Neue MSI-Netzteile: Radeon RX 9070 (XT) nur mit Adapter möglich

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Neue MSI-Netzteile: Radeon RX 9070 (XT) nur mit Adapter möglich
Quelle: MSI

Zwei neue MSI-Netzteile können AMDs neue Radeon RX 9070 (XT) aber Werk nicht mit Strom versorgen - Kunden müssen sich dafür einen Adapter zulegen. Hintergrund ist eine sehr eigenartige Aufteilung der Anschlüsse.

AMDs kann sich mit Blick auf die neuen Grafikkarten, die Radeon RX 9070 und die Radeon RX 9070 XT, mit Sicherheit nicht über mangelnde Nachfrage beschweren. Mit Blick auf die hauseigenen Boardpartner hatte das Unternehmen aber jüngst einen Verlust zu verschmerzen: MSI will mindestens die aktuelle Generation aussetzen. Obendrein hat das Unternehmen dieses Jahr auch noch zwei neue Netzteile vorgestellt, die die RX 9070 (XT) nicht mit Strom versorgen können - zumindest nicht ohne Weiteres.

Obskure Anschlüsse

Konkret geht es um die beiden MSI-Netzteile MPG A1000GS PCIE5 und MPG A1250GS PCIE5. Ersteres ist schon seit dem Jahreswechsel erhältlich, letzteres wurde erst im März vorgestellt. Passend zum ähnlichen Namen unterscheiden sich beide nur durch die verfügbare Leistung von 1.000 beziehungsweise 1.250 Watt. Alles andere, beispielsweise die Anschlüsse und Kabel, ist identisch. Und ebendiese werden für AMDs aktuelle Radeon-Grafikkarten zum Problem, denn MSI fokussiert sich auf den neuen 12V-2×6-Stecker, für den gleich zwei Buchsen vorgesehen sind. Ebendiese kommen vornehmlich bei Nvidia-Grafikkarten zum Einsatz. Passend dazu bewirbt MSI die Netzteile auch explizit für die RTX-5000-Reihe.

Am Netzteil befinden sich zwar genügend Anschlüsse, es mangelt aber an den passenden Kabeln. Quelle: MSI Am Netzteil befinden sich zwar genügend Anschlüsse, es mangelt aber an den passenden Kabeln. Grafikkarten mit den alten, sechs- oder achtpoligen Steckern sind hingegen nur bedingt vorgesehen. Am Netzteil selbst gibt es zwar drei entsprechende Buchsen. MSI legt aber nur ein Kabel mit GPU-Anschluss und zwei mit CPU-Anschluss bei. AMDs Radeon RX 9070 (XT), die zwei achtpolige Stecker zur Versorgung benötigt, kann damit nicht ohne Adapter betrieben werden. Warum MSI dann überhaupt einen entsprechenden Stecker vorsieht, ist dabei nicht ersichtlich. Denn wer eine Grafikkarte mit entsprechend niedrigem Verbrauch betreiben will, der dürfte sich kaum ein Netzteil mit 1.000 oder 1.250 Watt zulegen. Es wäre wohl wesentlich sinnvoller gewesen, hätte MSI den Stecker ganz weggelassen und einen Adapter beigelegt, um den 12V-2×6-Stecker auf zwei 8-Pin-Stecker aufzuteilen.

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Immerhin: Für Radeon-Nutzer dürfte die Inkompatibilität kein allzu großer Verlust darstellen, denn die MSI-Netzteile bieten mit Blick auf die Elektronik die gewohnte Kost. Die Rede ist unter anderem von einem vollmodularen Aufbau, einer 80-Plus-Gold-Zertifizierung und den üblichen Schutzschaltungen. Verlangt werden dafür laut PCGH-Preisvergleich aktuell knapp 265 Euro bei 1.000 Watt oder 270 Euro bei 1.250 Watt.

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Quelle: MSI (MPG A1000GS PCIE5 / MPG A1250GS PCIE5) via Overclock3D / Tom's Hardware

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    • Kommentare (29)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]: MSI nutzt den 6+2-Stecker in der aktuellen Generation intensiv für Zusatz-Stromversorgung seiner Mainboards. Wäre blöd, wenn MSI-Netzteile das nicht berücksichtigen würden.

