Enermax Maxtytan 800 Watt im Test: Angriff des Titanen

Titanium ist die Königsklasse der Netzteile und fordert von den Herstellern nicht nur die beste Bauteilbestückung, sondern auch Know-How und Erfahrung. Enermax' Netzteil-Flaggschiff Maxtytan verspricht in der 800-Watt-Ausführung beste Qualität und Leistung. PC Games Hardware hat sich den Stromwandler für einen Test auf Herz und Nieren genauer angeschaut.

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Enermax Maxtytan 800 Watt im Test: Angriff des Titanen
Quelle: PC Games Hardware

Enermax verspricht mit dem Titanium-Netzteil "Godlike Power", quasi die Energie von Zeus und Co in einem Netzteil. Erstanden werden kann das Produkt in mehreren Ausführungen, wobei 750 Watt die "Einsteigerklasse" in das Titanium-Universum ist. Wer mit 800 oder 1.050 Watt nicht zufrieden ist, kann noch auf ein 1.250-Watt-Exemplar zurückgreifen. Die Zielgruppe ist deshalb auch klar definiert, man möchte hier Enthusiasten mit höchsten Ansprüchen an Baugruppen und Qualität ansprechen, die wissen, wie man soviel Leistung gekonnt in übertakteten Prozessoren und Grafikkarten verwendet. Darüber hinaus bewirbt Enermax das Netzteil noch mit allerlei Eigenschaften wie etwa der "Dust Free Rotation"-Funktion, bei der sich der Lüfter kurz in die entgegengesetzte Richtung dreht, damit sich so der Staub löst. Der vollmodulare Stromwandler kommt zudem noch mit einem Haufen an Zubehör, gesleevten Kabeln, einem semi-passiven Betriebsmodus bis zu 55 Prozent Auslastung - das entspricht 440 Watt - und ganzen zehn Jahren Garantie. Es wird also viel geboten für 175 Euro.

Enermax Maxtytan 800 Watt im Test: Das gebotene Paket

Wie bereits erwähnt, handelt es sich in der Netzteilklasse um ein vollmodulares Netzteil in den Abmessungen 150 × 86 × 180 mm (B×H×T) und ist wegen der Tiefe für ein kleineres Standard-ATX-Format-Gehäuse nur bedingt geeignet. Die Kabelausstattung ist ideal für ambitionierte Projekte, da die Kabel allesamt mit hochwertigen Sleeves einzeln ummantelt werden. Für Mainboard und Prozessor sind ein 28-Pin-ATX- und sowohl ein EPS-8-Pin- als auch ein -4+4-Pin-Stecker - allesamt 60 Zentimeter lang - vorhanden. Damit lassen sich beispielsweise High-End-Systeme mit AMDs Ryzen Threadripper oder Intels Skylake-X betreiben. Mit ganzen sechs PCI-E-6+2-Pin-Steckern ist zudem genug Spielraum für ein Multi-GPU-System vorhanden. Damit bei so vielen Leitungen auch weiterhin Ordnung im Gehäuse herrscht, liefert Enermax ein Kabelkammset mit. Neben dem obligatorischen Diskettenadapter liegen 12 Anschlüsse für SATA und vier für PATA bei. Die Stecker sind auf mehrere Kabel in Abständen von 50, 65, 80 und 95 Zentimetern verteilt. Der Lieferumfang fällt bei diesem Titanium-Netzteil ziemlich üppig aus. Neben dem bereits erwähnten Kabelklemmen packt Enermax auch noch Kabelbinder, Befestigungsschrauben, eine Aufbewahrungstasche, einen Stolperschutz vor zufälligen Abziehen des Netzsteckers und ein Benutzerhandbuch bei.
Enermax MaxTytan 800 Watt im Test: Angriff des Titanen (12) Quelle: PC Games Hardware Enermax MaxTytan 800 Watt im Test: Angriff des Titanen (12)

Kabel Länge [cm] Anschlüsse modular?
1 x (20+4) ATX-Kabel 60 1 ja
1 x (4+4) CPU-Kabel 60 1 ja
1 x EPS-Kabel 60 1 ja
6 x (6+2) PCIe-Kabel 60 6 (1 pro Kabel) ja
3 x SATA-Kabel 50/65/80/95 12 (4 pro Kabel) ja
1 x PATA-Kabel 50/65/80/95 4 ja
1 x FDD-Kabel 10 1 ja

