Vollgas für den Nforce2
Alle Arbeiten geschehen auf
eigene Gefahr!
Sie besitzen einen Athlon XP sowie ein Nforce2-Mainboard und wollen übertakten? PC Games Hardware zeigt Ihnen, wie Sie schnell mehr Leistung zum Nulltarif bekommen. Grundlegend gibt es zwei verschiedene Arten, einen Prozessor zu übertakten: per Frontside-Bus (FSB) oder per Multiplikator. Sowohl den FSB als auch den Multiplikator können Sie bei den meisten Nforce2-Mainboards im BIOS verändern. Nur in wenigen Ausnahmen müssen Sie hier noch Dip-Schalter oder Jumper auf der Platine setzen. Bei Nforce2-basierten Rechnern ist der FSB der Datenweg zwischen Mainboard-Northbridge und Prozessor - dieser wird zum Beispiel bei einem Athlon XP 2500+ Barton mit 166 MHz getaktet. Den Standard-Gesamttakt dieser CPU (1.833 MHz) ermittelt man, indem man den FSB mit 11 multipliziert: 11 x 166 MHz = 1.833 MHz. Wenn Sie nur den FSB anheben, steigt automatisch der Gesamttakt. Beispiel: 11 x 171 MHz = 1.881 MHz. Erhöhen Sie nur den Multiplikator, steigt ebenfalls der Gesamttakt, der FSB bleibt jedoch gleich. Beispiel: 12 x 166 MHz = 1.992 MHz. Natürlich können Sie auch beide Methoden miteinander kombinieren.
Übertaktungsstufe 1: Übertakten per Frontside-Bus
Den FSB erhöhen Sie normalerweise im Mainboard-BIOS. Die Übertakter-Einstellungen sind meist in einem Untermenü wie "Frequency Control" oder "Overclocking" zu finden. Bei unserem Referenz-Nforce2-Mainboard Asus A7N8X Deluxe V2.0 befinden sich die notwendigen Einstellungen im Menü "Advanced Chipset Features". Wählen Sie den entsprechenden Menüpunkt aus (meist "Host Clock", "FSB Frequency" oder "Overclocking") und heben Sie den FSB-Takt um fünf MHz an. Anschließend speichern Sie die neuen BIOS-Settings und starten das System neu. Nun wird die höhere Taktfrequenz beim Rechnerstart kurz angezeigt. Unter Windows können Sie den neuen CPU- und FSB-Takt auch mit Freeware-Programmen wie CPU-Z kontrollieren. CPU-Z 1.9b bekommen Sie auf der Webseite cpuid.com (WEBCODE 23JN). Lassen Sie nun einen Stabilitätstest wie Prime95 für ein paar Minuten, besser noch für ein paar Stunden laufen. Das Programm bekommen Sie unter mersenne.org (WEBCODE 23JP). Wenn der Rechner nicht abstürzt, heben Sie den FSB erneut um fünf MHz an - so lange, bis das System instabil wird. Gehen Sie dann wieder einen 5-MHz-Schritt zurück. Auf unserem Testsystem (Athlon XP 2500+, Akasa AK-824, Asus A7N8X Deluxe V2.0) erreichten wir mit dieser Methode satte 186 MHz FSB und somit einen Gesamttakt von rund 2.050 MHz! Das entspricht einem Geschwindigkeitsplus von neun Prozent bei Spielen. Sollte Ihr PC wegen des Übertaktens nicht mehr starten, stellen Sie das BIOS auf die Standardwerte zurück. Dazu müssen Sie das PC-Gehäuse öffnen, das Stromkabel vom Netzteil abziehen und den Clear-CMOS-Jumper "zurücksetzen". Schauen Sie im Mainboard-Handbuch nach, wo sich der Jumper auf der Platine befindet und welche Position zum Löschen der BIOS-Werte gedacht ist. Setzen Sie den Jumper kurz auf diese Position und dann wieder zurück.
