Nützt Datenschutz nur Leuten, die etwas zu verbergen haben?

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News Thomas Schleider

Sie fürchten sich vor Googles Sammelwut? Womöglich zu Recht. In einem Fernsehinterview zeigt CEO Eric Schmidt zumindest kein Verständnis für jegliche Bedenken seitens der Datenschützer.

Googles CEO Erich Schmidt Quelle: Google Googles CEO Erich Schmidt Googles CEO, Eric Schmidt, musste sich kürzlich in einem Interview mit kritischen Fragen über den Datenschutz seines Unternehmens auseinandersetzen. Gegnern der enormen Neugier und Daten-Sammelwut der Suchmaschine wie auch anderen Diensten des Google-Imperiums gab er jedoch keine Entwarnung - ganz im Gegenteil.

Auf die entsprechende Frage, was er von den ganzen Zweifeln seitens Datenschutz-Rechtlern im Bezug auf Google hält, antwortete Eric Schmidt Folgendes:

"Wenn es etwas gibt, dass Sie andere nicht wissen lassen wollen, hätten Sie es vielleicht gar nicht erst tun sollen."

Der Google-Chef und -Mitbegründer gab auch Befürchtungen Recht, dass Google nicht alle gesammelten Daten nur für sich selbst hortet:

"[...] In Wirklichkeit bewahren alle Suchmaschinen - inklusive Google - persönliche Daten für einige Zeit auf und es ist beispielsweise wichtig, dass wir alle in den Vereinigten Staaten dem Patriot Act [Siehe Wikipedia-Artikel] Rechnung tragen müssen und es ist möglich, dass alle Informationen den staatlichen Behörden zugänglich gemacht werden könnten."

Kurios: Eric Schmidt wurde einst selbst Opfer einer Datenschutz-Panne, als die eigene Google-Suchmaschine der Webseite CNET 2005 vertrauliche Informationen über sein Privatleben ausgab, welches das Online-Magazin anschließend veröffentlichte. Daraufhin schloss er CNET laut CNN für ein ganzes Jahr von den Suchergebnissen Googles aus.

Was halten Sie von den Aussagen von Googles CEO Eric Schmidt? Sind jene unbedenklich oder alarmierend? Nutzen Sie die Kommentarfunktion!

Hier das Youtube-Video mit dem wichtigsten Teil des Fernseh-Interviews im englischen Originalton:

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    • Kommentare (27)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Hayab PC-Selbstbauer(in)
        AW: Google-CEO äußert sich abfällig über Datenschutz-Bedenken

        GoogleMail e.t.c ist fuer datentausch gut geeignet wenn, man zumindest 1024 Bit verschluesselung mit sehr sehr langen paswoerter benutzt. Sonst ist man durchsichtig wie ein Glasaal.
      • Von Hayab PC-Selbstbauer(in)
        AW: Google-CEO äußert sich abfällig über Datenschutz-Bedenken

        GoogleMail e.t.c ist fuer datentausch gut geeignet wenn, man zumindest 1024 Bit verschluesselung mit sehr sehr langen paswoerter benutzt. Sonst ist man durchsichtig wie ein Glasaal.
      • Von Overclocker06 PC-Selbstbauer(in)
        AW: Google-CEO äußert sich abfällig über Datenschutz-Bedenken

        Dass US-Sicherheitsbehörden Einblick in solche Daten haben, sollte nicht verwundern. Ich denke die CIA oder auch der BND können sowieso überall reinschauen wenn sie wollen, außer auf deinen PC. Aber selbst da, wenn sie richterlich dazu befugt worden sind.
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        AW: Google-CEO äußert sich abfällig über Datenschutz-Bedenken

        Zitat von RuneDRS
        das hat nix mit Leichtgläubigkeit zu tun, ich weiss, dass jeder Beitrag, jedes Bild und von mir gedrehte Video, was ich mal rein gestellt habe auf mich zurück zu führen ist. Bin mir dessen bewusst! Aber ich mache nicht solch eine Jammerei daraus. Weil ich diese Sachen gewollt rein gestellt habe.
        Du denkst schon dran, das Google nicht nur auswertet, was du reinstellst, sondern nach allen Möglichkeiten der Kunst auch, was du runterlädst/anguckst?
        Und jetzt erzähl mir nicht, dass das ausschließlich Inhalte sind, bei denen du kein Problem damit hättest, wenn sie jede x-beliebige Person von Eltern über Partner bis hin zum Arbeitgeber, von ihnen wüsste.
      • Von midnight BIOS-Overclocker(in)
        AW: Google-CEO äußert sich abfällig über Datenschutz-Bedenken

        Zitat von DarkMo
        wenn du das reinstellst in bestem wissen und gewissen is doch klar, das dich das nich juckt wenns einer findet. es geht den anderen doch aber eben gerade um den fall, das andere dinge über dich im netz verbreiten. darauf hast du keinen einfluss, du weist nicht was verbreitet wird und andere können nicht entscheiden was nun wahr ist und was erlogen um dich zu ärgern im besten falle ^^

        wenn dir das bishern icht passiert is, klar. aber da kannst du persönlich drauf achten wie du willst, einfluss hast du wenig darauf. ebenso kannst du von deinem "sauberen" fall nicht auf die allgemeinheit schließen. anderen is son mist aber sicher schon passiert, die sich auch sehr bewusst im netz bewegen, wie du zum bsp. und in solch einem falle is das ganze sicher nich mehr lustig und genau das versuchen dir die anderen wohl nahe zu bringen ^^
        Aber ist Google jetzt schuld daran, dass die Dinge über dich finden, die von anderen ohne dein Wissen veröffentlicht wurden?

        Was andere über mich veröffentlichen kann ich nunmal einfach nicht beeinflussen.
        Soll ich jetzt jeden Post mit meinem PGP-Schlüssel signieren, damit jeder weiß, dass es von mir kommt? Was ich über mich veröffentliche weiß ich und das kann ich zu 100% verantworten.

        Das die Amis nunmal allerhand sammeln um "Terror zu bekämpfen" kann ich nunmal nicht ändern und Google genausowenig.

        so far
      • Von gamemen Kabelverknoter(in)
        AW: Google-CEO äußert sich abfällig über Datenschutz-Bedenken

        Daß einige Regierungen sich aus Inkompetenz und mangelndem technischen Verständnis damit abgefunden haben,daß das I-Net zu einem rechtsfreien Raum verkommt, ist ja eine unbestrittene Tatsache,daß aber die potentiellen Opfer in-
        zwischen freiwillig auf Ihre staalich garantierten Rechte verzichten und das auch noch im Internet kundtun,halte ich für bedenklich.
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