Sony-Patent: "Holo"-Display für brillenloses 3D - auch für Konsolen wie Playstation geeignet

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Sony-Patent: "Holo"-Display für brillenloses 3D - auch für Konsolen geeignet (1)
Quelle: Sony

Die Tüftler von Sony haben eine neue Display-Technologie als Patent eingereicht. Die Bezeichnung als "Holographic Display Screen" hört sich zunächst spektakulär an. In Realität handelt es sich aber schlichtweg um einen neuen Ansatz für brillenloses 3D-Sehvergnügen. Dass dabei auch der Einsatz in Verbindung mit Spielekonsolen, darunter auch die Playstation-Marke, vorgesehen ist, ist vielleicht ein kleines Highlight. Mit der PS5 muss das aber nicht unbedingt etwas zu tun haben.

Für Tech-Konzerne ist es üblich, an Technologien der Zukunft zu forschen und so macht es selbstverständlich auch Sony. Gerne wird durch die Unmengen an Patenten gewühlt und dabei auch der eine oder andere interessante Fund gemacht. Gerade im Angesicht der anstehenden Playstation 5 erweisen sich Einreichungen seitens Sony Interactive Entertainment, Mutterkonzern der Playstation-Marke, als besonders interessant. Aktuell macht deshalb auch ein Patent die Runde, das ein "holografisches" Display beschreibt.

"Playstation" findet Erwähnung, doch auch Microsoft und Nintendo werden beim Namen genannt

Der technische Ansatz ist zwar weitestgehend neu, das Patent wurde 2017 eingereicht, die Idee ist aber schon weitaus älter. Die "Holografie" im Kontext der Erfindung bezieht sich nämlich nicht auf eine freistehende Projektion im Raum, sondern auf ein 3D-Display, für das es keine zusätzliche Brille braucht. Hier gab es mit dem Aufkommen der jüngsten 3D-Welle vor nunmehr vielen Jahren einige Ansätze. Daraus resultierten nicht nur Fernseher, sondern auch Smartphones und - den meisten hier am ehesten geläufig - der Nintendos 3DS. Doch abseits des Erfolgs von Nintendos 3D-Handheld konnte sich die Technologie in den heimischen vier Wänden sowie für den Einsatz unterwegs nicht auf breiter Front durchsetzen.

Zumindest erstere Sparte würde durch das Patent wieder aufgegriffen werden. Eine zwangsläufige Verbindung zur Playstation 5 besteht aber nicht. Zwar wird die Erfindung zu Sony Interactive Entertainment gezählt und die Erfinder sind für die Tochter der Sony Corporation tätig, mit der Entwicklung von Spielekonsolen haben sie zumeist wenig am Hut. Die Namen Charles McCoy, True Xiong und Blain Morgan finden sich hauptsächlich bei Patenten zu Fernseh-, Mobil-, Kamera- und Netzwerktechnologien wieder. Selten zeichnen sie für Erfindungen verantwortlich, die im Zusammenhang mit Gaming stehen. Der Name Playstation fällt zwar innerhalb des Patents, eine Exklusiv-Technologie ist es aber nicht, da auch Microsoft und Nintendo im Kontext von Spielekonsolen explizit Erwähnung finden. Auch andere derartige Gerätschaften könnten damit genutzt werden. Ebenso werden VR-Headsets genannt.

Mikro-Spiegel sollen Licht in richtige Bahn lenken

Wie in Patenten üblich, handelt es sich um eine generelle Verallgemeinerung, um sich in alle Richtungen abzusichern. Auch wird nicht nur ein spezieller technischer Ansatz genannt, sondern direkt mehrere Möglichkeiten. Gleich sind dabei stets mehrere Faktoren, die unterschiedlich arbeiten. Wie bei Micro-LED-Panelen sind die einzelnen Pixel voneinander getrennt. Statt kleiner LEDs sollen bewegliche Mikro-Spiegel zum Einsatz kommen. Die werden innerhalb eines Pixelelements mit Lichtstrahlen aus entsprechenden Emittern befeuert.

Mikro-Spiegel sollen Lichtstrahlen in unterschiedliche Winkel ablenken Quelle: Sony Interactive Entertainment Mikro-Spiegel sollen Lichtstrahlen in unterschiedliche Winkel ablenken Der Strahl wird durch eine veränderbare Ausrichtung des Mikro-Spiegels im Anschluss im richtigen Winkel auf das Auge des Nutzers abgelenkt. Für die Justierung ist ein entsprechender Mechanismus vorgesehen. Dadurch, dass sich die Spiegel unabhängig voneinander bewegen lassen, erfolgt jeweils eine Ausrichtung auf das linke und rechte Auge eines Betrachters. Durch die Nutzung unterschiedlicher und versetzter Winkel kann letztlich ein 3D-Effekt erzeugt werden.

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Die Ausrichtung der Lichtstrahlen auf die Augen eines Nutzers kann jedoch nicht nur auf Verdacht erfolgen. Stattdessen braucht es eine entsprechende Eye-Tracking-Vorrichtung. Die kann, wie in den Illustrationen dargestellt, beispielsweise über dem eigentlichen "Holo"-Display angebracht werden. Die Anzahl der Betrachter soll sich derweil nicht auf eine einzelne Person beschränken. Auch mehrere Nutzer sollen sich vor den Bildschirm setzen und das Bild in 3D betrachten können.
Unterstützung für das Display gibt es durch Eye-Tracking. Auch mit mehreren Betrachtern kommt das Display zurecht. Quelle: Sony Interactive Entertainment Unterstützung für das Display gibt es durch Eye-Tracking. Auch mit mehreren Betrachtern kommt das Display zurecht. Wie praktikabel ein derartiger Ansatz ist, ist eher fraglich. Durch die Vielzahl an mechanischen Elementen, insbesondere der winzige Ausrichtungsmechanismus der Mikro-Spiegel, kann viel schief gehen. Verschleiß ist dabei nur ein unerwünschter Nebeneffekt.

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    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von DarkWing13 BIOS-Overclocker(in)
        AW: Sony-Patent: "Holo"-Display für brillenloses 3D - auch für Konsolen wie Playstation geeignet

        Wurde sowas nicht schon vor 1-2 Jahren auf einschlägigen Messen von Toshiba (LG?) präsentiert?
        Leider mit mäßigen Erfolg, da ein überzeugender 3D-Effekt von zu vielen Variablen abhing. (Sitzposition, Augenrichtung, ect.)

        mfg
      • Von DarkWing13 BIOS-Overclocker(in)
        AW: Sony-Patent: "Holo"-Display für brillenloses 3D - auch für Konsolen wie Playstation geeignet

        Wurde sowas nicht schon vor 1-2 Jahren auf einschlägigen Messen von Toshiba (LG?) präsentiert?
        Leider mit mäßigen Erfolg, da ein überzeugender 3D-Effekt von zu vielen Variablen abhing. (Sitzposition, Augenrichtung, ect.)

        mfg
      • Von mattinator Volt-Modder(in)
        AW: Sony-Patent: "Holo"-Display für brillenloses 3D - auch für Konsolen wie Playstation geeignet

        Seit wann ist das denn so:
        Zitat
        Verschleiß ist dabei nur ein unerwünschter Nebeneffekt.
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