OCZ Z-Drive 4500 mit Toshiba-Flash: Abgespeckte R4 als Nachfolger, Preise bis 6.500 US-Dollar
Nachdem die bestehenden Vector- sowie Vertex-SSDs auf Flash-Speicher aus dem neuen Mutterkonzern Toshiba umgestellt worden sind, folgt nun auch das erste PCI-Express-Modell aus dem Enterprise-Segment. Aus dem Z-Drive R4 wird nunmehr das Z-Drive 4500, allerdings mit deutlich schlechteren Leistungswerten auf dem Datenblatt. Preislich werden 2.355 (800 GB), 3.806 (1,6 TB) respektive 6.533 US-Dollar (3,2 TB) fällig.
Mitte Januar hat Toshiba den SSD-Hersteller OCZ endgültig übernommen, führt die Laufwerke allerdings unter dem alten Markennamen fort. Seitdem wird das Produktportfolio kontinuierlich auf den hauseigenen Flash-Speicher (19 nm, MLC) umgestellt, so auch bei den hochpreisigen Enterprise-Lösungen. Das Z-Drive 4500 stellt eine sogenannte FHHL-Serverlösung (Full Height, Half Length) dar, die den kompletten Erweiterungsslot in der Höhe einnimmt, aber kürzer als "klassische" (Full Length) Karten ist. Beim Controller wird weiterhin auf das Angebot von LSI Sandforce in Form des SF-2582 gesetzt, da die hauseigenen Indilinx-Controller bisher keine PCI-Express-Komponente besitzen.
Auf dem Datenblatt gibt Toshiba sequenzielle Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von 2.900 respektive 2.200 Megabyte pro Sekunde an, die durch die Anbindung von acht PCI-Express-Lanes erreicht werden. Bei zufälligen 4K-Zugriffen sind es "nur noch" 252.000 (Lesen) beziehungsweise 76.000 IOPS (Schreiben). Im Vergleich zum Vorgänger fällt das Z-Drive 4500 also deutlich langsamer aus, lediglich beim sequenziellen Schreiben konnte man leicht zulegen. Dass das Datenblatt allerdings nicht die gesamte Geschichte erzählt, zeigte zuletzt Intel mit seiner SSD 730 eindrucksvoll.
Neu ist indes die WXL getaufte Software, die das Laufwerk in Windows-Server-Umgebungen als Cache-Speicher einsetzen kann. Dem Anwender steht dann zur freien Wahl, ob die komplette Kapazität oder nur ein Teil als Cache für HDDs dienen soll. Der Algorithmus funktioniert ähnlich wie bei Seagates SSHDs, indem die Software die Nutzungsgewohnheiten "lernt" und die Daten daraufhin vor der Benutzung auf den Flash-Speicher lädt. Preislich macht Toshiba klar, dass das OCZ Z-Drive 4500 im Enterprise-Segment Zuhause ist: 2.355 (800 GB), 3.806 (1,6 TB) respektive 6.533 US-Dollar (3,2 TB) werden für die PCI-Express-SSDs fällig.
| Modell | OCZ Z-Drive 4500 | OCZ Z-Drive R4 |
|---|---|---|
| sequenzielles Lesen | 2.900 MB/s | 2.800 MB/s |
| sequenzielles Schreiben | 2.200 MB/s | 2.800 MB/s |
| Random-Lesen | 252.000 IOPS | 410.000 IOPS |
| Random-Schreiben | 76.000 IOPS | 275.000 IOPS |
Quelle: Pressemitteilung
