DRAM-Preise: Preisverfall soll sich im vierten Quartal 2018 beschleunigen

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DRAM-Preise: Preisverfall soll sich im vierten Quartal 2018 beschleunigen (1)
Quelle: RobertCC BY 2.0

In den vergangenen Wochen zeichnete sich bei DRAM ein deutlicherer Preisverfall ab. Im kommenden Quartal soll es noch weiter runtergehen. Laut einem aktuellem Trendforce-Bericht gehe es im gesamten Markt - darin eingeschlossen auch Consumer-Produkte - preislich um 5 Prozent runter.

Lange Zeit stiegen die Preise für DRAM in schwindelerregende Höhen. Seit dem Frühjahr entspannt sich die Lage jedoch etwas, sodass der flüchtige Speicher wieder wesentlich erschwinglicher ist als beispielsweise noch zum Jahreswechsel. Insbesondere in den vergangenen Wochen gab es einen deutlicheren Preisrutsch und dieser Abwärtstrend soll sich fortsetzen und weiter beschleunigen, wie es in einem aktuellen Bericht des Marktforschungsunternehmens Trendforce heißt, denen die DRAM-Exchange angehört.

DDR4-Speicherpreise sollen in Q4 2018 um fünf Prozent sinken, genereller Preisverfall in Sicht

Gegenüber dem aktuell noch laufendem Q3 2018 sollen die Preise von DRAM im anstehenden vierten Jahresquartal um weitere 5 Prozent sowohl im PC als auch Server-Markt sinken. Im mobilen Bereich sollen es zwischen 2 und 5 Prozent sein. DDR4 Arbeitsspeicher im Consumer-Bereich werde insgesamt 5 Prozent günstiger, sodass die Preise wieder auf das Niveau von Anfang 2017 sinken könnten. Bei DDR3 fällt der Preisrutsch mit 3 Prozent etwas moderater aus und ist gleichbleibend zum aktuellen Quartal. DDR4 wurde im gleichen Zeitraum zwischen 1 und 4 Prozent günstiger. "Der schwächere Preistrend für DRAM-Produkte zeichnet sich nach neun durchgehenden Quartalen der Steigerung seit Q3 2018 ab", so Avril Wu, Senior Research Director von DRAM-Exchange. Ein genereller Preisverfall zeichne sich anhand derzeitiger Indikatoren ab.

Mehr zum Thema: SSDs & RAM: Samsung soll Speicherproduktion künstlich verknappen

Spekulationen um weiterhin und deutlicher fallende Preise gab es bereits in den vergangenen Wochen. Demnach sollen auch Intels CPU-Lieferprobleme aufgrund der unzureichenden Kapazitäten der eigenen 14-nm-Fertigung für eine sinkende Nachfrage nach RAM und damit einem steigenden Angebot sorgen sowie günstigeren Preis sorgen. Eine Rückkehr zu den Preisen von 2016 bleibt auf längere Zeit noch außer Sichtweite. Samsung plane laut einem Bloomberg-Bericht die künstliche Verknappung der eigenen Speicherproduktion. Statt deutlichem Ausbau der eigenen Fertigungskapazitäten solle die Ausweitung nun deutlich moderater ausfallen, um eine Preisstabilität zu erwirken.

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    • Kommentare (30)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Killer-Instinct
        Verzögerung beim Zugriff besteht nicht nur aus CAS Latency:
        (CL2/400)*2*1000ns = 10ns
        Die Formel gilt für FIRST WORD aus der Tabelle hier:
        CAS latency - Wikipedia
        Jup, nämlich noch aus der RAS Latency (wie ich übrigens schrieb), weil DRAM aus Spalten (Columns) und Zeilen (Rows) besteht. Nur oft ist CAS = RAS. Und siehe da: DDR-400 CL2 braucht 5ns für CAS, 5ns für RAS und das sind zusammen 10ns, wie sie in der Tabelle stehen. Unter der Tabelle steht die Formel, da steht der Term 2xCAS. Es ist natürlich Quark, zweimal auf die CAS zu warten, das wird für CAS plus RAS stehen.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Killer-Instinct
        Verzögerung beim Zugriff besteht nicht nur aus CAS Latency:
        (CL2/400)*2*1000ns = 10ns
        Die Formel gilt für FIRST WORD aus der Tabelle hier:
        CAS latency - Wikipedia
        Jup, nämlich noch aus der RAS Latency (wie ich übrigens schrieb), weil DRAM aus Spalten (Columns) und Zeilen (Rows) besteht. Nur oft ist CAS = RAS. Und siehe da: DDR-400 CL2 braucht 5ns für CAS, 5ns für RAS und das sind zusammen 10ns, wie sie in der Tabelle stehen. Unter der Tabelle steht die Formel, da steht der Term 2xCAS. Es ist natürlich Quark, zweimal auf die CAS zu warten, das wird für CAS plus RAS stehen.
      • Von Killer-Instinct
        Zitat von empy
        Meine 5ns kommen daher: DDR400 mit CL2. 2/400MHz sind 5ns. Ich weiß bei deinen Rechnungen nicht, woher die 2000ns da kommen, ich vermute aber mal daher, dass man nicht nur die CAS, sondern auch die RAS abwarten muss und da ein bisschen Einheitengulasch herrscht. Dass DDR-400 schneller als DDR2-533 schneller ist, wenn es um byteweise Zugriffe geht, habe ich geschrieben. Das gilt übrigens aber nicht mal nur für einzelne Bytes. Bei DDR müssen schon mindestens 9 Bytes geladen werden, bei DDR2 17 usw., damit es bei gleicher Latenz und interner Geschwindigkeit einen Vorteil gibt. Ich habe im Endeffekt immer auf Module mit der gleichen internen Frequenz gesetzt, also DDR400, DDR2-800 und DDR3-1600. Jeweils mit 5ns CAS und RAS Latenz. Bei DDR4 wird der Prefetch erstmals nicht vergrößert, d.h. DDR4-1600 ist genau so schnell wie DDR3-1600, unabhängig von der Lastart. Gleiche Latenzen natürlich vorausgesetzt.
        Verzögerung beim Zugriff besteht nicht nur aus CAS Latency:
        (CL2/400)*2*1000ns = 10ns
        Die Formel gilt für FIRST WORD aus der Tabelle hier:
        CAS latency - Wikipedia

