Große Steam-Bibliothek zahlt sich doch aus: Palworld-Entwickler verlangen Nachweis

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Große Steam-Bibliothek zahlt sich doch aus: Palworld-Entwickler verlangen Nachweis
Quelle: Pocketpair

Beim Palworld-Entwickler reicht ein Lebenslauf nicht aus: Bewerber müssen ihre Steam-Spielhistorie vorlegen. Wer dort keine Spiele vorweisen kann, wird laut Studio direkt aussortiert.

Der Palworld-Entwickler Pocketpair verfolgt bei der Personalsuche einen ungewöhnlich strengen Ansatz. Wie CEO Takuro Mizobe auf X erklärt, müssen Bewerber Screenshots ihrer Steam-Spielhistorie einreichen. Wer auf der Plattform keine gespielten Titel vorweisen kann, besteht die erste Prüfungsrunde grundsätzlich nicht.

Zwar akzeptiert Pocketpair auch Nachweise von Konsolenbibliotheken, doch fehlende Steam-Aktivität gilt bei Pocketpair als klares Ausschlusskriterium. Hintergrund ist laut Mizobe der Wunsch, Entwickler einzustellen, die aktiv mit PC- und insbesondere Indie-Spielen vertraut sind.

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Bewerbungen bei Pocketpair: Fokus auf Indie-Erfahrung und Analysefähigkeit

Im Bewerbungsgespräch reicht es dabei nicht aus, lediglich viele Spielstunden vorzuweisen. Kandidaten werden gezielt zu den Titeln mit der höchsten Spielzeit befragt. Sie sollen erklären können, welche Spielmechaniken genutzt werden, warum diese Entscheidungen getroffen wurden und wodurch sich das jeweilige Spiel von anderen Genre-Vertretern unterscheidet.

Poketpair legt dabei besonderen Wert auf Indie-Spiele, die ausschließlich auf Steam verfügbar sind. Diese gelten im Studio als wichtige Inspirationsquelle, da sie oft experimenteller und kreativer seien als große Produktionen. Ziel sei es, Entwickler zu beschäftigen, die Spiele nicht nur konsumieren, sondern aktiv analysieren.

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Der Publishing-Leiter von Pocketpair, John Buckley, bestätigte den Ansatz öffentlich. Auch er sei bei seinem Einstieg nach konkreten Spielerfahrungen gefragt worden. Pocketpair verstehe sich eben als Unternehmen, das von Spielern aufgebaut wurde und diese Kultur bewusst bewahren wolle.

Möglich sei dieser konsequente Kurs vor allem durch die vollständige Unabhängigkeit des Studios. Ohne externe Investoren oder Publisher könne man es sich leisten, bei Einstellungen selektiv vorzugehen und persönliche Überzeugungen stärker zu gewichten als formale Abschlüsse. Der Ansatz von Poketpair mag vielleicht ungewöhnlich wirken, doch stellt das Studio somit sicher, dass praktische Spielerfahrung und analytisches Verständnis die Entwicklung begleiten.

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Quelle: Takuro Mizobe auf X, via Automaton-Media.com

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    • Kommentare (5)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Jaffech BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Ananas
        Heißt also wenn ich keine interessante Steam-Historie vorweisen kann, weil ich meine Indiegames nicht beim Quasi-Monopolisten sondern auf GoG, itch, oder direkt bei den Entwicklern kaufe, würde meine Bewerbung direkt aussortiert?
        Wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, ist es eben nicht so.
        Man kann auch andere Nachweise einreichen, z.B. wenn man Konsolenspieler ist, zumindest laut Artikel.
        Das wird dann natürlich auch für GoG, itch, etc gelten. Auch kann man natürlich nachweise von anderen Spielen beifügen, da fällt mir spontan Hytale ein, das gibts auch nur beim Entwickeler direkt.
      • Von Jaffech BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Ananas
        Heißt also wenn ich keine interessante Steam-Historie vorweisen kann, weil ich meine Indiegames nicht beim Quasi-Monopolisten sondern auf GoG, itch, oder direkt bei den Entwicklern kaufe, würde meine Bewerbung direkt aussortiert?
        Wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, ist es eben nicht so.
        Man kann auch andere Nachweise einreichen, z.B. wenn man Konsolenspieler ist, zumindest laut Artikel.
        Das wird dann natürlich auch für GoG, itch, etc gelten. Auch kann man natürlich nachweise von anderen Spielen beifügen, da fällt mir spontan Hytale ein, das gibts auch nur beim Entwickeler direkt.
      • Von Ananas Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Heißt also wenn ich keine interessante Steam-Historie vorweisen kann, weil ich meine Indiegames nicht beim Quasi-Monopolisten sondern auf GoG, itch, oder direkt bei den Entwicklern kaufe, würde meine Bewerbung direkt aussortiert?

        Dass ein Spieleentwickler Leute haben will, die sich intensiv mit dem Medium auseinandersetzen, ist ja absolut legitim. Aber das (scheinbar?) so stringent an eine ganz bestimmte Platform zu knüpfen erinnert mich irgendwie fatal and den alten Indie-Titel Tacoma, in dessen Welt den Menschen der Zugang zu Bildung, Arbeitsplätzen und Wohnraum nur in Abhängigkeit vom Puniktestand ihres "Loyalitätskontos" beim jeweiligen Megakonzern gewährt werden...

        (Eine der diversen prinzipiell interessanten Ideen aus denen das Spiel dann leider absolut nichts gemacht hat.)
      • Von Olstyle Trockeneisprofi (m/w)
        Irgendwie auch ein bisschen bezeichnend, dass ein Spieleentwickler dessen großer Titel vor allem dadurch bekannt ist Gameplay Mechaniken geklaut zu haben Menschen sucht die darin gut sein könnten.
        Was mir bei der Darstellung komplett fehlt, ist der Ansatz Einflüsse aus anderen Kunstrichtungen ins Gaming zu bringen.
      • Von 4thVariety BIOS-Overclocker(in)
        Immerhin, damit ist KI schon mal raus. Ich sag das nicht nur, ich hab auf lmarena.ai sowohl Gemini3 als auch Grok 4.1 Thinking gefragt und beide gaben zu, dass sie keine Steam Bibliothek haben.

        Beide geben an, welche Spiele sie spielen würden. Grok würde tausende Stunden in Ultrakill und Doom Eternal verbringen, das lassen wir mal so stehen. Gemini 3 behauptet Satisfactory wäre Factorio in 3D, da muss ich wohl bei Google noch eine längere Beschwerde einlegen, weil so eine Behauptung geht mal gar nicht.
      • Von KingShotgunHobo Freizeitschrauber(in)
        Macht ehrlich gesagt Sinn. Zum Beispiel, mit deutschen Entwicklern, welche dermaßen viele Simulatoren machen, wäre ich im Umfeld eines Studios und würde mich theoretisch bewerben wollen, würde ich nen guten Farming Simulator machen können mit so nem Verlauf wie meinem?
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        Mein Farming Simulator:
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