        Zitat von Homerclon
        Die 1000W-Variante gibts auch bei Galaxus, aber nicht ab Lager lieferbar.

        In jedem Fall eine merkwürdige Konstruktion, dieser beiden Netzteil.
        2x 12V-2x6 hätte ich erst bei einem NT mit >1800W erwartet. Wobei es auch dann noch ein NT für ein Nischenmarkt wäre. Gibt kein großen Bedarf an NTs für Privat-PCs mit mehreren 12V-2x6-Anschlüssen.
        2× 12V-2x6 sind, bei Einhaltung der Specs, ab 751 W GPU-Leistung zwingend nötig. Über einen sind nur 600 W + 75 W PCI-E möglich. Über die spezifizierten 2× 6+2-Pin (3×-Lösungen sind meinem Wissen nach nicht Spec-konform) sind maximal 375 W je Karte denkbar und bei den heutigen Kühlergrößen bekommt man keine drei Karten mehr verbaut. Da die "+ PCI-E-Slot"-Werte in der Praxis auch nicht exakt ausgereizt werden können und 12V-2x6 teils schon für Karten knapp über 300 W genutzt werden, von denen man zwei verbauen wollen könnte, ist die "möglicherweise sinnvoll" Grenze sogar eher bei >600 W GPU-Verbrauch zu ziehen. Rechnet man mit 100 W für ein konsequent optimiertes Restsystem also bereits bei Netzteilen mit 700 W Gesamtleistung, spätestens 750 W. Bei 1.800 W würde ich eher drei Anschlüsse dieser Art erwarten.

        Umgekehrt kann mit Workstation-Hardware und Laufwerken aber auch deutlich über 500 W abseits der GPUs verbraten, sodass es einem 1.250-W-Netzteil weiterhin gut stünde, Anschlüsse für zwei 2× 6+2-Grafikkarten mitzubringen. Dafür braucht es auch nichts weiter als zwei passende Kabelstränge – Netzteilsseitig werden sowohl 2× 6+2 als auch 12V-2x6 über 6× 12 Volt und 6× Masse angebunden. Das bei ersterem noch 4, bei letzterem aber nur 2 Masse-Sense-Kontakte hinzukommen, kann man auch durch Doppelbelegung kompensieren, und somit die gleichen Buchsen verwenden.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]: MSI nutzt den 6+2-Stecker in der aktuellen Generation intensiv für Zusatz-Stromversorgung seiner Mainboards. Wäre blöd, wenn MSI-Netzteile das nicht berücksichtigen würden.

        Zitat von Homerclon
        Die 1000W-Variante gibts auch bei Galaxus, aber nicht ab Lager lieferbar.

        In jedem Fall eine merkwürdige Konstruktion, dieser beiden Netzteil.
        2x 12V-2x6 hätte ich erst bei einem NT mit >1800W erwartet. Wobei es auch dann noch ein NT für ein Nischenmarkt wäre. Gibt kein großen Bedarf an NTs für Privat-PCs mit mehreren 12V-2x6-Anschlüssen.
        2× 12V-2x6 sind, bei Einhaltung der Specs, ab 751 W GPU-Leistung zwingend nötig. Über einen sind nur 600 W + 75 W PCI-E möglich. Über die spezifizierten 2× 6+2-Pin (3×-Lösungen sind meinem Wissen nach nicht Spec-konform) sind maximal 375 W je Karte denkbar und bei den heutigen Kühlergrößen bekommt man keine drei Karten mehr verbaut. Da die "+ PCI-E-Slot"-Werte in der Praxis auch nicht exakt ausgereizt werden können und 12V-2x6 teils schon für Karten knapp über 300 W genutzt werden, von denen man zwei verbauen wollen könnte, ist die "möglicherweise sinnvoll" Grenze sogar eher bei >600 W GPU-Verbrauch zu ziehen. Rechnet man mit 100 W für ein konsequent optimiertes Restsystem also bereits bei Netzteilen mit 700 W Gesamtleistung, spätestens 750 W. Bei 1.800 W würde ich eher drei Anschlüsse dieser Art erwarten.