Enermax Maxtytan 800 Watt im Test: Leistungsdaten und Schutzschaltungen

Enermax setzt beim Maxtytan auf ein Single-Rail-Design, mit dem auf der 12-Volt-Schiene eine Nominalleistung von 798 Watt (66,5 A) erzeugt werden kann. Die Nebenspannungen haben jeweils die üblichen Dimensionen von 20 A für 3,3 und 5 Volt, sowie 0,3 und 3 A für die -12-Volt- und die 5-Volt-Standby-Leitungen. Um eine optimale Spannungsregulation zu erzeugen, werden die sekundären Spannungen aus der 12-Volt-Schiene mittels DC-DC-Topologie erzeugt. Wie von einem Oberklassenetzteil zu erwarten, wurden Schutzschaltungen gegen Über- und Unterspannung (OVP/UVP), Überlastung einzelner Spannungsschienen (OCP), Überlast (OPP), Kurzschluss (SCP) und Überhitzung (OTP) verbaut. Enermax gibt die Betriebstemperatur für den Stromwandler mit 50°C an und entspricht damit dem Intel-ATX-Standard.

Enermax Maxtytan 800 Watt im Test: Effizienz

Seit knapp 15 Jahren können Konsumenten beim Netzteilkauf auf die 80-Plus-Initiative setzen, um einen Anhaltspunkt über die Leistungsdaten, Effizienz und Langlebigkeit des Geräts zu bekommen. Das Maxtytan hat - wie der Name erahnen lässt - die Titanium-Zertifizierung von der amerikanischen Zertifizierungsstelle bekommen und hat damit einen Wirkungsgrad von 0,96 bei Halblast beziehungsweise 768 Watt und für ein Volllast-Szenario 90 Prozent respektive 720 Watt. Dennoch muss der Spannungswandler laut 80-Plus-Initiative schon bei zehn Prozent angelegter Last eine Effizienz von 90 Prozent erzielen. Bei anderen Einstufungen wie Gold oder Platinum ist dies nicht notwendig. Für das 115-Volt-Netz in den USA werden dagegen geringere Effizienzwerte für Halblast (94 Prozent) und Vollast (90 Prozent) eingefordert, die durch die geringere Eingangsspannung im amerikanischen Netz zustandekommen. In unserem Testparcours konnten wir diese Werte und damit die Titanium-Zertifizierung bestätigen. Im europäischen 230-Volt-Netz werden dagegen die Vorgaben der 80-Plus-Initiative für 230 Volt nur knapp bei Halblast (94,75 Prozent) und Volllast (92,63 Prozent) verfehlt. Der durchschnittliche Wirkungsgrad für das 115-Volt-Netz beträgt somit 92,01 Prozent und für das 230-Volt-Netz 93,32 Prozent.

Mittels fester Lasten lassen sich alltägliche Situationen imitieren; hierbei zeigt das Netzteil bei 3,1 Prozent der Gesamtlast einen Wert von 79,39 Prozent. Bei 90 Watt oder 11,3 Prozent wird schon ein Effizienzwert von 91,4 Prozent erreicht. Bei ungefähr einem Drittel der Volllast weist das Netzteil einen Wirkungsgrad von 0,945 auf. Damit liegt der optimale Betriebsbereich des Spannungswandlers zwischen 30 und 60 Prozent angelegter Last.
Enermax MaxTytan 800 Watt im Test: Angriff des Titanen (4) Quelle: PC Games Hardware Enermax MaxTytan 800 Watt im Test: Angriff des Titanen (4)

