Zum Scheitern verurteilt: der Net-PC (PCGH Retro, 20. Mai)
NC bringt den Net-PC - das geschah am 20. Mai. Jeden Tag wagt PC Games Hardware einen Blick zurück in die noch junge, aber bewegte Geschichte des Computers.
… 1996: Die Zukunft liegt im Internet - das ist vielen auch schon 1996 klar. Doch die Idee hinter dem Network Computer - kurz: NC - ist zu dieser Zeit noch visionär: Computer sollen zukünftig nur minimale Rechenleistung bieten und keine eigenen Festplatten mehr besitzen, alle Anwendungen sind Java-basiert und laufen direkt auf leistungsstarken Servern, auf die der NC per Webbrowser zugreift. Solche "Thin Clients" könnten deutlich weniger als 500 D-Mark kosten, sie wären damit viel günstiger als gängige PCs dieser Tage. An diesem 20. Mai stellen die Initiatoren des NCs Apple, IBM, Netscape, Oracle und Sun den ersten Entwurf für den Network Computer vor und versprechen diesem System der offenen Standards eine große Zukunft - der mächtigen Allianz aus Microsoft und Intel die Macht entreißen will vor allem Larry Ellison, der CEO von Oracle, der schon seit 1995 eine Ablösung des PCs durch simple NCs prophezeit. Doch er liegt völlig falsch: Obwohl erste NCs Ende 1996 auf den Markt kommen, setzt sich das Konzept nicht durch; Internet-Verbindungen laufen meist über viel zu langsame 28-kBit/s-Modems und sind überdies zu teuer für den Dauergebrauch. Zugleich werden einfache PCs immer günstiger, der Hauptvorteil des NCs schmilzt dahin, während ihm die Inkompatibilität zu bestehender Software zu schaffen macht. So bleibt der Netzwerkrechner eine interessante Idee - doch nicht mehr.

OEM Zulieferer wie HP oder Dell liefern im B2B Geschäft mittlerweile sogar überwiegend ThinClients an Firmen, die für Bürotätigkeiten Microsoft Office 365 im Browser nutzen.
Reicht vollkommen!
Genau wie anno Dazumal der VW Golf Country
Aber ich weiß, was du meinst. Ich habe mir irgendwann gesagt, dass ich diese Leute nicht brauche. Seitdem geht es mir seelisch deutlich besser.