Inter-Tech NitroX NK-2000ME - mechanische Tastatur für 30 Euro [User-Artikel von Tim-CrossfireMachine]

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OVP - Vorderseite
Quelle: OC

Mit Kampfpreis, mechanischen Switches von Huano und Umverpackung für den deutschen Markt schickt Inter-Tech seine erste mechanische Tastatur ins Rennen. Schnapper oder Schlappe?

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Verpackung, Zubehör & Ersteindruck

Die Tastatur kommt in einer für den deutschen Markt angepassten Verpackung aus Karton daher, eingewickelt in Schaumfolie.
Abseits des deutschen Handbuches ist kein weiteres Zubehör enthalten.
OVP - Vorderseite Quelle: OC OVP - Vorderseite OVP - Rückseite Quelle: OC OVP - Rückseite OVP - innen Quelle: OC OVP - innen Durch die metallene Deckplatte ergibt sich ein wertiges Gefühl beim Auspacken, welches aber durch das lediglich gummierte USB-Kabel direkt etwas getrübt wird. Die Unterseite besteht aus Kunststoff, was aber auch bei deutlich teureren Tastaturen üblich ist.

Spezifikationen & Funktionen

Deckplatte aus poliertem Aluminium
Abmessungen (L×B×H): 442,5 × 178 × 38,5mm

  • 26 Key-Rollover
  • 13 vorgefertigte RGB-Modi
  • 11 integrierte Multimedia-Tasten
  • 20 Millionen Anschläge Lebensdauer, 2 Jahre Garantie

Auffälligkeiten & Negatives

Das Tastenlayout dürfte wohl der größte Kritikpunkt sein, denn physikalisch verbaut ist QWERTY.
Auf den Tasten ist dann in weißer Farbe das QWERTZ-Layout ergänzt. Das führt dann aber leider dazu, dass lediglich das in den Keycaps transparente QWERTY-Layout beleuchtet wird, die nachträglich ergänzte QWERTZ-Beschriftung nicht:
Tastatur ausgepackt und „Zubehör“ Quelle: OC Tastatur ausgepackt und „Zubehör“ Tastatur beleuchtet Quelle: OC Tastatur beleuchtet Das führt gerade beim "Anlernen" etwas zu Verwirrung. Ich habe zudem keinen Weg gefunden, einige Symbole wie ">" und "<" mit der Tastatur zu schreiben. Die finden sich zwar auf der Tastatur, wurden aber mit " , " und " . " ersetzt.

Bei dem USB-Kabel hat man auf eine geflochtene Ummantelung verzichtet und es stattdessen gummiert. Dieses Gummi hätte man aber lieber für die Unterseite der Tastatur bzw. die Standfüße verwendet. Die unteren Pads sind nämlich hart und verhindern das Verrutschen der Tastatur nur bedingt. Bei den Standfüßen kann man sogar die Ausbuchtungen erkennen, wo Anti-Rutsch-Pads hätten angebracht werden können:
Standfuß Quelle: OC Standfuß

Haptik, Tippgefühl & Lautstärke

Trotz der Deckplatte aus Aluminium lässt sich die Tastatur mit etwas Kraftaufwand verbiegen, bei aufgestellten Standfüßen und Druck auf den mittleren, oberen Bereich der Tastatur biegt sie sich etwas nach unten. Bei normaler Nutzung ist sie aber ausreichend stabil.

Mit etwa 870 g liegt die Tastatur angenehm in der Hand, einen vielleicht für den Preis zu erwartenden billigen Eindruck macht sie definitiv nicht. Die Keycaps lassen sich leicht kippeln, eine negative Auswirkung auf das Schreibgefühl könnte ich aber nicht feststellen.
Die verbauten Huano Blue Switches sind wie für die Farbe üblich nicht-linear und haben einen festen Auslösepunkt, welcher sowohl deutlich spürbar als auch hörbar ist. Eine Spezifikation für die Strecke in Millimeter bis zum Auslösen konnte ich leider nicht finden, die Tasten lösen aber schnell aus. Der Tastendruck wird mit 60 ± 10g angegeben.

Wie bei Blue Switches üblich sind diese deutlich zu hören, ein gewisser Schreibmaschinen-Flair kam für mich als Red-Nutzer durchaus auf; leider nicht nur bei mir, denn auch die Freunde im Voicechat durften daran teilhaben. Es empfiehlt sich also, die Empfindlichkeit für sein Mikrofon etwas runterzuschrauben. Zudem ist mir teils ein unschöner Widerhall nach einem Tastendruck aufgefallen, wenn die Tastatur auf die Füße gestellt wird. Generell ist die Tastatur aufgestellt etwas lauter als flach auf dem Tisch.

Ergonomie und Verlässlichkeit

Das Layout der Tastatur ist leicht konkav aufgebaut, die mittlere Reihe ist am tiefsten angewinkelt.
Auf eine Handballenauflage wurde leider verzichtet, was bei dieser recht hohen Tastatur durchaus sinnvoll gewesen wäre. Ich rate definitiv dazu, sich selbst noch eine passende für wenige Euro dazuzukaufen. Interessant ist aber, dass man sogar die Halterungen sieht, an die eine Ablage hätte angebracht werden können:
Rückseite Quelle: OC Rückseite Dank des 26 Key-Rollovers habe ich im normalen Betrieb kein Ghosting oder nicht registrierte Tastenanschläge bemerken können. Provoziert man es mit mehreren gleichzeitig gedrückten Tasten in direkter Nähe zueinander lässt es sich zwar provozieren, aber die wenigsten dürften ihr Kennwort mit dem Gesicht eingeben.