Enermax Maxtytan 800 Watt im Test: Lautheit

Wegen einer hochwertigen Bauteilbestückung und der geringeren Abwärme bei Titanium-Netzteilen kann die aktive Kühlung weit in hohe Lastbereiche verschoben werden. In unserem Test konnten wir bis zu einer Last von 65 Prozent beziehungsweise 520 Watt den semi-passiven Modus nutzen, so das keine messbare Lautheit zu vernehmen war. Somit wird dieses Netzteil bei vielen Anwendern in der Regel leise sein. Erst bei 70 Prozent Last wurde die aktive Kühlung des Spannungswandlers aktiviert, sodass eine Lautheit von 0,6 Sone erreicht wurde. Bei einer 90-prozentigen Auslastung (720 Watt) stieg die Lautheit auf 0,7 Sone an.
Enermax MaxTytan 800 Watt im Test: Angriff des Titanen (5) Quelle: PC Games Hardware Enermax MaxTytan 800 Watt im Test: Angriff des Titanen (5)

Enermax MaxTytan 800 Watt im Test: Spannungstabilität

Moderne Netzteile haben DC-DC-Wandler verbaut, damit sie so hohe Effizienzwerte, eine niedrige Restwelligkeit ("Ripple") und eine optimale Spannungsregulation erreichen. Dank dieser Technologie werden auf der Sekundärseite die Nebenspannungen aus der 12-Volt-Leitung erzeugt, ohne dabei Spannungsabfälle an selbiger auszulösen. Daneben wird über eine digitale Powerfaktorkorrektur ein geringer Strom erzeugt, damit so hohe Wirkungsgrade erzielt werden können. Generell erlaubt der ATX-Standard eine Abweichung von der Idealspannung von bis zu fünf Prozent und ein Spannungsabfall darf mit maximal zehn Prozent zu Buche schlagen, um noch im grünen Bereich zu landen.

Auf der 12-Volt-Schiene zeigt das Netzteil einen Abfall von 0,36 Prozent sowie eine Abweichung von 0,23 Prozent und in Crossload-Situationen beträgt die maximale Abweichung auf der 12-Volt-Leitung 1,08 Prozent. Auch bei den anderen Spannungen bleiben die Ergebnisse deutlich unter den Grenzwerten des ATX-Standards, die größte Abweichung erlebt die 12-Volt-Leitung und der größte Abfall findet sich auf der 5-Volt-SB-Leitung. Somit zeigt das Maxtytan in der 800-Watt-Ausführung eine sehr gute Spannungsstabilität - so wie man es von einem Titanium-zertifizierten Produkt erwarten kann.

Enermax Maxtytan 800 Watt im Test: Hold Up Time

Die Hold Up Time, auch als Stützzeit bezeichnet, fällt leider oft den Sparmaßnahmen der Hersteller zum Opfer, da hierfür hochkapazitive Stützkondensatoren benötigt werden. Laut ATX-Standard muss das Netzteil noch 16 ms lang den Rechner mit Strom versorgen, sollte dieser vom Netz getrennt werden. Der Testkandidat erreicht hier 16,2 ms und erfüllt damit die Anforderungen an die Hardware. Insgesamt werden 19,33 ms erreicht, bis die Spannung auf der 12-Volt-Leitung unter 11,4 Volt absinkt.
Enermax MaxTytan 800 Watt im Test: Angriff des Titanen (6) Quelle: PC Games Hardware Enermax MaxTytan 800 Watt im Test: Angriff des Titanen (6)

Enermax MaxTytan 800 Watt im Test: Restwelligkeit

Mit der Restwelligkeit, die auch als Ripple bekannt ist, wird die Mischspannung bezeichnet, die entsteht, wenn aus Wechselstrom im Netzteil Gleichstorm generiert wird. In einem Oszilloskop würde die ideale Ausgangsgleichspannung als Linie erkennbar sein, durch die Überlagerung mit Wechselstrom kommt es aber zu einer Welle mit zusätzlichen Ausschlägen. Diese gilt es dann mittels Kondensatoren zu glätten, damit die Mischspannung keine Schäden, wie Datenverlust, an der Hardware verursachen kann. Im Maxtytan in der 800-Watt-Ausführung kommen auf der Primärseite zwei Kondensatoren mit einer elektrischen Kapazität von 560 µF respektive 470 µF zum Einsatz, die von Rubycon (560 µF) und Nichicon (470 µF) produziert werden. Beide sind für 400 Volt und Temperaturen von 105 Grad Celsius ausgelegt. Der Ripple fällt dementsprechend gering aus: Auf der 12-Volt-Leitung können wir eine durchschnittliche Restwelligkeit von 30,78 mV messen. Auf allen Leitungen bleiben somit die erzielten Messungen innerhalb der Grenzwerte von 120 mV für 12-Volt-Leitungen und 50 mV für die Nebenspannungen. Enermax MaxTytan 800 Watt im Test: Angriff des Titanen (7) Quelle: PC Games Hardware Enermax MaxTytan 800 Watt im Test: Angriff des Titanen (7) Enermax MaxTytan 800 Watt im Test: Angriff des Titanen (8) Quelle: PC Games Hardware Enermax MaxTytan 800 Watt im Test: Angriff des Titanen (8)

