft seine Build-Entwicklerkonferenz ab, bei der es allerhand neues rund um das Betriebssystem Windows zu berichten gibt. So war das große Thema ein KI-Co-Pilot auf Basis von ChatGPT sowie die Rückkehr diverser Taskleisten-Features aus früheren Windows-Versionen. Mit Windows 11 hält aber eine weitere Änderung Einzug, die fast schon als revolutionär angesehen werden kann. Denn mithilfe des Open-Source-Projekts Libarchive soll native Unterstützung für das Öffnen und Entpacken komprimierter Dateien hinzugefügt werden.
Windows wird bei Archivformaten eigenständig
Zu diesen Formaten zählen etwa Tar, 7-Zip, RAR oder GZ. Auf Github ist die gesamte Liste aller von der Libarchive-Bibliothek unterstützten Archivformate vorzufinden. Microsoft verspricht dabei, dass eine verbesserte Performance der Archivierungsfunktion während der Komprimierung unter Windows erzielt werde.
Weitere Neuigkeiten bei der Microsoft Build: Windows 11 trifft ChatGPT: KI-Copilot kommt und Taskleisten-Features mit Comeback
Eigentlich war es Windows schon seit 1995 möglich, RAR-Dateien zu entpacken, allerdings nur mithilfe des Programms WinRAR. Nach 28 Jahren ist Windows 11 also nun in der Lage, nativ die genannten Archivformate zu öffnen. Bislang soll das bei Windows nur für ZIP-Dateien der Fall gewesen sein.
Wann mit dem Update zu rechnen ist, lässt sich derweil noch nicht sagen. Im Juni soll der Windows-KI-Co-Pilot zumindest für Teilnehmer des Insider-Programms zur Verfügung stehen. Möglicherweise wird dann auch die flächendeckende native Unterstützung für eine ganze Reihe an Archivformaten ausgerollt.
Quelle: Microsoft

Andererseits löst für mich "7zip" seit Jahren einfach alle Probleme, welche Archivdateien betreffen
Seien wir ehrlich - heutzutage braucht kaum mehr jemand privat tatsächlich die Kompression. Speicherplatz ist superbillig, Bandbreite genug vorhanden und gängige Formate größerer Dateien (Videos, Bilder, Musik,...) sind ohnehin schon komprimiert so dass ein weiterer Algorithmus nichts mehr reißen kann (bzw. der Umstieg von AVC auf HEVC oder gar AV1 viel, VIEL mehr bringt als ein Packprogramm).
Der zumeist einzige Grund einen Packer zu benutzen ist aus vielen kleinen Dateien oder einer Ordnerstruktur eine Einzeldatei zu machen und evtl. noch nen Passwortschutz draufzulegen - und das kann auch das uralte ZIP... mit dem Vorteil, dass jeder DAU da draußen es auch benutzen kann, denn selbst heute noch kommen oft komische Gesicher zurück wenn man eine ".rar" oder gar ".7z" Datei teilt.