Cherry MX-Board 3.0 im Test - Leserartikel von Aeton
Nachdem der Markt von den Gummidom-Tastaturen übernommen wurde, da diese billig herzustellen sind, gerieten mechanische Tastaturen lange Zeit in Vergessenheit. Doch jetzt lernen viele Menschen, vom Vielschreiber bis zum Spieler, die Vorteile einer mechanischen Tastatur zu schätzen. Denn im Gegensatz zu den Rubberdome-Schaltern haben die mechanischen eine deutlich höhere Haltbarkeit und Präzision, was vor allem die zweite Nutzergruppe verlangt. Bei längeren Recherchen fällt einem das günstige Cherry MX-Board 3.0 ins Auge. In meinem Review werde ich dieses unter die Lupe nehmen und Ihnen davon berichten, wie sie sich im Alltag geschlagen hat.
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Dankesagung
Zunächst möchte ich mich bei technikPR für die Bereitstellung des Testsamples bedanken.
Verpackung und Lieferumfang
Wenn man sich die Verpackung anschaut, fällt einem sofort auf, dass diese sehr schlicht gehalten ist. Auf der Vorderseite legt sich ein Bild des Produktes großflächig über die Fläche, zudem sind die verwendeten Schalter abgebildet.
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[Test] Cherry MX-Board 3.0 (1)
Auf der Rückseite bekommt man einen Überblick über alle Cherry-MX-Schalter. Nach dem Öffnen sieht man sofort die Tastatur in Plastikfolie eingehüllt liegen.
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[Test] Cherry MX-Board 3.0 (2)
Entnimmt man diese dem Karton, kommen die Bedienungsanleitung und die Rutschsicherungen zum Vorschein. Unter einer anderen Hülle befindet sich das abnehmbare USB Kabel und die Gummikappen für die Verstellfüße.
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[Test] Cherry MX-Board 3.0 (3)
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[Test] Cherry MX-Board 3.0 (4)
Äußerlichkeiten
Das spartanisch ausgestattete Cherry MX-Board 3.0 bietet ein schwarzes Gehäuse und ein beleuchtetes Cherry-Logo.
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[Test] Cherry MX-Board 3.0 (5)
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[Test] Cherry MX-Board 3.0 (6)
Die Tastatur ist mit ihren 830 Gramm relativ leicht, fühlt sich aber dennoch wertig an. Obwohl sie aus Plastik gefertigt ist, ist sie schwer zu verbiegen, denn im Inneren liegt eine Stahlplatte zur Verstärkung. Schon ab Werk sind auf der Unterseite zwei kleine Gumminoppen angebracht. Die Rutschfestigkeit lässt sich durch die Flächenrutschsicherungen und die Gummikappen individuell anpassen. Ich habe die Tastatur ganz aufgestellt, wodurch ich auf die Flächenrutschsicherung verzichten muss. Die Tastatur rutscht zwar so nicht leicht weg, ist aber dennoch verschiebbar.
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[Test] Cherry MX-Board 3.0 (7)
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[Test] Cherry MX-Board 3.0 (8)
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[Test] Cherry MX-Board 3.0 (9)
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[Test] Cherry MX-Board 3.0 (20)
Technische Details
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[Test] Cherry MX-Board 3.0 (18)
Die 105 Tasten des ISO-DE-Layouts wurde um 4 Tasten erweitert, mit denen sich die Lautstärke regeln und die Startseite aufrufen lässt. Diese wurden rechts oben platziert, wo normalerweise die Status-LEDs liegen würden. Letztere mussten auf die jeweiligen Tasten ausweichen. Zudem lassen sich per Shortcut die Windows-Tasten deaktivieren, auch der Nummernblock lässt sich leicht deaktivieren. Unter dem Cherry-Logo befindet sich der Mini-USB-Port, an dem sich das 1,8 Meter lange Kabel für den Transport ohne Probleme abnehmen lässt. Zudem sehe ich hier den Vorteil, dass bei einem Kabelbruch nicht sofort die ganze Tastatur ersetzt werden muss.
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[Test] Cherry MX-Board 3.0 (10)
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[Test] Cherry MX-Board 3.0 (11)
Switches
Mein Testmuster ist mit den schwarzen MX-Schaltern ausgestattet, welche ebenfalls aus dem Hause Cherry stammen. Diese zeichnen sich durch ihren niedrigen Druckpunkt und ihre recht hohe Betätigungskraft von 40 bis 80 Gramm aus. Zudem sind sie linear, sie lösen nach 2 Millimetern aus und lassen sich insgesamt 4 Millimeter eindrücken. Der Umschaltpunkt ist nicht spürbar. Aus all diesen Gründen sind sie bestens für Ego-Shooter und Vielschreiber geeignet. Zudem sind sie für mechanische Schalter relativ leise.
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[Test] Cherry MX-Board 3.0 (19)
Alle Tasten inkl. der Multimedia-Tasten sind mit den schwarzen MX-Schaltern ausgestattet.
