PCGH-Plus Label 9 NVME-SSDs im Test: Die Königsklasse der SSDs

PCGH Plus: Endlich! Die Speicherpreise sinken wieder und selbst die teuren Modelle der NVME-Königsklasse werden erschwinglicher. Wir bitten aktuelle Modelle zum Test. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 06/2018.

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9 NVME-SSDs im Test: Die Königsklasse der SSDs
Quelle: PC Games Hardware

Einleitung: 9 NVME-SSDs im Test

Es sind wirklich keine guten Zeiten, um den Spielerechner aufzurüsten: Dank des Krypto-Minings haben die Preise für Grafikkarten schmerzhaft angezogen und auch Arbeitsspeicher-Riegel sind nach wie vor auf einem hohen Preisniveau, das sogar leicht ansteigt. Zumindest die SSD-Preise geben Grund zur Freude: Der Preisanstieg aufgrund der Flash-Knappheit ist überwunden und die Tendenz geht wieder konstant nach unten.

Letztes Jahr um diese Zeit haben die NAND-Flash-Hersteller ihre Produktion vom planaren 2D-NAND auf 3D-NAND umgestellt, der mittlerweile ausschließlich in neuen Modellen vorkommt. Dabei werden die Zellen auf den Chip vertikal gestapelt, weswegen der Marktführer Samsung diese Variante auch V-NAND (Vertical NAND) nennt. Das Prinzip ist jedoch stets gleich, egal ob V- oder 3D-NAND:

Folgende Produkte finden Sie im Test: • Samsung SSD 970 Pro
• Samsung SSD 970 Evo
• Intel Optane SSD 900P
• Intel SSD 760p
• Plextor M8Se
• Plextor M9Pe
• Corsair Neutron NX500
• Kingston KC1000
• Kingston A1000

Mit der Zellenstapelung ist eine höhere Dichte auf dem Chip möglich, die weniger beim 2,5-Zoll-Formfaktor sondern vielmehr bei den kleinen M.2-Platinen relevant ist. Letztere haben sich bei den hier getesteten PCI-Express-Modellen durchgesetzt. Noch immer erscheinen aber einige Hochleistungsmodelle ausschließlich im Steckkartenformat, wie etwa eine Intel Optane 900P oder eine Cors­air Neutron NX500, die über einen passiven Kühlkorper verfügen, der aber nur scheinbar Sinn ergibt. Denn die meiste Zeit verbringt die SSD im Ruhezustand, in dem sie ohnehin nicht warm wird.

Was bringt die (passive) Kühlung einer SSD?

Unter Dauerlast werden PCI-Express-SSDs ziemlich warm. Im Ruhezustand melden die Sensoren bestenfalls um die 30 Grad, was sich unter Last gut und gerne verdoppeln kann. Ab einer gewissen Grenze wird die Leistung temperaturbedingt gedrosselt. Die Patriot Hellfire hatte beispielsweise ihrem Namen alle Ehre gemacht, indem sie stets zwischen 50 und 90 Grad warm wurde. Die hohe Temperatur ist jedoch nicht kritisch, da die synthetische Dauerlast eines Benchmarks in der Praxis so gut wie nie vorkommt. Die Drosselung setzt also erst dann ein, wenn bereits etliche Gigabyte geschrieben sind. Nun gibt es zwar einige Passivkühler für M.2-SSDs, wirklich sinnvoll oder gar notwendig sind sie jedoch nicht. Nicht nur, um die Spezifikation einzuhalten, erscheinen fast alle M.2-Modelle ohne einen Kühlkörper. Ausnahme sind etwa die von Plextor, welche als (hier getestete) Steckkarte oder alternativ je mit und ohne Kühler als M.2-Variante erhältlich ist. In der Leistung unterscheiden sich die ansonsten technisch identischen Varianten aber nicht. Auch bei anderen PCI-E-Modellen hat die Kühlung keinen Einfluss auf die Praxisleistung. Und darüber, ob mit dem etwas kühleren Betrieb die Lebensdauer erhöht wird, kann bestenfalls spekuliert werden.

