Ausstattung: Wichtige Features und worauf Sie verzichten können
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Ausstattung: Wichtige Features und worauf Sie verzichten können

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Diese Ausstattungsmerkmale sind wichtig, diese können vernachlässigt werden.

Ausstattung: Pflicht-Features und entbehrliche Extras

Eine Gaming-Tastatur, ist nur dann empfehlenswert, wenn sie eine vorwiegend auf den PC-Spieler zugeschnittene Ausstattung bietet. Doch was hilft wirklich beim Zocken und was sind Extras, auf die Spieler auch, nicht zuletzt um ein paar Euro zu sparen, verzichten können?

Wireless oder mit Kabel - Macht das einen Unterschied?

Noch vor wenigen Jahren bevorzugten Zocker kabelgebundene Tastaturen, primär aus Latenzgründen und weil 8.000-Hz-Hyper-Polling nur per Kabel möglich war. Das hat sich geändert: Moderne Funktechniken wie Logitech Lightspeed, Razer Hyperspeed, Corsair Slipstream und Asus Speednova ermöglichen eine stromsparende, latenzarme Übertragung im Millisekundenbereich. Über 2,4 GHz sind seit rund einem Jahr sogar 8.000 Hz realisierbar. Bluetooth arbeitet besonders energieeffizient, bietet aber maximal 1.000 Hz und wird zum Schonen des Akku­s oft auf 500 Hz reduziert.

Kabellose Gaming-Tastaturen wie die MSI Strike Pro Wireless sind kaum noch teurer als die Pendants mit Kabel und arbeiten mit minimalen Latenzen. Quelle: PCGH Kabellose Gaming-Tastaturen wie die MSI Strike Pro Wireless sind kaum noch teurer als die Pendants mit Kabel und arbeiten mit minimalen Latenzen.

Da Batterien kaum noch eingesetzt werden, rückt die Akkulaufzeit als Kaufkriterium in den Fokus. Hersteller nennen hierzu detaillierte Werte und weisen darauf hin, dass Beleuchtung (inklusive Helligkeit), Polling-Rate und Verbindungsart die Laufzeit deutlich beeinflussen. Der praktische Unterschied zwischen Wireless- und Kabel-Tastaturen ist - abseits des Preises - gering. Funkmodelle sind meist etwas teurer, weil Akku und Funkmodule die Produktionskosten erhöhen. Sie lohnen sich dennoch, auch für Vielschreiber, da sie mehr Bewegungsfreiheit bieten und sich etwa für HTPC-Setups am Fernseher komfortabel von der Couch aus bedienen lassen.

Separate Tasten für Sonderfunktionen oder Multifunktionsregler sind optimal

Sondertasten, mit denen Sie etwa Medien abspielen, gespeicherte Profile abrufen oder Einstellungen ohne Software ausführen können, dürfen bei keiner empfehlenswerten Gaming-Tastatur fehlen. Im Optimalfall, etwa bei einem Modell mit voller Baugröße (Full Size), stehen die Tasten mit Sonderfunktion separat zur Verfügung und werden nicht auf der Fn-Belegungsebene umgesetzt. Letzteres ist aber immer öfter der Fall, da Gaming-Tastaturen mit platzsparendem, aber kompaktem TKL- oder 75-Prozent-Format bei Spielern immer beliebter werden.

Eine sehr gute Lösung für die Medien- oder Beleuchtungsteuerung und das Ausführen besonderer Funktionen ist ein Multifunktionsdrehregler, dem im Idealfall noch ein integriertes Display zur Seite steht. Diese Kombi ermöglicht präzise, haptisch schnelle Anpassungen direkt an der Gaming-Tastatur - etwa Lautstärke, Helligkeit, RGB-Effekte, Schaltereinstellungen, Profil- und Makrowechsel oder Mediensteuerung - ohne Fn-Tastenkombis oder Overlays. Das Display liefert sofortiges, klar ablesbares Feedback (aktives Profil, Beleuchtungseffekt/Helligkeit, Hz, Auslösepunkt, Akku), reduziert Fehlbedienungen und spart Software-Klicks. Ergebnis ist ein effizienterer Workflow beim Zocken und Arbeiten, insbesondere in Vollbild-Anwendungen.

Mit dem Multifunktionsdrehregler und dem Mini-Bildschirm der Corsair Vengeance Pro 96 legen Sie den Auslösepunkt der Magnetschalter fest. Quelle: PCGH Mit dem Multifunktionsdrehregler und dem Mini-Bildschirm der Corsair Vengeance Pro 96 legen Sie den Auslösepunkt der Magnetschalter fest.

