EK Waterblocks: Neue Vernickelung behebt Korrosionsprobleme
Ein chemisches Vernickelungsverfahren soll in Zukunft Korrosionsprobleme bei EK-Kühlern verhindern.
Mitte Juni verbreitete sich weltweit ein äußerst bedenkliches Thema in Wasserkühlungsforen: In mehreren Fällen sollen vernickelte Wasserkühler des verbreiteten Herstellers EK Waterblocks unter Korrosion leiden. Das berichtete Spektrum reichte von rein optischen Veränderungen bis hin zu abplatzenden Nickelschichten, deren Partikel dann andere Kühlkörper verstopfen könnten. Als wahrscheinliche Ursache wurde mangelnde Sorgfalt bei der Galvanisierung oder zu geringe Schichtdicken vermutet.
Quelle: realredraider.com
Diese fehlerhafte Vernickelung fand sich unter dem undurchsichtigen Deckels eines ungenutzten EK-Kühlblocks. Ein neues Vernickelungsverfahren bietet in Zukunft Schutz. Bilder größerer Schäden stehen meist in Zusammenhang mit sulfat- oder silberhaltigen Zusätzen, die Korrosion fördern.
Der slowenische Hersteller reagierte zeitnah mit einem kompletten Verkaufstop aller vernickelten Produkte und bot betroffenen Kunden einen kostenlosen Umtausch an (PCGH berichtete). Zeitgleich wurde ein Forschungsinstitut mit Korrosionsversuchen beauftragt, das die Probleme aber nur bei Einsatz korrosionsfördernder Biozide im Kreislauf nachvollziehen konnte. Nicht desto trotz hat das Team um Edvard König jetzt die Fertigung auf "Electroless Nickelplating" umgestellt
Hierbei handelt es sich nicht um ein galvanisches, sondern um ein chemisches Verfahren. Das Nickel lagert sich nicht als Reaktion auf einen Stromfluss zwischen Bauteil und Elektrolyt, sondern durch eine autokatalytische Reaktion ab. Dies hat den Vorteil, dass auch bei komplexen Bauteilen, wie Wasserkühlern, eine sehr gleichmäßige und dichte Schicht ohne Schwachstellen entsteht. Nachteil ist der etwas höhere Preis, den EK in Form von drei bis zehn Euro Aufpreis pro Kühler an die Kunden weitergibt.
Nach Angaben EKs haben die meisten Nutzer keine Probleme mit ihren alten Kühlern gemeldet oder das RMA-Verfahren in Anspruch genommen, und auch bei anderen Herstellern mit galvanischer Vernickelung sind entsprechende Probleme nicht aufgetreten. Deswegen wird man, parallel zu den neuen, mit einem "EN"-Siegel gekennzeichneten Kühlern, noch die Lagerbestände mit konventioneller Vernickelung abverkaufen. Danach wird ein Teil der vernickelten Produkte ganz aus dem Angebot verschwinden. Ob es sich um Kühlkörper für mittlerweile alte Hardware handelt, oder ob EK in Zukunft einzelne Produkte nur noch in der unproblematischen Ausführung aus unvernickeltem Kupfer anbietet, ist bislang unbekannt. Das Angebot an "EN"-Kühlern umfasst bereits jetzt CPU-, Grafikkarten- und Mainboardkühler.

Wenn ich Geld schei*en könnte, würde eine SSD als Systemplatte dienen und die Daten laufen über nen Server unten im Keller, schön leise
Grüße
Wenn ich das MONEY hätte würd ich alles mit wasser cooln auch die Hdds
Du hast dein P8P67 unter Wasser? Mein P67A-UD4 hat so niedrige Temps, dass sich eine WAKÜ nicht lohnen würde!
Aber die Nickelschicht ist auch ein guter Schutz vor der verfärbung von Kupfer.
Kupfer ist in der Tat der bessere Wärmeleiter. Aber die aufzutragende Nickelschicht ist so gering, das die Wärmeleitfähigkeit kaum beeinträchtigt wird. Liegt im unmessbaren Bereich.
Also ist die Bremse so, als würde ich mit einer Fahrradbremse versuchen nen LKW anzuhalten.
Grüße