Die wohl interessantesten Neu­erscheinungen unter den NVME-SSDs sind die 970er Modelle. Mit der 960 Pro hat Samsung vor eineinhalb Jahren die Spitzenposition unter den Consumer-SSDs besetzt und mit der 960 Evo die Preis-Leistungs-Führerschaft für sich beansprucht. Andere Modelle hatten es schwer, sich zwischen den beiden zu positionieren. Doch die Konkurrenz hatte nun Zeit, am Monopol zu rütteln. Der Markt wäre nun also nicht mehr ganz so einfarbig, hätte Samsung nicht Ende April mit den 970ern nachgelegt. Hier eine aktuelle Preisübersicht 960/970.

  Samsung SSD 970 Evo     Samsung SSD 970 Pro  
Kapazität UVP €/GB Kapazität UVP €/GB
250 GB 119,90 € 0,48 €   -  
500 GB 219,90 € 0,44 € 512 GB 303,00 € 0,59 €
1 TB 429,90 € 0,43 € 1024 GB 580,00 € 0,56 €
2 TB 809,90 € 0,40 €   -  

Samsung SSD 970 Pro im Test

Die Unterschiede zum Vorgänger sind marginal. Es war zu erwarten, dass das Nachfolgermodell im Vergleich zur 960 Pro keine großen Unterschiede aufweist. Zum einen hat es Samsung nicht nötig, die Leistung groß aufzubohren - so können der 960 Pro aktuell nur deutlich teurere Modelle das Wasser reichen -, zum anderen ist die Bandbreite der vier PCI-E-Lanes schon nahezu ausgeschöpft. Wie auch bei der SATA-Schnittstelle ist es nur noch ein homöopathisches Leistungs­plus, das jedes neue Modell machen wird. Genauso wie die 960 Pro liest eine 970 Pro sequenziell mit höchstens 3,5 GiB/s. Im sequenziellen Schreiben ist sie laut Datenblatt etwas schneller geworden: In einer

Kapazität von einem Terabyte schafft sie nun 2,700 MB/s, in der 512-GiB-Version immerhin noch 2,300 MB/s, was an den weniger angebundenen Flash-Chips liegen dürfte. Die 960 Pro schreibt sequenziell mit bis zu 2.100 MB/s. Samsung betont die um 30 Prozent höhere IOPS-Leistung der 970 Pro hervor.

Wir haben die an sich langsamere 512-GiB-Version getestet und können das Leistungsplus bestätigen. Samsung möchte die neuen 970er Modelle ab Anfang Mai auf den Markt bringen. Es bleibt abzuwarten, ob sie mit ihrem Preis für Privatanwender interessant werden. Samsung möchte die neuen 970er Modelle ab Anfang Mai auf den Markt bringen. Es bleibt abzuwarten, ob sie mit ihrem Preis für Privatanwender interessant werden. Zur Produktvorstellung Mitte April in Hamburg haben wir die neue Samsung SSD 970 Evo in Betrieb testen können. Mittlerweile war sie auch bei uns im Testlabor. Zur Produktvorstellung Mitte April in Hamburg haben wir die neue Samsung SSD 970 Evo in Betrieb testen können. Mittlerweile war sie auch bei uns im Testlabor. Unser IOPS-Benchmark läuft mit einer Queue Depth (QD) von 32. Die Leistung bei vielen Schreibbefehlen in der Warteschlange ist also merklich höher. Ein Bootvorgang hat etwa eine hohe QD, der sollte davon profitieren - wenn auch nicht unbedingt spürbar, da Windows auf NVME-SSDs generell schon recht schnell bootet. Mit der 970 Pro lässt Samsung auch die 2-TiB-Variante sterben, sodass die SSD nur in den beiden geringeren Kapazitäten verfügbar ist. Samsung begründet das mit einem für den Verbrauchermarkt zu hohen Preis. Der Gigabyte-Preis ist bei den Pro-Modellen ohnehin recht hoch und steigt bekanntermaßen direkt proportional zur Kapazität. Gerade wegen des relativ hohen Preises und des geringen Leistungsunterschiedes ist für die meisten Privatanwender, wozu Gamer gehören, eine günstigere NVME-SSD interessanter. Erst recht jetzt, wo die 970 Evo in der Leistung der 970 Pro näher ist als ihrem Vorgänger. Bisher sind die Preise für die 970er-Serie auch noch zu hoch, siehe Tabelle.

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  • Samsung SSD 970 Evo
  • Intel Optane SSD 900P
  • Intel SSD 760p
  • Plextor M8Se
  • Plextor M9Pe
  • Corsair Neutron NX500
  • Kingston KC1000
  • Kingston A1000
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