Die Hersteller setzen das Feature unterschiedlich um. Razers Blackwidow V4 Pro 75 % kombiniert den Command Dial mit integriertem OLED-Display für direkte Steuerung und Rückmeldung. Asus ROG Azoth/Azoth X/Azoth Extreme bieten ein OLED-Display plus Drei-Wege-Steuer-Drehknopf für schnelle Anpassungen am Keyboard. Corsairs K100 RGB verfügt über das iCUE Control Wheel; der iCUE-Nexus-Touchscreen kann angedockt werden, zeigt Profile/Systeminfos an und triggert Aktionen. Weitere Systeme sind der Multifunktionsdrehregler und der Mini-Bildschirm der Corsair Vengeance Pro 96 sowie Cherry XTRFY MX 10.1 Wireless und das Media Dock der Be Quiet Dark Mount.

USB- und Sound-Anschlüsse sind dagegen inzwischen Extras, die bei Gaming-Tastaturen immer seltener zu finden sind. Ein Grund: Bei Wireless-Modellen verkürzt ein zusätzlich angeschlossenes Gerät die Akkulaufzeit. Zudem haben sich bei Audio-Peripherie 2,4 GHz und Bluetooth als Übertragungsstandards durchgesetzt - ein Kabelanschluss ist dadurch überflüssig.

Anwenderfreundliche Software und umfangreiche Dämmung sind wichtig!

Obwohl sich bei der neuen Gaming-Tastaturgeneration viele Einstellungen per Sondertasten, Multifunktionsdrehregler oder Fn-Belegungsebene durchführen lassen, ist die Software essenziell. Daher muss sie umfangreich ausfallen und für alle möglichen Einstellungen Optionen bereithalten. Sie sollte intuitiv bedienbar sein und nicht wie Corsairs iCUE oder Asus Armoury Crate aufgebläht ausfallen. Wichtig ist die Möglichkeit, allen Tasten, auch der Fn-Taste, eine Belegung zuzuordnen. Dieses Feature wird mit der steigenden Popularität von kompakten Gaming-Tastaturen immer wichtiger; die Programmierung der Fn-Ebene und weiterer Funktionen muss intuitiv und einfach ausfallen. Aktuell geht der Trend zur Web-basierten App. Corsair führte mit der Vanguard Pro 96 den Web Hub ein, Asus zieht mit der Gear-Link-App nach. Beide präsentieren sich als gelungene Alternativen zu überfrachteten Softwareversionen.

Der von den Optionen her deutlich entschlackte und von der Bedienung her stark vereinfachte Corsair Web Hub ist eine brauchbare Alternative zur iCUE-Software. Quelle: Corsair Der von den Optionen her deutlich entschlackte und von der Bedienung her stark vereinfachte Corsair Web Hub ist eine brauchbare Alternative zur iCUE-Software. Das Gasket-Mount-System der NZXT Function Elite MiniTKL besteht aus Gummidichtungen zwischen der mit Klebeband verstärkten Leiterplatte (PCB) und der Halteplatte für die Schalter. Quelle: NZXT Das Gasket-Mount-System der NZXT Function Elite MiniTKL besteht aus Gummidichtungen zwischen der mit Klebeband verstärkten Leiterplatte (PCB) und der Halteplatte für die Schalter. Eine hohe Geräuschentwicklung war lange ein Kritikpunkt bei Gaming-Tastaturen mit mechanischen Schaltern. Das Schwingen der Platine beim Durchdrücken verursachte ein Ping-Geräusch, und auch der Anschlag selbst klackerte deutlich. Inzwischen hat sich vieles geändert: Eine aufwendige Dämmung ist Pflicht für empfehlenswerte Modelle. Damit diese leise bleiben, sollten zunächst die Switches geschmiert und die Tastenkappen aus PBT gefertigt sein. Zudem sollte die Dämmung aus mindestens drei Schichten bestehen ("Triple-Foam"-Stack), die wie folgt aufgebaut sind:

  • Zwischen Schalterplatte und PCB: eine dünne Schaumstoff-/Poronlage, die Resonanzen der Schalterplatte entkoppelt. Letztere ist aus Aluminium, Stahl, Messing, FR4 oder Polycarbonat gefertigt, wobei Messing und FR4 besonders resonanzarme Materialien sind.
  • Unter dem PCB: eine zweite Lage zur Dämpfung von PCB-Vibrationen.
  • Im Gehäuseboden: eine Bodenlage (meist Schaumstoff/Silikon), die hohle Gehäuseklänge "schluckt".

Je nach Hersteller und Modell kann das Material der Dämmschichten variieren. Eine weitere zusätzliche Dämmmethode sind sogenannte Gaskets. Das sind kleine Dichtungen (meist Silikon/Poron-Schaum), die bei den Gasket-Mounts zwischen PCB/Schalterplatte und Gehäuse sitzen. Sie entkoppeln die Baugruppen, dämpfen Vibrationen und Resonanzen und sorgen dadurch für ein leiseres, "federndes" Tippgefühl. Beispiele für eine per Gasket-System gedämmte Tastatur sind die Asus ROG Azoth oder die NZXT Function Elite MiniTKL.