Enermax Maxtytan 800 Watt im Test: Fazit

Enermax' Flaggschiff verdient zurecht die Titanium-Zertifizierung für das amerikanische 115-Volt-Netz. Daneben zeigt sich die qualitativ hochwertige Bauteilbestückung des Netzteils, indem beispielsweise eine angemessene Hold-Up-Time erreicht wird und ein semi-passiver Lüftermodus vorhanden ist, der erst bei 65 Prozent im Test aktiv kühlte. Bessere Baugruppen und bessere Topologien äußern sich durchaus in einer kalkulierbaren Abwärme, da durch die hohen Effizienzwerte weniger Strom verschwendet wird. Hinzu kommt eine ganze Phalanx an Schutzschaltungen die neben den üblichen Standards auch noch den Temperaturschutz miteinbezieht. Dadurch kann das Netzteil durchgehend bei 50 °C Umgebungstemperatur betrieben werden, was bei manchen Herstellern auch durchaus nicht selbstverständlich ist. Wenn der Lüfter dann mal aktiv kühlt, ist dieser selbst bei Volllast mit 0,7 Sone kaum wahrnehmbar und somit durchaus für Silent-Freunde geeignet.

Mit der gewählten Kondensatorbestückung namhafter japanischer Hersteller kann Enermax die Stützzeit erreichen und die Restwelligkeit niedrig halten. Der Spannungsabfall und die -abweichung fallen auch durch die gewählten Kondensatoren und die DC-DC-Topologie sehr gering aus, sodass man selbst in Crossload-Szenarien keine Bedenken haben muss. Anschlüsse für die eigene Hardware sind zudem zu Genüge vorhanden, getoppt von den einzeln gesleeveten Kabeln mit Kabelklemmen. Für 175 Euro bekommt man hier erstklassige Titanium-Qualität und eine ordentliche Ausstattung.

Produkt MaxTytan 800W
Modellnummer EMT800EWT
Hersteller Enermax
Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis 175,- Euro/befriedigend
PCGH-Preisvergleich www.pcgh.de/maxtytan800
Dauerleistung (Herstellerangabe) 800 Watt
Ausstattung (20 %) 1,20
Kabellänge SATA-/Molex-Stecker 50-95cm/ 50-95cm
Anschlüsse Floppy/PATA/SATA 1/4/12 Stück
12-V-Anschluss/ATX-Stecker (Länge) 4+4 Pin (60cm), 20+4 Pin (60cm), 8-Pin (60cm)
PCI-E-Anschlüsse (Länge) 6 x 6+2 Pin (60cm)
Modulares Kabelsystem Ja, vollmodular
Lüfteranschlüsse Nein
Kühlsystem (Lüftergröße, Art des Lagers) Aktiv, 139-mm-Twisted-Lager-Lüfter
Handbuch/Garantie Kurzanleitung, mehrsprachig/5 Jahre
Schutzschaltungen OVP, UVP, OCP, OPP, OTP, SCP
Zubehör/Sonstiges Kaltgerätestecker, Schrauben, Klettkabelbinder, Plastikkabelbinder
Eigenschaften (20 %) 1,58
Kondensatoren primär Nichicon 460µF, 400V, 105°C, Rubycon 570µF, 400V, 105°C
Kondensatoren sekundär Rubychon
Abmessungen L x B x H 180 x 150 x 86 mm
Belastbarkeit +3,3 V und +5 V 100 Watt
Belastbarkeit +12-V-Schienen 798 Watt
Aufteilung +12-V-Schienen Single-Rail
Leistung (60 %) 1,33
Prüfung 80-Plus-Zertifizierung (115 Volt) bestanden
Effizienz 10/20/50/100 %**(230 Volt) 91/94/95/93
Effizienz bei 25/90/250/500 Watt 79/91/94/94
Lautstärke 10/20/50/80/100 %** 0/0/0/0,6/0,7 Sone
Leistungsaufnahme bei 45 mA ErP 0,45 Watt
Leistungsfaktorkorrektur (PFC) 10 bis 100 %** 0,57-0,99
Restwelligkeit bei 100 % Last*** 28,8/30,8/12,8/19,2/31,2 mV
Spannungsregulation sehr gut
Fazit 1,35
** Auslastung Silent Mode bis 720 Watt
*** +5V, +12V, -12V, +3,3V, +5Vsb Gute Spannungsregulatuion und sehr leise
Produkt MaxTytan 800W

