Dell UP3017Q: Erster OLED-PC-Monitor kommt nicht mehr
Dell wird den UP3017Q getauften Monitor, den man vor einem Jahr angekündigt hatte, nicht mehr auf den Markt bringen. Ursprünglich wurde dieser als erstes OLED-Display für den PC-Bereich angekündigt. Laut eigenen Aussagen hätte er die Erwartungen bei einem Preispunkt von 5.000 US-Dollar nicht befriedigen können.
Vor einem Jahr hat Dell den UP3017Q im Rahmen der CES 2016 vorgestellt und dabei für einiges Furore gesorgt. Es sollte sich um den ersten PC-Monitor mit einem OLED-Panel handeln, das 3.840 × 2.160 Pixel (Ultra HD/4K) auf 30 Zoll darstellt (146,9 ppi). Dank Thunderbolt 3 - eventuell auch Displayport 1.3 - hätte man 120 Hertz erreicht, dank OLED-Technik einen statischen Kontrast von 400.000:1 - kontraststarke VA-Panels schaffen gerade einmal 3.000 - 4.000:1. Die Reaktionszeit sollte bei 0,1 Millisekunden liegen. Dank 10-Bit-Ansteuerung hätte der UP3017Q 1,07 Milliarden Farben anzeigen und den Adobe-RGB-Farbraum zu 100 Prozent abdecken können.
In Deutschland hat den UP3017Q kein einziger Händler jemals gelistet. Auch in den USA hat der Verkauf entgegen falsch interpretierter Aussagen nie begonnen. Die französische Webseite lesnumeriques.com (maschinelle Übersetzung) hat auf der CES 2017 bei Dell nachgefragt, was aus dem UP3017Q geworden ist. Ein Dell-Mitarbeiter bestätigte, dass die Markteinführung gestrichen wurde. Man sei zur Erkenntnis gelangt, dass das Display die hohen Erwartungen aufgrund des Datenblatts, der OLED-Technik und des hohen Preisen (5.000 US-Dollar) nicht hätte erfüllen können. Konkret genannt wurde eine Farbabweichung, wenn man das Bild seitlich betrachtet hat - weitere Details weiß wahrscheinlich nur Dell selbst.
Am Ende müssen Interessenten also weiterhin auf den ersten PC-Monitor mit OLED-Panel warten. Im Smartphone- und Tabletbereich sind solche schon längst gang und gäbe, bei Fernsehern befinden sie sich auf dem Vormarsch. OLED ist prinzipbedingt vor allem für HDR interessant - ein Thema, mit dem im PC-Bereich noch stiefmütterlich umgegangen wird.

Wie heiß noch der Hersteller?
Man nutzt die gängigen "weißen" LEDs, also blau mit gelblichem Phosphor und Farbfilter. So altern die LEDs zwar genauso schnell, wie normale blaue, aber das Panel entwickelt keinen Farbstich und zumindest für die Nutzungszeiten von Smartphones und Fernsehern reicht die Lebensdauer blauer LEDs wohl aus. Zudem kann man ja ein paar Sicherheitsreserven einbauen, so dass der Nutzer anfangs gar keine 100 Prozent Helligkeit nutzen will und späteren Leuchtkraftverlust ausgleichen kann.
Ich warte seit über 10 Jahren, das OLED endlich meinen Röhrenmonitor ablösen kann. Vor kurzem habe ich mir eine GTX 980Ti statt einer GTX 1070 zugelegt, weil diese keinen analogen Ausgang mehr hat. Naja, für die nächsten 2-3 Jahre bin ich versorgt (solange die Röhre nicht den Geist aufgibt) und bis dahin sollte sich einiges getan haben, dann hoffentlich 8K, 120Hz und mit Quantenpunkten.
Filter/sekundäre Fluoreszenzfarbstoffe könnte man verwenden, wenn man weiße/ultraviolette OLEDs hätte - nur gibt es keine weißen LEDs, und ultraviolett emittierende Leuchtstoffe würden noch um ein Vielfaches schneller draufgehen als blaue. Grün und rot könnte man erhalten, indem man entsprechend absorbierende/emittierende Farbstoffe vor die blaue LED schmiert, da deren Emission energetisch niedriger liegt. Umgekehrt bräuchte man schon Fluoreszenz-Upconversion, was prinzipiell zwar denkbar, aber ziemlich sicher deutlich zu ineffizient ist, um genug blaues Licht zu generieren. Um die blauen OLEDs kommt man also nicht herum. Man kann natürlich die unterschiedlich schnelle Alterung vermeiden, indem man NUR blaue OLEDs verbaut, und dann weitere Farbschichten in die jeweiligen Subpixel einbringt, um grün und rot zu schaffen.
Gibts da irgendwo mehr Details, was LG genau macht?
Man nutzt die gängigen "weißen" LEDs, also blau mit gelblichem Phosphor und Farbfilter. So altern die LEDs zwar genauso schnell, wie normale blaue, aber das Panel entwickelt keinen Farbstich und zumindest für die Nutzungszeiten von Smartphones und Fernsehern reicht die Lebensdauer blauer LEDs wohl aus. Zudem kann man ja ein paar Sicherheitsreserven einbauen, so dass der Nutzer anfangs gar keine 100 Prozent Helligkeit nutzen will und späteren Leuchtkraftverlust ausgleichen kann.