Der weltweit kleinste Transistor besteht aus Kohlenstoff
Die Leistungsfähigkeit eines Mikrochips geht meist Hand in Hand mit der darin enthalten Anzahl von Transistoren. Damit diese also weiter gesteigert werden kann, müssen die kleinen elektrischen Schalter immer weiter schrumpfen.
Quelle: (Bild: Mesoscopic Physics Group der Universität Manchester)
Elektronenmikroskop-Aufnahme des 1nm-Kohlenstoff-Transistor. (Bild: Mesoscopic Physics Group der Universität Manchester)
Das der momentan eingesetzte Werkstoff Silizium früher oder später an seine Grenze stößt, ist bereits schon seit längerem bekannt. Experten gehen derzeit davon aus, dass diese etwa bei einer Strukturgröße von 10 Nanometern erreicht sein wird.
Doch die Wissenschaft arbeitet bereits an einer Lösung die Transistoren in der Größe eines Milliardstel Meters verspricht. Bereits im März 2007 hatten die beiden Forscher Professor Andre Geim and Dr. Kostya Novoselov von der Universität für Physik and Astronomie in Manchester einen Transistor hergestellt, welcher lediglich ein Atom hoch und 50 Atome breit war.
Wie das Wissenschaftsmagazin Wired nun berichtet, haben die beiden den Herstellungsprozess weiter verbessert und konnten die Breite des Transistors auf nur noch zehn Atome reduzieren, was umgerechnet einer Strukturbreite von einem Nanometer entspricht. Dadurch könnten die Entwickler hunderte Millionen Transistoren mehr in ihren Chips unterbringen.
Als Material kam dabei, genauso wie vor einem Jahr, Graphit zum Einsatz, welches derzeit als neuer Hoffnungsträger der Halbleiterindustrie gehandelt wird. Graphit ist im Grunde nicht weiter als in einer hexagonalen Kristallstruktur angeordnete Kohlenstoffatome und findet sich zum Beispiel in jedem handelsüblichen Bleistift.