Beleuchtung & Effekte

Abseits der statisch einfarbigen Beleuchtung sind noch 12 weitere Modi hinterlegt:

  • Farbwelle, vertikal - Farbwechsel in Wellen von links oder rechts
  • Farbwelle, horizontal - Farbwechsel in Wellen von oben oder unten
  • Trigger - die gedrückte Taste leuchtet in einer zufälligen Farbe und fadet dann aus
  • Streifen - die gedrückte Taste sendet in ihrer Reihe nach links und rechts ein einfarbiges "Signal" aus
  • Farbwechsel - Farbwechsel aller Tasten durch alle Farben
  • Sinuswelle - von der linken Seite aus schlängelt sich eine Welle über die Tastatur
  • Feuer - alle Tasten flackern zwischen verschiedenen Rot- und Orangetönen
  • Streifen 2 - von der Mitte gehen in jeder Reihe Signale in zufälliger Farbe nach außen
  • Spektrumkreis - ein sich von der Mitte ausgehend drehender Farbkreis
  • Zufall - zufällige Tasten leuchten in zufälliger Farbe auf
  • Welle - einfarbige Welle in Rot von links oder rechts
  • Feuer 2 - alle Tasten flackern in Rot

Die Laufrichtung der Effekte lässt sich mit FN + F11 ändern, die Helligkeit der Beleuchtung ist nicht einstellbar.

Fazit

Für den geringen Preis von zum Testzeitpunkt (März 2020) gerade mal 30 Euro bekommt man mit der Inter-Tech Nitrox NK-2000ME eine solide Tastatur, die Vieles richtig macht. Über die fehlende Umflechtung des Kabels und wenig effektiven Anti-Rutsch Pads kann bei dem Preis hinweggesehen werden. Wen die etwas gewöhnungsbedürftige Doppelbeschriftung der Tasten mit QWERTZ und QWERTY gleichzeitig nicht stört, bekommt hier viel für sein Geld geboten. Die meiner Meinung nach absolut sinnvolle Handballenauflage sollte aber noch dazu gekauft werden!


Vielen Dank an Inter-Tech für das Bereitstellen der Tastatur!

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    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Bei nur 20 Mio. garantierten Anschlägen ist natürlich keine deutsche Markenqualität zu erwarten. Vor allem nicht für den Preis.
        Wer aber unbedingt auf 10 Jahre Nutzungszeit gesehen die letzten 30 Euro am PC sparen möchte, .... da trinke ich lieber pro Monat ein Bier weniger.
        Da es aber natürlich genügend Menschen da draussen gibt, die selbst dann noch jeden Euro mehrmals umdrehen müssen, will ich denen das nicht voreilig madig reden, lediglich zum Nachdenken anregen.
        Irgendwo muss der niedrige Preis ja schließlich herkommen, oder?
        Ich bin selbst auch schon auf besonders günstige Dinge hereingefallen, passt also bitte einfach nur ein wenig auf.
        In unserer Firma wird auch nur Billigscheiße gekauft, mit den entsprechend extrem hohen Ausfallraten und Bedieneinschränkungen. Und keiner lernt daraus.
        Die einzelnen Maschinen kosten jeweils locker 800.000 Euro und werden für 10 Jahre gekauft, die Software dafür nochmals 10.000 pro Arbeitsplatz, das PC-Gehäuse darf aber nur 30 Euro kosten und fällt beim Anschauen fast auseinander, Maus und Tastatur zusammen für unter 20 Euro, die lösen sich nach 6 Monaten auf, sollen aber möglichst 10 Jahre halten. Findet den Fehler.
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Bei nur 20 Mio. garantierten Anschlägen ist natürlich keine deutsche Markenqualität zu erwarten. Vor allem nicht für den Preis.
        Wer aber unbedingt auf 10 Jahre Nutzungszeit gesehen die letzten 30 Euro am PC sparen möchte, .... da trinke ich lieber pro Monat ein Bier weniger.
        Da es aber natürlich genügend Menschen da draussen gibt, die selbst dann noch jeden Euro mehrmals umdrehen müssen, will ich denen das nicht voreilig madig reden, lediglich zum Nachdenken anregen.
        Irgendwo muss der niedrige Preis ja schließlich herkommen, oder?
        Ich bin selbst auch schon auf besonders günstige Dinge hereingefallen, passt also bitte einfach nur ein wenig auf.
        In unserer Firma wird auch nur Billigscheiße gekauft, mit den entsprechend extrem hohen Ausfallraten und Bedieneinschränkungen. Und keiner lernt daraus.
        Die einzelnen Maschinen kosten jeweils locker 800.000 Euro und werden für 10 Jahre gekauft, die Software dafür nochmals 10.000 pro Arbeitsplatz, das PC-Gehäuse darf aber nur 30 Euro kosten und fällt beim Anschauen fast auseinander, Maus und Tastatur zusammen für unter 20 Euro, die lösen sich nach 6 Monaten auf, sollen aber möglichst 10 Jahre halten. Findet den Fehler.
      • Von PCGH_Stephan Volt-Modder(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Das Lesen des Artikels wäre eine Möglichkeit, um davon zu erfahren.

        Zitat von Tim-CrossfireMachine
        Das Tastenlayout dürfte wohl der größte Kritikpunkt sein, denn physikalisch verbaut ist QWERTY.
        Auf den Tasten ist dann in weißer Farbe das QWERTZ-Layout ergänzt. Das führt dann aber leider dazu, dass lediglich das in den Keycaps transparente QWERTY-Layout beleuchtet wird, die nachträglich ergänzte QWERTZ-Beschriftung nicht
      • Von Akinatorlord Guest
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Vielleicht sollte erwähnt werden das es sich um eine Englische Tastatur Layout handelt die nur zusätzlich für den deutschen Markt bedruckt wurde xD
      Direkt zum Diskussionsende
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