        Zitat von Pu244
        Warum hast du dir dann ein DDR4 System gekauft?

        Zitat von Pu244
        Wegen der Geschwindigkeit des RAMs rüstet man nicht auf, man nimmt, was da ist, wenn man ein neues System braucht. Von daher lohnt es sich immer. Von den Samples her da, gab es auch bei GDDR5X RAM welche, die schneller waren als heutiger GDDR6 RAM, der auch eingesetzt wird. Bis wir die tollen DDR5 Module sehen werden, wird noch einiges an Zeit vergehen, bis dahin wird sich DDR4 wohl auf DRR4-4000 geschraubt haben, schon heute bekommt man DDR4-3466 Module, die nicht allzu teuer sind. Es ist immer ein fast fließender Übergang, bei dem der neue Gram nur ein wenig besser ist als der alte. Die letzte große Ausnahme waren DDR1 und Rambus.

        Das du DDR4 für schlecht hältst, liegt daran, das DDR einfach nicht solange Zeit hatte sich zu entwickeln, DDR3 hatte dafür über 8 Jahreund die letzten Module stellten die anfänglichen Module absolut in den Schatten, so wird es wohl auch bei DDR4 sein.
        Ich brauchte eine schnellere Plattform, daher habe ich den Kramm gekauft, habe aber nicht vor aufzurüsten und den Ram gegen schnelleren auzutauschen, das bringt bei meinem Intel- System kaum was. Ich warte noch auf Zen2, falls es eine Enttäuschung wird, schleppe ich mich bis DDR5 und schnappe dann zu.
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Killer-Instinct
        Hardwaremäßig hast du vollkommen recht, vom Nutzen her erreicht DDR4 jetzt die Geschwindigkeit von GDDR4 von damaliger Zeit = armsellig.
        Warum hast du dir dann ein DDR4 System gekauft?

        Wegen der Geschwindigkeit des RAMs rüstet man nicht auf, man nimmt, was da ist, wenn man ein neues System braucht. Von daher lohnt es sich immer. Von den Samples her da, gab es auch bei GDDR5X RAM welche, die schneller waren als heutiger GDDR6 RAM, der auch eingesetzt wird. Bis wir die tollen DDR5 Module sehen werden, wird noch einiges an Zeit vergehen, bis dahin wird sich DDR4 wohl auf DRR4-4000 geschraubt haben, schon heute bekommt man DDR4-3466 Module, die nicht allzu teuer sind. Es ist immer ein fast fließender Übergang, bei dem der neue Gram nur ein wenig besser ist als der alte. Die letzte große Ausnahme waren DDR1 und Rambus.

        Das du DDR4 für schlecht hältst, liegt daran, das DDR einfach nicht solange Zeit hatte sich zu entwickeln, DDR3 hatte dafür über 8 Jahreund die letzten Module stellten die anfänglichen Module absolut in den Schatten, so wird es wohl auch bei DDR4 sein.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Killer-Instinct
        Hardwaremäßig hast du vollkommen recht, vom Nutzen her erreicht DDR4 jetzt die Geschwindigkeit von GDDR4 von damaliger Zeit = armsellig.
        Das hängt vielleicht auch mit daran, dass da auf Latenzen geachtet wurde und das das ganze über den Slot muss. Es wird schon Gründe geben, warum DDR-DIMMs bei der Bandbreite nicht mit GDDR mithalten können.

