Der Google-Dienst Street View gerät vermehrt in die Kritik von Datenschützern. Nun legt der Bundesrat einen Gesetzesentwurf vor, der Klarheit schaffen soll.
Der Suchmaschinen-Betreiber Google bietet mit dem Dienst Street View für Nutzer die Möglichkeit Regionen anzusehen. Dabei sind selbst Details wie Kennziffern von PKWs und Gesichter von Mitmenschen zu erkennen. Kritik gegen Google Street View hagelt es von allen Seiten - gerade Datenschützer plädieren darauf, dass Google bestimmte Informationen ausfiltern oder unkenntlich machen müsste.
Die Länderkammern von Hamburg und Saarland legten nun dem Bundesrat einen Gesetzesentwurf vor. Dieser sieht vor, dass Kfz-Kennzeichen und Gesichter unkenntlich gemacht werden müssen bevor diese Daten im Internet veröffentlicht werden. Abgebildete Menschen bekommen ein uneingeschränktes Widerspruchsrecht zugesprochen. Genauso können Besitzer von Häusern für die Anonymität ihrer Person/Häuser gegen Google vorgehen und verlangen, dass die entsprechenden Daten in Google Street View nicht sichtbar dargestellt werden. Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer vertritt die Ansicht, dass der Gesetzesentwurf in erster Linie politischer Aktionismus sei. Das Gesetz würde sich auch gegen Anbieter von Navigationsdaten von Autos, Luftaufnahmen oder Satellitenbildern richten. Der Suchmaschinen-Anbieter Google soll bereits bestimmte Daten unkenntlich darstellen, laut Scheer.
Der Justizsenator von Hamburg Till Steffen hält gegen und meint, dass die Selbstverpflichtungen von Google nicht ausreichend seien. Außerdem gibt es zurzeit keine gesetzliche Regelung diesbezüglich, sodass jeder Anbieter eines solchen Dienstes wie Street View selbst bestimmen könnte, welche Daten veröffentlicht werden. Till Steffen fordert, dass die Bürger selbst entscheiden sollen, ob sie selbst, Häuser oder Kfz-Kennzeichen über Google Street View zu erkennen sind oder nicht.
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Wenn auf einem unserer Bilder ein Autokennzeichen oder ein Gesicht (z. B. das eines Passanten auf dem Gehweg) zu erkennen sind, werden diese vor der Veröffentlichung mithilfe des Software automatisch unkenntlich gemacht. Diese Software ist die beste verfügbare Technologie: Mit ihr werden nahezu 100 Prozent der erkennbaren Gesichter und Autokennzeichen unkenntlichgemacht.
1. Also das ist für mich nicht weitesgehend
2. Zu Google ... Es sind auch nicht nahezu 100% ! Das rote Auto kennen wir ja schon, aber was ist mit den anderen Fahrzeugen... weiter rechts in View sind noch mehr Kennzeichen zu erkennen.
Und DANKE Google, jetzt kenn ich das Militärgelände neben diesen Platz!
Wo ausdrücklich am Zaun Hinweisschilder befestigt sind, mit Text und Bild alle 10m das hier Fotos Verboten sind.
Wenn ich dort mal zu Fuß gehe, ist das Militärgelände schlecht einsehbar.
Aber mit Steet View, hab ich ein Super Ausblick!
Woher ich das weiß:
Ich bin auf dieser ecke 2-3 mal im Jahr, weil dort meine Verwandschaft wohnt. Und will jetzt auch nicht den Aufpasser Spielen, aber sowas finde ich nicht richtig von Google.
Mir wäre es egal, ob ich oder mein Auto zu erkennen ist. Sehen hunderte Menschen täglich, aber wer achtet denn nun grad bei Google genau auf mich? Und ein potentieller Einbrecher plant seine Coup nun auch nicht über Streetview, sondern guckt sich das Haus seiner Begierde schon selbst noch an. Finde diese Diskussion einfach nur affig. Was ist denn schon dabei? Ich jedenfalls würde eine baldige Einführung von Streetview mit dem größtmöglichen Detailreichtum begrüßen.
Ihr wollt gar nicht wissen auf wievielen "Urlaubs/Touristenfotos" ihr evtl schon seid ^^