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[Test] Cherry MX-Board 3.0 (12)
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[Test] Cherry MX-Board 3.0 (13)
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[Test] Cherry MX-Board 3.0 (14)
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[Test] Cherry MX-Board 3.0 (15)
Tastenkappen
Die Oberflächen der Tastenkappen sind walzenförmig konturiert und bestehen aus Kunststoff. Die Beschriftung wurde per Laser in den Kunststoff graviert und dann mit weißem Werkstoff aufgefüllt. Deshalb sind diese fühlbar und bei weniger Lichteinfall gut zu lesen. Doch bei mir machen sich schon nach 2 Monaten leichte Abnutzungen bemerkbar, aber die Schriftzeichen bleiben lesbar.
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[Test] Cherry MX-Board 3.0 (16)
Eine weitere Besonderheit der Tastatur sind die recht flachen Tastenkappen. Diese sind entgegen der meisten mechanischen Tastaturen recht flach, trotzdem nicht mit Laptop-Tasten zu vergeichen. Ich würde von einem guten Kompromiss sprechen.
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[Test] Cherry MX-Board 3.0 (17)
Praxistest
Das Cherry MX-Board 3.0 ist mit dem Wichtigsten ausgestattet, damit kompakt und komfortabel, was behagliches Arbeiten und Spielen ermöglicht. Auch die flachen Tastenkappen sind ein guter Kompromiss. Die Flächenrutschsicherungen erledigen ebenfalls ihre Aufgabe, auch wenn man sie bei Verwendung der Verstellfüße nicht nutzen kann. Ohne Letztere liegt die Tastatur zu flach auf dem Schreibtisch, was Arbeiten fast unbequem macht. Zudem bleibt die Tastatur sauber, jedoch bilden sich an häufig genutzten Stellen Ablagerungen, die aber ohne Problem zu beseitigen sind. Ebenfalls bietet die Möglichkeit, die Tastenkappen abzunehmen, einen weiteren Vorteil zur Reinigung. Die linearen schwarzen Cherry-MX-Schalter bieten aufgrund ihrer größeren Widerstands eine hohe Präzision. Die Lautstärke der Tastatur ist meiner Meinung nach nicht sehr laut oder gar störend, was auch ein Nebeneffekt der flachen Tastenkappen ist. Trotzdem lässt sich einer Eingewöhnungsphase nicht entgehen, was zu Beginn auch leichte Fingerschmerzen verursachen kann. Aber nach kurzer Zeit sollte man mit der Tastatur vertraut sein, auch ich merkte sofort, dass ich schneller schreiben konnte als mit meiner alten, nicht mechanischen Tastatur. All diese Eindrücke basieren natürlich auf meinen Erfahrungen und sind damit nicht auf andere Benutzer übertragbar.
Anti-Ghosting
Nur kurz ansprechen möchte ich das Thema Anti-Ghosting. Darunter versteht mn den Effekt, dass ein Tastendruck registriert wird, der vom Anwender aber nicht ausgeführt wurde. Bei mechanischen Tastaturen ist dies jedoch sehr unwahrscheinlich, da jede Taste ihren eigenen Switch hat.
Fazit
Mit einem Preis von ca 60 Euro ist das Cherry MX-Board 3.0 eine aufs Notwendigste reduzierte mechanische Tastatur mit ein paar Features, die zur günstigsten ihrer Art zählt. Die spartanische Ausstattung wird um ein leuchtendes Logo, deaktivierbare Windows-Tasten, flache Tastenkappen, der großen Auswahl an verschiedenen Switches und den Multimedia-Tasten ergänzt. Negative fiel die fehlende Handballenauflage auf, die ich auch getestet hatte. Sie verließ ihren Platz aber schnell wieder, da sie mir unangenehm war. Positiv sind die gute Verarbeitung, die Tastenkappen und natürlich die große Auswahl an Schaltern.

Was mich nur wundert an den ganzen Reviews ist, dass immer die Verwindungssteifigkeit gelobt wird, dabei kann ich bestätigen, dass sich meine Tastatur mit Ordentlich Knarzen genau so viel verwinden lässt wie meine alte Microsoft Wireless Tastatur (ja, die mit den gigantischen Empfängern). Davon ist beim Tippen natürlich nichts zu spüren, allerdings würde ich hier nicht umbedingt von Wertigkeit sprechen. Was auch noch nach zwei Jahren auffällt ist, dass oben bei dem Cherry Logo der Lack welcher dieses Logo abschirmt sodass nur ein "Cherry" leuchtet zwei Risse oben und unten hat, wo man das LED-Licht durchscheinen sieht. Nicht besonders schön, aber für 60€ akzeptabel.
Alles in Allem würde ich trotzdem die Tastatur immer weiterempfehlen, egal ob für Office oder fürs Spielen, das Schreibgefühl wo man die Tasten nur ganz leicht antippen muss bis der Raster nach 2mm kommt ist einfach kein vergleich ggü. den unpräzisen Rubberdomes, lieber gleich 30€ mehr bezahlen und eine haltbare Tastatur kaufen mit Mechanischen Schaltern. Nie wieder Rubberdome!!