        Zitat von Killer-Instinct
        Das ist ein bisschen komplizierter: Man benötigt CAS und die Geschwindigkeit, um die Zugriffsgewindigkeit beim ERSTEN Byte zu berechnen. In deinem Beispiel:
        (CL2,5/400)*2000ns = 12,5ns (das war am schnellsten bei DDR1, ich weiß nicht, wo deine 5ns herkommen..)
        DDR2- 533 ist zuerst mit CL5 erschienen, daher:
        (CL5/533)*2000ns = 19ns
        Das ist nicht wesentlich langsamer als 12,5ns, aber nachdem die Verzögerung vorbei ist, überträgt CL5-533 DDR2 schneller als CL2,5 DDR1-400. DDR1- 400 mit CL2,5 wäre nur in einem Fall immer schneller, nämlich wenn man jeweils genau 1 Byte Daten schreiben würde, was aber selten der Fall ist. Man kann auch Spieletests dazu anschauen, es wird dann klar, dass Speichergeschwindigkeit der CL vorzuziehen ist, es sei denn die Verzögerung ist zu groß wie bei DDR4 lange Zeit.
        Meine 5ns kommen daher: DDR400 mit CL2. 2/400MHz sind 5ns. Ich weiß bei deinen Rechnungen nicht, woher die 2000ns da kommen, ich vermute aber mal daher, dass man nicht nur die CAS, sondern auch die RAS abwarten muss und da ein bisschen Einheitengulasch herrscht. Dass DDR-400 schneller als DDR2-533 schneller ist, wenn es um byteweise Zugriffe geht, habe ich geschrieben. Das gilt übrigens aber nicht mal nur für einzelne Bytes. Bei DDR müssen schon mindestens 9 Bytes geladen werden, bei DDR2 17 usw., damit es bei gleicher Latenz und interner Geschwindigkeit einen Vorteil gibt. Ich habe im Endeffekt immer auf Module mit der gleichen internen Frequenz gesetzt, also DDR400, DDR2-800 und DDR3-1600. Jeweils mit 5ns CAS und RAS Latenz. Bei DDR4 wird der Prefetch erstmals nicht vergrößert, d.h. DDR4-1600 ist genau so schnell wie DDR3-1600, unabhängig von der Lastart. Gleiche Latenzen natürlich vorausgesetzt.
      • Von Killer-Instinct
        Zitat von empy
        Soweit ich weiß, ist GDDR4 eine leicht erweiterte Version von GDDR3, was widerum auf Grafikkarten optimierter DDR3-Speicher ist. Diese Optimierungen sind hauptsächlich, wenn ich richtig liege, Dual-Port und, wie du auch schon sagst, die Schwerpunktlegung auf Bandbreite gegenüber Latenz. Mit dem DDR4, der jetzt auf DIMMs verbaut wird, hat GDDR4 recht wenig zu tun.
        Hardwaremäßig hast du vollkommen recht, vom Nutzen her erreicht DDR4 jetzt die Geschwindigkeit von GDDR4 von damaliger Zeit = armsellig.
        Zitat von empy
        Das Abziehen spielt wahrscheinlich darauf an, das bis DDR3 die interne Frequenz nicht gestiegen ist, sondern nur die externe. Wenn z.B. auf einzelne Bytes zugegriffen wird, ist DDR400 deutlich schneller als DDR2-533, Stichwort Prefetch. Das ist nun bei DDR4 erstmals nicht so, dafür sind die Latenzen scheinbar gestiegen, zumindest am Anfang. Inzwischen bekommt man wieder welche mit einer CL von 5ns.
        Das ist ein bisschen komplizierter: Man benötigt CAS und die Geschwindigkeit, um die Zugriffsgewindigkeit beim ERSTEN Byte zu berechnen. In deinem Beispiel:
        (CL2,5/400)*2000ns = 12,5ns (das war am schnellsten bei DDR1, ich weiß nicht, wo deine 5ns herkommen..)
        DDR2- 533 ist zuerst mit CL5 erschienen, daher:
        (CL5/533)*2000ns = 19ns
        Das ist nicht wesentlich langsamer als 12,5ns, aber nachdem die Verzögerung vorbei ist, überträgt CL5-533 DDR2 schneller als CL2,5 DDR1-400. DDR1- 400 mit CL2,5 wäre nur in einem Fall immer schneller, nämlich wenn man jeweils genau 1 Byte Daten schreiben würde, was aber selten der Fall ist. Man kann auch Spieletests dazu anschauen, es wird dann klar, dass Speichergeschwindigkeit der CL vorzuziehen ist, es sei denn die Verzögerung ist zu groß wie bei DDR4 lange Zeit.
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