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  1. Seite 1 Tastaturen im Test
  2. Seite 2 Switch-Kompendium, Teil 1
  3. Seite 3 Switch-Kompendium, Teil 2
  4. Seite 4 Wichtige Features und worauf Sie verzichten können
  5. Seite 5 Tastenlayout und Format, Custom-Modelle
    • Kommentare (22)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von pietcux Software-Overclocker(in)
        Ich habe seit langem eine Corsair K70 LP mit roten Cherry Tastern. Mobil zocke ich auf einer CHERRY MX-LP 2.1 mit den gleiche Tastern. Für mich ist wichtig, dass es die gewohnten Taster sind. Aber seit es genügen Tastatur Enthusiasten gibt sehe ich vor allem das die Preise ins Unermessliche steigen. Da mach ich dann nicht mit. Hab noch ne zweite K70 LP in Reserve, gebrauch vom Kumpel geschossen.
      • Von pietcux Software-Overclocker(in)
        Ich habe seit langem eine Corsair K70 LP mit roten Cherry Tastern. Mobil zocke ich auf einer CHERRY MX-LP 2.1 mit den gleiche Tastern. Für mich ist wichtig, dass es die gewohnten Taster sind. Aber seit es genügen Tastatur Enthusiasten gibt sehe ich vor allem das die Preise ins Unermessliche steigen. Da mach ich dann nicht mit. Hab noch ne zweite K70 LP in Reserve, gebrauch vom Kumpel geschossen.
      • Von DJPX PC-Selbstbauer(in)
        Ich möchte gerade auch eine eigene Tastatur bauen, gerade bin ich aber noch viel am Überlegen welche Tasten Technologie ich nehmen soll aber ob nicht sogar ein Hybridansatz interessant wäre. Z.B. Mechanische + Halleffekt Sensoren.
        Die Idee ist ein eigenes PCB, Software und Gehäuse zu machen und dann möglichst anpassbar zu machen.
        Bei den Halleffekt Schaltern könnte ich mir vorstellen das zu nutzen um damit ähnlich wie bei PWM Lüftern die Aktivierungsdauer zu ändern um damit mehrere "Geschwindikeitsstufen/Intensitäten" zu erstellen. Natürlich müsste ich das noch in Spielen Testen wie das da verwendet wird und auch was Anticheat dann machen wer weiß wie das dann darauf reagiert.
        Frei zuweisbare Keys möchte ich auch noch gerne machen.
        Gerade nutze ist noch normalen Schalter (keine Tastaturswitches) um das ganze System zu testen ich müsste das aber dann noch umbauen.
      • Von LastManStanding Volt-Modder(in)
        Zitat von JoM79
        Dann sind mechanische Tastaturen halt nichts für dich.
        Hab ja jetzt eine^^ die bleibt, weil die Vorteile überwiegen. Und es geht ja mit etwas Umgewöhnung.

        Diese Mechanische Tastatur hier hat einige Vorteile für Mich im Vergleich die ich nirgendwo anders je gesehen habe bei meinen Recherchen. Aber natürlich auch ein paar Verschlechterungen, wie den Komfort.
        Aber keiner dieser Punkte weder Pro noch Kontra betrifft die Tatsache das sie Mechanisch ist, das ist für mich und ihrem Einsatzzweck völlig nutzlos.

        Also doch schon! eine Mechanische Tastatur ist (auch) was für mich, es ist nur grundsätzlich egal ob sie Mechanisch ist!
      • Von JoM79 Trockeneisprofi (m/w)
        Dann sind mechanische Tastaturen halt nichts für dich.
      • Von LastManStanding Volt-Modder(in)
        Zitat von JoM79
        Du erkennst keinen Unterschied das die Taste nicht erst auf nem wackeligen Rubberdome aufschlagen um zu funktionieren, sondern schon weit vorher?
        jo, ist aber unwichtig wüsste nicht wobei mir das hilft^^ E-sport mach ich augenscheinlich nicht.
        Und beim Spielen auch shooter habe ich jetzt keinen erfühlbaren Vorteil!
        Ich drücke oder drücke nicht

        Tatsächlich habe ich aber gemerkt das trotz Tactile der Druckpunkt etwas zu lasch ist hab mal gemessen die alte office hat ca 65-68 Gramm je nach Taste und Abnutzung. Allerdings war schon ab und zu zu "weich".
        Meine Finger liegen beim Spielen auf den meisten der Benötigten Tasten und wenns lange dauert werden die Finger schwer und dann drückt die [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]chwerkraft mein Finger schon mal in die Taste

        Auch beim Lesen o.ä liegt meine Hand bzw Finger schon häufig mal willkürlich auf der Tastatur.
        Das geht bei der Tactile noch grade so kurz vorm drücken halt
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