Microsoft-Forscher konstruieren druckempfindlichen 3D-Bildschirm
Im Rahmen eines Microsoft-Forschungsprojekts haben Wissenschaftler eine Methode entwickelt, 3D-Objekte auf einem Bildschirm mithilfe von Fingerdruck unterschiedlich stark zu verschieben.
Die Forschungsabteilung von Microsoft hat ein Verfahren entwickelt, mithilfe dessen es möglich ist, einen Computermonitor druckempfindlich zu machen. Durch unterschiedlich starken Fingerdruck kann man steuern, wie weit man virtuelle 3D-Objekte auf dem Display in den Bildhintergrund verschiebt. Das Verfahren wurde bereits im März bei dem von Microsoft veranstalteten TechFest 2013 vorgestellt. Die bei dem Projekt federführenden Microsoft-Wissenschaftler Mike Sinclair, Michel Pahud und Hrvoje Benko haben eine Konstruktion gebaut, bei der eine zusätzliche Displayschicht vor einen normalen Monitor gesetzt wird und in dem schmalen Hohlraum zwischen den beiden Displays druckempfindliche Sensoren platziert werden. Der bei der Berührung der vorderen Schicht ausgeübte Druck wird über die Sensoren an einen Roboterarm weitergeleitet, der sich hinter dem Monitor befindet und an dem dieser aufgehängt ist. Je nach Druckstärke erzeugt der Roboterarm einen Gegendruck, der dem tastenden Benutzer einen Eindruck von der Trägheit, also Masse des jeweiligen virtuellen Objekts vermittelt.
Die Forscher ordneten in einem Versuch mehrere Objekte auf dem Bildschirm an, die dreidimensionale Körper aus unterschiedlichen Materialien repräsentierten, beispielsweise Stein oder Holz. Den Testpersonen wurden die Augen verbunden, und sie sollten die Objekte anhand der simulierten Trägheit erraten. Dies gelang nach Auskunft der Wissenschaftler perfekt: 100 Prozent der Objekte wurden korrekt erraten. Sinclair, Pahud und Benko sehen mögliche Einsatzgebiete des von ihnen entwickelten Verfahrens im 3D-Spielebereich, in der Medizin und in der Lehre.
Quelle: ExtremeTech


Der Gegendruck ist aber schon klasse
Vollkommen unbrauchbar würde ich nicht sagen (für den Desktopbetrieb / zum zocken sicher, ok). Golem schreibt dazu z. B.:
Wofür das haptische Display sinnvoll ist, erläutert Pahud ebenfalls: Zum Beispiel könnten so Röntgenbilder oder MRT-Aufnahmen vom Gehirn vom Arzt abgefühlt und auf Anomalien hin untersucht werden.
Insofern cooles Teil wenn es mal ausgereift ist.
Der Gegendruck ist aber schon klasse