Wegen Corona: Eigentlich veraltete Windows-10-Build erhält länger Updates
Eigentlich sollte die Windows-10-Build 1809 ab Mitte Mai keine Sicherheits-Updates mehr erhalten. Doch wegen der Coronakrise gewährt Microsoft nun einige Monate Aufschub.
Wegen der COVID-19-Pandemie lässt Microsoft Milde walten und verlängert den Support für eine eigentlich veraltete Windows-10-Build. Nach ursprünglicher Planung sollte die Version 1809 am 12. Mai "End of Service" gehen und keine Sicherheits-Updates mehr erhalten. Das hat sich nun geändert. Die Redmonder verschieben den Termin auf den 10. November 2020.
Die Verschiebung betrifft laut Microsoft Windows 10 Home, Pro, Pro Education, Pro for Workstations und die IoT Core Editionen von Windows 10. "Das bedeutet, dass Geräte nur noch von Juni bis November monatliche Sicherheitsupdates erhalten. Das finale Sicherheitsupdate für diese Editionen von Windows 10, Version 1809, wird am 10. November 2020 anstelle des 12. Mai 2020 veröffentlicht."
Vorerst keine neuen Qualitäts-Updates
Wer sich unsicher ist, welche Version er im Einsatz hat, kann das über den Befehl "winver" in der Suchleiste neben dem Start-Menü herausfinden. Die aktuellste Version läuft unter der Build 1909. Updates auf höhere Versionen sind in der Regel ohne Probleme möglich. Normalerweise erfolgt der Aufstieg über die Windows-Update-Funktionen. Notfalls kann man aber auch das Media Creation Tool bemühen. Funktions-Updates, also eine neue Version von Windows 10, kann man als Nutzer um bis zu 18 Monate verschieben. Die 1809 wurde im Oktober 2018 veröffentlicht und wäre damit eigentlich im Mai fällig.
Mehr zum Thema: Wegen Corona-Krise pausiert Microsoft Windows-Qualitätsupdates
Im März gab Microsoft bekannt, ab Mai 2020 vorerst keine optionalen Qualitätsupdates mehr für Windows 8.1, Windows 10 und die entsprechenden Server-Versionen mehr zu veröffentlichen. Wegen der Coronakrise beschränkt man sich derzeit auf die Veröffentlichung von Sicherheits-Updates. Diesbezüglich sollen die Patch-Days wie gewohnt stattfinden.
Quelle: Microsoft

, auf meinem Gaming-NB ist ja noch Windows 1809 drauf, nur für nen Fall. Aber puh,
keine Hände - keine Kekse, äh, kein Update-Service - kein Update. Bzw. ich bin auf der ganz sicheren Seite - ich habe dieses Windows seit über 1,5 Jahren nicht gestartetAuch in eurem verlinkten Artikel von Ende März lese ich nur, dass MS es derzeit nicht schafft, Upgrades nach ihrem Verständnis gut genug zu testen und es deshalb zunächst keine neuen geben wird.
Beim Rest kann ich nur wild spekulieren. Wenn schon YT, Netflix und co massiv Datenrate sparen, kann sich MS da auch anschließen und Zwangsupdates für die Leute, die diese bisher nicht durchgeführt haben, zurückstellen.
Ihr seit doch die Presse, warum fragt ihr nicht bei MS nach dem Grund?
Werden eigentlich im Regelfall Win 10 Upgrades auch über eine getaktete Verbindung installiert, wenn das Suportende erreicht ist?
Das ganze verschwendet zumindest potentiell massenweise Datenvolumen (warum darf MS das, YT/Netflix aber nicht?). Oder, wenn es nicht automatisch installiert würde (getaktete Verbindung) gäbe es ab Mitte Mai halt keine Security-Updates mehr für diese Geräte.
Da ist es wohl eher trivial, die sowieso vorhandenen Security-Hotfixe nicht nur für Enterprise und LTSC zu veröffentlichen sondern ausnahmsweise auch für die Home/Pro-User.
Und was hat sowas mit faulen Betreibern von kleinen Firmen zu tun? Im Gegenteil, gerade dort würde ich ein Win10 Upgrade immer bis zum letzten sinvollen Termin heraus zögern. So hat man dann in der Firmen-IT wenigstens nur kurzfristig alle 18 Monate mal zwei Versionen laufen und spart zwischendrin die Arbeitsunterbrechung.
Dass die Realität oftmals anders aussieht, ist kein Geheimnis – aber bislang hat Microsoft nie öffentlich kommuniziert, dass sie es selbst so sehen. Die jetzt geschaffene Ausnahme definiert Windows Feature Updates dagegen ausdrücklich als eine Belastung, die man möglicherweise allgemein vermeiden möchte und bei den jetzigen Zusatzbelastungen laut Microsoft sogar vermeiden muss.