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    • Kommentare (24)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Threshold
        Bei aktiven Netzteilen brauche ich das ja auch nicht. Da läuft ein Lüfter sobald das Netzteil startet.
        Nicht unbedingt, wenn man deiner Logik folgt, dann wird dort einfach konstant gelüfttet, egal ob es ausreicht oder nicht. Wenn man dann die Temperaturen übersteigt, was bei vielen ja 40°C sind oder es zu staubig ist, dann geht es auch dort heiß her. Von daher wäre auch dort irgendeine Art der Temperaturmessung angebracht.

        Zitat von Threshold
        Aber Semi passiv und nur Last ist doch Quark. Das musst selbst du eingestehen.
        Sogesehen sind alle Netzteile ohne Temperatursteuerung und vorallem OTP Quark.

        Ob man es braucht, muß jeder selbst wissen. Wenn man sein Netzteil ordentlich platziert, dann wird das mit den Temperaturen ein geringes Problem sein. Selbst bei den 40°C Netzteilen gibt es eigentlich keine bis kaum klagen. Wer sein Netzteil dann allerdings, ohne Zusatzlüfter, in einen 500W Abwärmestrom reinstellt, der könnte allerdings mal einen Föhngeruch in der Bude haben.

        Mein Seasonic X 460FL erfreut sich jedenfalls bester Gesundheit und ist auch sehr kühl, da es unten platziert ist. An und für sich dürfte ich es sogar in 50°C heißer Luft betreiben.
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Threshold
        Bei aktiven Netzteilen brauche ich das ja auch nicht. Da läuft ein Lüfter sobald das Netzteil startet.
        Nicht unbedingt, wenn man deiner Logik folgt, dann wird dort einfach konstant gelüfttet, egal ob es ausreicht oder nicht. Wenn man dann die Temperaturen übersteigt, was bei vielen ja 40°C sind oder es zu staubig ist, dann geht es auch dort heiß her. Von daher wäre auch dort irgendeine Art der Temperaturmessung angebracht.

        Zitat von Threshold
        Aber Semi passiv und nur Last ist doch Quark. Das musst selbst du eingestehen.
        Sogesehen sind alle Netzteile ohne Temperatursteuerung und vorallem OTP Quark.

        Ob man es braucht, muß jeder selbst wissen. Wenn man sein Netzteil ordentlich platziert, dann wird das mit den Temperaturen ein geringes Problem sein. Selbst bei den 40°C Netzteilen gibt es eigentlich keine bis kaum klagen. Wer sein Netzteil dann allerdings, ohne Zusatzlüfter, in einen 500W Abwärmestrom reinstellt, der könnte allerdings mal einen Föhngeruch in der Bude haben.

        Mein Seasonic X 460FL erfreut sich jedenfalls bester Gesundheit und ist auch sehr kühl, da es unten platziert ist. An und für sich dürfte ich es sogar in 50°C heißer Luft betreiben.
      • Von BeaverCheese Freizeitschrauber(in)
        Wenn die Baugruppen aufgrund der Güte der verbauten Teile bei geringer Last einfach nicht heiß werden, ist das doch in Ordnung.
        Sollte ein Defekt in irgendeiner Form auftreten, wird durch die Sicherheitsschaltungen eh abgeschaltet

