Bildwiederholrate: Kann das menschliche Auge wirklich fast 40.000 Hz sehen?
Ein Youtuber verweist auf eine Studie, laut der das menschliche Auge im Extremfall bis fast 40.000 Hz noch Störeffekte sehen kann. Dieser Fall zeigt, dass der Vorteil schnellerer Monitore von der Anwendung abhängt.
Die Wahl der "richtigen" Bildwiederholrate für Gaming-Monitore ist ein ewiger Quell der Diskussionen: Viele Spieler kommen gut mit den normalen 60 Hz aus, andere schwören auf Monitore mit teils deutlich schnelleren Bildwechseln. Das ist längst auch bei den Monitor-Herstellern angekommen. Dort tobt seit Jahren ein Kampf um immer höhere Fps-Werte, jüngst wurden sogar erstmals Modelle mit 1.000 Hz angekündigt. Doch laut einem Video des Youtube-Kanals techless, in dem dieser die aktuelle Studienlage analysiert, verschwinden auch damit nicht alle Störeffekte.
Verschiedene Effekte
Dabei geht er einzeln auf die Probleme ein, die bei geringen Bildraten auftreten. Direkt aufeinanderfolgende Schwarz-Weiß-Bildwechsel erscheinen ihm im Selbsttest erst ab 180 Hz als einfach nur grau. Noch schlimmer wird es, wenn man je eine Bildschirmhälfte Schwarz/Weiß einfärbt und durchwechselt. Hier verweist techless auf eine Studie, laut der das so erzeugte Flackern von manchen Personen noch bei 800 Hz wahrgenommen werden kann, und die Hälfte der Personen selbst bei 500 Hz noch ein Flackern wahrnimmt. Auf Monitore umgerechnet würde das 1.600 Hz bzw. 1.000 Hz entsprechen, denn die Studie nimmt als 1 Hz einen Wechsel von Schwarz auf Weiß auf Schwarz an. In Monitor-Zählweise sind das zwei Bildwechsel.
Besonders schlimm wird es, wenn schnelle Helligkeitswechsel auf schnelle Augenbewegungen (Sakkaden) treffen. Hierfür gab der Proband einer Studie an, dass diese Bewegung erst ab einer Wiederholrate von 19.810 Hz - in Monitor-Zählweise 39.620 Hz - perfekt sichtbar wird. Für die meisten Nutzer wäre ein Gaming-Monitor mit fast 40.000 Hz aber unnötig - nur grob die Hälfte der Testpersonen kann bei der Hälfte dieser Frequenz noch einen Störeffekt erkennen.
Das Beispiel zeigt aber, dass es je nach Anwendung auch bei sehr hohen Bildwiederholraten noch Wahrnehmungsfehler auftreten können. Viele verschwinden aber offenbar schon mit aktuellen Monitoren - zumindest meistens. Die Bewegungsunschärfe wird laut einer weiteren von techless erwähnten Studie ab 700 Hz unsichtbar. Der Stroboskopeffekt, bei dem Objekte mehrfach erscheinen, soll hingegen ab ca. 600 Hz unsichtbar werden. Vorwiegend beziehen sich die Experimente aber angeblich auf das Anschauen von Filmen, mit entsprechend langsamen Bewegungen des eigenen Auges und des Bildinhalts. Beim Gaming treten hingegen deutlich höhere Geschwindigkeiten auf, die die Bewegungsunschärfe und den Stroboskopeffekt entsprechend verschlimmern und wiederum höhere Bildraten notwendig machen könnten.
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Im Monitors-Subreddit sorgt techless' Beitrag für einigen Zuspruch - mit Verweis auf die subjektiven Erfahrungen der Nutzer. Auch das dürfte die Diskussion um die tatsächlich notwendige Bildwiederholrate von (Gaming-)Monitoren aber kaum befrieden, denn das Thema ist schlicht zu stark vom Anwendungsprofil abhängig. Die meisten Spieler nutzen ihre Geräte schließlich zum Spielen und nicht für synthetische Tests, die einzelne Bildeffekte besonders hervorheben. Und dadurch hängt es individuell vom Spiel und vom Empfinden des Nutzers ab, wann ein Monitor als zu langsam erscheint. Unabhängig davon werden die Hersteller natürlich weiter die Bildraten erhöhen - und vielleicht einmal die 40.000 Hz erreichen.
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Quelle: Techless (Youtube) via kyube (Blurbusters)

Bei den Grakas geht es genügsamer zur Sache. In 1080p,in der Auflösung wird gezockt, hat schon meine alte GTX 670 2GB weit über 300FPS hinbekommen Eine 1080Ti sollte die 1000FPS locker schaffen. Vo daher ist es nicht ungewöhnlich so ein Paarung zu sehen: extreme CPU, mit moderater GPU.
Ist es das wert?
Definitiv nicht, die 40.000Hz in 1080p sind besser angelegt, wenn man einen 16K Monitor, mit "nur" 600Hz baut oder irgendwas noch niedrigeres.
1: kann man es wahrnehmen
2: ist man selbst bereit, dafür extra Geld auszugeben
Wenn ich mir den Titel noch einmal anschaue: "fast 40000 Hz sehen". Nein. Wie schon vorher gesagt, halte ich es für eine Einbildung. Aber da die Methodik nicht offen liegt, ist das natürlich eine eventuell leicht widerlegbare Behauptung. Dennoch bleibe ich dabei, dass die allermeisten Menschen jenseits der 144 Hz keinen Unterschied mehr feststellen können. Denn - oh Wunder - moderne Scheinwerfer und viele andere elektrische Geräte benutzen PWM. Um Leute dazu zu bringen, dass sie sagen, sie sehen nur grau, reichen 200 Hz schwarz auf weiß wahrscheinlich schon aus. Ich halte dieses Forschungsergebnis für Quatsch und einen Nutzen sehe ich auch nicht (muss wohl zu schnell sein
Wenn TAA bei berechneten bspw. 144 Frames in Bewegung matschig/unscharf wird, ist es doch Wurst, ob ich einen 144Hz oder 10.000Hz Monitor habe. Aber vielleicht bin ich auch einfach zu beschränkt das zu verstehen.
Auch bei kleinen Bewegungen wird man die höheren Hz nicht groß bemerken erst wenn du schnelle und große Bewegungen hast merkt man diese Unterschiede sehr deutlich. Setzt aber auch voraus dass du das wirklich beachtest, sind diese im Hintergrund und du bist auf bspw. statischere Elemente auf dem Monitor fixiert kriegt man davon natürlich wenig mit.
Je nach Spiel merke ich höhere FPS auch geringfügig am Input Lag. In der visuellen Flüssigkeit erkenne ich aber ab ~80 FPS absolut keinen Unterschied mehr. Ich würde bei jedem Blindtest durchfallen (bzw. höchstens mal richtig raten).