[PLUS] IPS, VA und TN im 240-Hz-Vergleich - 240 Hz entwachsen der E-Sport-Nische
PCGH Plus: Ein Gaming-Monitor ist stets ein Kompromiss: Gute Bildqualität haben oder höchste Bildfrequenz? Lange waren 240-Hz-Monitore auf TN-Panels beschränkt, nun erscheinen erste VA- und IPS-Modelle. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 02/2020.
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Schön und schnell
Ende 2016 kam mit dem Benq Zowie XL2540 der erste 240-Hz-Monitor auf den Markt. Seitdem sind viele Modelle gefolgt und es hat sich auch einiges weiterentwickelt. So gibt es mittlerweile auch einige Modelle in 27 Zoll statt nur 24,5 Zoll und neuere Panels haben bereits native 8 Bit Farbtiefe anstatt nur 6 Bit mit Dithering (FRC). Drei Jahre später werden die Evolutionsschritte der 240-Hz-Panels endlich größer: Inzwischen gibt es zwei Monitore mit WQHD-Auflösung bei 240 Hz, die im letzten Heft vorgestellt wurden. Hier stellen wir die beiden ersten "240er" mit einem VA- und einem IPS-Panel vor, die bereits auf dem Markt sind. Das VA-Panel des Samsung C27RG50 ist kontraststark, das IPS-Panel des Viewsonic XG270 ist blickwinkelstark und farbecht. Das sind die jeweiligen Vorteile der beiden Paneltechniken gegenüber TN. sie werden aber immer schneller, während neuere TN-Panels auch eine immer bessere Bildqualität bekommen. Die alte Bauernregel "IPS hui, TN pfui" gilt schon lange nicht mehr. An den Nachteilen aller Paneltechniken wird kontinuierlich gefeilt, sodass sie sich immer mehr angleichen, die Unterschiede also nicht mehr so gravierend sind und die Einsatzzwecke bei Weitem nicht mehr so klar definiert. TN gilt als geeignet für schnelle Shooter und IPS als obligatorisch bei der Bildbearbeitung. So einfach lassen sich die verschiedenen Panel-Arten aber schon lange nicht mehr einordnen. Es kommt stets auf das jeweilige Modell an.
Es gibt keine zu hohe Bildwiederholrate
Woher kommt eigentlich der Mythos, man brauche für 240 Hz auch 240 Fps? Wir wissen es nicht. Über viele hochfrequente Monitore, allen voran über die neuen mit UHD und 144 Hz, ist zu lesen, dass selbst High-End-Rechner so einen Monitor nicht "befeuern" können. Sicherlich, selbst eine sündhaft teure RTX 2080 Ti ist von 144 Fps in UHD noch weit entfernt, was aber noch lange nicht heißt, dass eine höhere Bildwiederholrate sinnlos wäre, wenn die Bildrate weit darunter liegt. Ein Beispiel: 120 Fps bei 240 Hz hat noch immer Vorteile gegenüber 120 Fps bei nur 120 Hz. Idealerweise liegt zwar die Bildrate in der Region der (hohen) Bildwiederholrate. Trotzdem bietet eine hohe Frequenz auch bei niedrige(re)n Fps Vorteile: Tearing ist wegen des schnelleren Bildaufbaus kürzer sichtbar. Und selbst wenn der eigene Rechner noch nicht die Fps in die Frequenzsphären des neuen Monitors hieven kann: So ein Monitor soll ja unter Umständen auch für die nächste Grafikkarte gerüstet sein und überlebt gut und gerne mehrere Rechner-Generationen. Klar ist der Sprung zwischen 120 und 240 Hz nicht mehr so gewaltig wie der zwischen 60 und 120 Hz. Dennoch gilt bezüglich Fps und Hz die Faustregel: Mehr ist immer besser.
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