[PLUS] Praxis: Subtimings bei DDR4-RAM für Ryzen 5000 optimieren
PCGH Plus: Sie müssen kein Superheld sein, um durch cleveres RAM-Tuning Leistungsreserven Ihres PC auszuschöpfen. Wir zeigen, was mit einem Ryzen-5000-System samt DDR4-Speicher möglich ist. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 11/2022.
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Mit RAM-Tuning zum Leistungshoch?
Sicherlich, die neuen Plattformen mit DDR5-RAM-Unterstützung bieten Spitzenleistung und Nettigkeiten wie PCI-Express 5.0, doch falls Sie bereits ein Ryzen-System einsetzen, mit dem Sie grundsätzlich zufrieden sind, müssen Sie nicht unbedingt den Geldbeutel weit öffnen, um das ein oder andere zusätzliche Fps zu erhalten. Eine interessante Möglichkeit ist RAM-Tuning, welches im Gegensatz zu CPU-Overclocking den Vorteil hat, dass der Energiebedarf nur moderat steigt. Das ist nicht nur angesichts steigender Strompreise positiv, sondern bewahrt auch vor zusätzlichen Ausgaben, falls der PC keine hohen Kühlreserven mitbringt. Im Folgenden zeigen wir auf, welche Spielräume und Mehrleistung es gibt, wenn Sie sich nicht bloß auf eine oberflächliche RAM-Übertaktung oder XMP verlassen.
Tuning für Geduldige
Wir nutzen für diesen Artikel einen Ryzen 7 5700X, dessen Kerntakt wir auf 4,4 GHz fixiert haben. Das hat den Vorteil, dass die CPU-Leistung in Benchmarks konstanter ist als bei einer dynamischen Taktregelung ausfällt. Ohnehin auftretende Messchwankungen um ein, zwei Prozent, wie Sie nahezu jeder Benchmark zeigt, sind nämlich bereits problematisch genug, wenn es gilt, die Wirkung einzelner Subtimings einschätzen zu können, wie Sie im Folgenden sehen werden. Egal ob Sie Ihre CPU übertakten oder nicht, eines ist von höchster Wichtigkeit: Sie müssen sicher sein, dass Ihr PC keine Stabilitätsprobleme aufweist, bevor Sie sich an aufwendiges RAM-Tuning machen. Sie werden dabei nämlich zwangsläufig immer wieder auf das Problem stoßen, dass eine Konfiguration instabil ist. Gelegentlich wird das auch passieren, wenn Sie nicht damit rechnen - etwa wenn eine am Vortag über Stunden einwandfrei mit Stresstests geprüfte Einstellung am nächsten Tag innerhalb weniger Sekunden oder Minuten als instabil entlarvt wird. Es kann bitter genug sein, wenn Sie beim Ausloten der Timings irgendwann feststellen, dass nicht die aktuell verschärfte Option, sondern eine bereits vor Tagen justierte Latenz die Ursache ist, das aber zuvor nicht aufgedeckt wurde. Falls am Ende aber doch eine zu stark übertaktete oder undervoltete CPU der Übeltäter ist, wirft Sie diese späte Erkenntnis womöglich bis an den Anfang zurück.
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Folgende Themen finden Sie im Artikel:
- Tuning für Geduldige
- Voller RAM-Controller-Takt
- Gear Down Mode
- Bank Group Swapping
- DDR4-RAM hat Reserven
- Timings optimieren
- Warum Subtimings?
- Benchmark-Eigenheiten
- XMP als Basis
- Was sich besonders lohnt
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