        Umgekehrt kann mit Workstation-Hardware und Laufwerken aber auch deutlich über 500 W abseits der GPUs verbraten, sodass es einem 1.250-W-Netzteil weiterhin gut stünde, Anschlüsse für zwei 2× 6+2-Grafikkarten mitzubringen. Dafür braucht es auch nichts weiter als zwei passende Kabelstränge – Netzteilsseitig werden sowohl 2× 6+2 als auch 12V-2x6 über 6× 12 Volt und 6× Masse angebunden. Das bei ersterem noch 4, bei letzterem aber nur 2 Masse-Sense-Kontakte hinzukommen, kann man auch durch Doppelbelegung kompensieren, und somit die gleichen Buchsen verwenden.
      • Von GigZz Schraubenverwechsler(in)
        Zitat von PixelPiet77
        Die Sapphire RX 9070 xt Nitro+ hat den selben Stecker wie die Nvidia Karten. Also eine Radeon braucht kein Adapter.
        Das mag für die Nitro+ gelten, nicht aber für die Pure und die Pulse.
        Bei anderen Boardpartnern z.b. AsRock sieht es ähnlich aus und wieder andere z.b. ASUS nutzen den 6x2 garnicht sondern im Ernstfall weiterhin 3x6+2.

        Da AMD hier praktisch keine spezifikation vorgibt, macht das jetzt einfach jeder wie er will.
      • Von Blackfirehawk BIOS-Overclocker(in)
        Wieso.
        Ryzen 9800x3D + RTX4090/5090 mit 600watt ist n 1000w Netzteil voll ausreichend

        Mit dem 14900k hätte ich eher bedenken
      • Von SanderX PC-Selbstbauer(in)
        naja 1000w oder 1200w NT's würde ich auch eher in die 5080, 5090 Ecke packen. Es sei denn man steckt ne 7900XTX OC mit einer 14900KS zusammen.

        Ich hoffe mein 850w Platin NT hält noch eine Weile. 😏
      • Von Homerclon Volt-Modder(in)
        Zitat von Pu244
        Die waren Allerdings vor 5 Jahren schon alle wieder weg vom Markt
        Na ja, die Vegas waren die Vorgänger der (Anfang) 2020 noch aktuellen RX 5000, welche bekanntlich nur die Mittelklasse bedienten. Viele die eine Vega hatten, werden nicht aufgerüstet haben - oder sind zu NVIDIA gewechselt.
        Zitat von Pu244
        Die kamen gut ein halbes Jahr später.
        Aber 2020.
        Zitat von Pu244
        OC ist nach der GTX 980Ti nicht mehr wirklich sinnvoll*, wird aber dennoch gemacht und die Karten verkaufen sich.
        Geht ja nicht mal ums (Werks-)OC, sondern bereits das was von NVIDIA & co. vorgesehen ist.
        Ab Werk ist es sogar schon höher als nötig.
        Bei der 5090 könnte man gar 125W einsparen, und würde nur 5% der Leistung verlieren.
        Bei der 4090 100W weniger, und man hätte nur -2% der Leistung - gut, die nutzt ihr Limit eh nur selten aus. Zumindest jeweils bei der Spieleleistung, bei der Anwendungsleistung sähen die Unterschiede vielleicht größer aus, da hab ich nur gerade keine Benchmarks zur Hand.
        Aber erreicht komplett ohne gesonderte Spannungsreduzierung, allein durch herabsetzen des Powerlimits. Wenn man nun noch die Spannung etwas niedriger ansetzen würde, könnte man sogar den Leistungsverlust eliminieren, oder auch etwas mehr Leistung erzielen.
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Zitat von Pu244
        Möglich, dass Nvidia bei der RTX 6090 eine Pause macht und sich erstmal mit den maximalen 600W zufrieden gibt, aber irgendwann geht es weiter und dann braucht man einen zweiten Stecker,
        Und dann "braucht" es heute bereits entsprechende Netzteile, bei denen jedoch noch heute neu veröffentlichte ohne Adapter (nicht mitgeliefert) nicht mehr angeschlossen werden können?
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