        *zensiert*

        INU-Edit: Achte bitte mal etwas auf deine Ausdrucksweise!
      • Von Threshold Großmeister(in) des Flüssigheliums
        Zitat von amdahl
        Ist das schonmal passiert? Weißt du dass neben der Lastregelung nicht doch eine Temperaturregelung aktiv ist?
        Das ist ja die Frage. Gibt es nur die Lastregelung oder gibt es dazu auch noch eine Temperaturregelung?
        Im Artikel steht nur was von Last und nachgefragt hat bei Enermax offenbar auch niemand.
        Entweder das Netzteil kann nur Last oder es ist schlecht recherchiert worden.
        Semi Passiv und nur bei Last geregelt ist für den Eimer.
        Hast du sowohl Last und Temperatur Regelung, ist das besser, nur sollte man das dann auch recherchieren oder im Artikel explizit erwähnen.

        Zitat von Pu244
        Dennach müßtest du auch alle Netzteile mit lastabhängigen Lüfterkurven kritisieren, tust du aber nicht.
        Bei aktiven Netzteilen brauche ich das ja auch nicht. Da läuft ein Lüfter sobald das Netzteil startet.
        Aber Semi passiv und nur Last ist doch Quark. Das musst selbst du eingestehen.
        Oder findest du es gut, wenn das Netzteil aufgrund Überhitzung abschaltet, du aber gerade mal bei 50% Last angekommen bist?

        Und was soll das BeQuiet Geschwafel wieder? Geht es hier um BeQuiet? Nope. Geht um Enermax. Bleib also mal beim Thema.
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Threshold
        Sinnvoller wäre es, wenn der Lüfter über die Temperatur geregelt wird, oder nicht?
        Scheinst du aber offenbar nicht zu begreifen, denn sonst würdest du nicht so einen Unsinn schreiben.
        Dennach müßtest du auch alle Netzteile mit lastabhängigen Lüfterkurven kritisieren, tust du aber nicht. Bei einer Temperaturregelung wäre auch das Problem, dass der Hersteller eine zu hohe Temperatur wählt. Also wären, wärmetechnisch gesehen, nur Netzteile mit faster Lüfterdrehzahl empfehlenswert, da nur sie in geringen Lastbereichen erwiesenermaßen kühl bleiben. Komischerweise ist diese Forderung nie gekommen.

        Zitat von Threshold
        Wie gesagt, Semi Passiv muss man kritisieren, wenn sowas wie Lüfter schaltet sich bei Last so und so ein.
        Ein Lüfter sollte immer Temperatur geregelt sein, denn dann kann er sich einschalten, wenns zu warm wird.
        Ist doch bescheuert, wenn das Netzteil abschaltet, weils zu heiß wird, du aber nichts dagegen machen kannst, weil der Lüfter eben nur Last geregelt ist.
        Oder nicht?
        Du kritisierst auch nicht die BeQuiet Netzteile nicht dafür, dass sie eine Lüfterkurve haben. Im Prinzip ist Semi passiv einfach eine Lüfterkurve, mit der Drehzahl 0, bis zu einem gewissen Punkt. Meines Wissens sind einige Semipassive Netzteile sehr wohl temperaturgeregelt und schalten ihn an, wenn es zu warm wird. Es gab bisher auch keine Beschwerden von Nutzern dieser Netzteile, dass die Dinger einfach so ausgegangen wären.

        Tatsache ist nunmal, dass sich sämtliche Horrorgeschichten nicht bewahrheitet haben und die semipassiven Netzteile, von Seasonic, auch nach 7 Jahren 1A funktionieren, genau wie mein passives.
      • Von amdahl Volt-Modder(in)
        Ist das schonmal passiert? Weißt du dass neben der Lastregelung nicht doch eine Temperaturregelung aktiv ist?
        Ich als Ingenieur würde so eine Lastregelung nur implementieren wenn sichergestellt ist dass die Temperaturen weit weg vom kritischen Bereich sind. Und zusätzlich eben noch die Sicherheit einbauen dass der Lüfter trotz niedriger Last einschaltet wenn die Temperaturen aus welchem Grund auch immer doch zu hoch werden sollten. Alles andere wäre ziemlich bescheuert, und ich bin mir nicht sicher ob man den Ingenieuren die an diesen Produkten beteiligt sind das grundsätzlich unterstellen sollte.
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