[PLUS] OC-Tagebuch Ryzen 9 9950X3D: RAM-Tuning in Teil 2
PCGH Plus: In Teil 2 hat sich CPU-Fachredakteur Dave weiter mit dem Tuning des AMD Ryzen 9 9950X3D beschäftigt. In diesem Kapitel dreht sich alles um die umfangreiche Optimierung des Arbeitsspeichers. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 08/2025.
RAM-Nitro gezündet
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Ich möchte mich bei den zahlreichen Leserbriefen und dem Feedback zu Teil 1 meines OC-Tagebuchs zum 9950X3D-Tuning bedanken. Es freut mich außerordentlich, dass dieses Thema so großen Anklang findet, und heute präsentiere ich Ihnen stolz den umfangreichen zweiten Teil. Dieser Abschnitt des Tunings wird von mehreren Entwicklungen überschattet - darunter eine bedeutende Veränderung bei AMDs AGESA, ein unerwartetes UEFI-Update meinerseits sowie neue, teils erstaunliche Erkenntnisse im Bereich RAM-OC. Als treue Leser erinnern Sie sich vielleicht daran, dass wir in der PCGH-Print-Ausgabe 05/24 bereits ein sehr umfangreiches RAM-Tuning für den Ryzen 7 7800X3D vorgestellt haben. Auf diese Erkenntnisse werde ich in diesem Artikel aufbauen. Die zentrale Herausforderung beim RAM-Tuning ist mit einer Dual-CCD-CPU nochmals komplexer und verlangt eine differenzierte Herangehensweise. Neben den konkreten Anleitungen teile ich in diesem Beitrag auch meine eigenen Einstellungen, darunter Timings und Spannungen für diverse Bauteile. Doch wie gewohnt gilt: Bitte übernehmen Sie die gezeigten Timings, Spannungen und BIOS-Optionen nicht einfach so, denn das wird nicht funktionieren und kann zu Schäden an Ihrer Hardware führen. Wir tauchen nun ins RAM-Tuning ab, ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen!
Eine kurze Rückschau
Ist Ihnen Teil 1 des Tunings noch präsent? Falls Sie hier neu einsteigen, folgt eine kurze Zusammenfassung zur Einordnung - oder zur Auffrischung. Im Auftakt meines Tuning-Tagebuchs rund um den AMD Ryzen 9 9950X3D stand die CPU im Mittelpunkt, genauer gesagt deren Verhalten unter unterschiedlichen Lastzuständen, das Zusammenspiel der beiden CCDs mit dem I/O-Die sowie erste Optimierungen über PBO und den externen Referenztaktgeber (eCLK).
Grundlage war ein speziell konfiguriertes Testsystem mit fixierten Parametern. Dazu zählten unter anderem ein deaktivierter Power Down Mode und ausgeschaltetes Memory Context Restore - wichtig für reproduzierbare Ergebnisse und ein stabileres System. Ein zentrales Thema war der Referenztakt. Da das verwendete Mainboard mit einer abweichenden BCLK-Basis arbeitet, kam es in HWInfo zu falschen Auslesewerten. Für alle weiteren Auswertungen kamen daher ausschließlich Ryzen Master und Capframex zum Einsatz. Die ersten PBO-Anpassungen zeigten nur geringe Leistungszuwächse, verbunden mit spürbar sinkender Effizienz - ein klares Zeichen dafür, dass AMDs 200-Watt-Grenze beim 9950X3D nicht ohne Grund gesetzt ist. Deutlich erfolgreicher war der Einsatz eines externen Taktgebers: Mit einem eCLK von 103 MHz ließen sich höhere Taktraten bei gleichzeitig reduzierter Spannung erzielen. Das Resultat war ein Plus an Leistung und Effizienz.
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RAM-Tuning beim Ryzen 9 9950X3D: Mehr Leistung durch präzise Optimierung
Im zweiten Teil seines OC-Tagebuchs nimmt PCGH-Redakteur Dave das RAM-Tuning des AMD Ryzen 9 9950X3D unter die Lupe – mit neuen Erkenntnissen zu FCLK, UCLK, SoC-Spannung und Timings. Sie erfahren, wie sich Speichercontroller und Infinity Fabric optimal aufeinander abstimmen lassen, warum ein AGESA-Update alles verkompliziert hat und welche Spannungswerte in Kombination mit DDR5-6000 bis -6400 die besten Resultate liefern. Neben stabilitätsgeprüften Profilen bietet der Artikel eine praxisnahe Schritt-für-Schritt-Anleitung, die auch Hintergrundwissen zu BIOS-Funktionen wie Gear Down Mode und Memory Context Restore vermittelt. Exklusive Benchmarks zeigen, wie stark RAM-OC die Frametimes verbessern kann – bis zu 24 Prozent in Cyberpunk 2077.
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