AMD Ryzen 3000: Userbenchmark-Eintrag erlaubt Rückschlüsse auf IPC
Der kürzlich aufgetauchte Eintrag eines Engineering Samples eines Zen-2-Prozessor mit 12 Kernen lässt einige Rückschlüsse ziehen. So in etwa auch auf die Veränderungen der IPC-Performance. Hinsichtlich der Integer-Leistung hat sich offenbar nichts getan. Deutliche Verbesserungen lassen sich allerdings bei der FPU-Performance feststellen.
Jüngst tauchte in der Datenbank der Userbenchmark erneut ein Engineering Sample eines Prozessors auf, der offenbar der Ryzen-3000-Familie von AMD angehört und sich 12 Zen-2-Kernen bedient, zugleich jedoch niedrig taktet. Schon einmal ließ sich das Engineering Sample mit dem Codenamen 2D3212BGMCWH2_37/34_N blicken.
Auf Basis der Resultate aus der Datenbank haben sich einige Nutzer des Planet3DNow-Forums (via 3DCenter.org)die Mühe gemacht, die Leistung der geleakten Zen 2-CPU mit jener der Vorgängergenerationen in Form von Zen und Zen+ hinsichtlich der IPC (Instructions per Cycle) abzugleichen sowie auch den dahingehenden Vergleich zu Intels Core i9-9900K zu ziehen. Entsprechend wurden die Taktraten aller getesteten CPUs sowie des Speichers inklusive Timings angeglichen. Als Vertreter der aktuellen sowie vorangegangenen AMD-CPU-Generation dienten der Ryzen 5 2600X sowie Ryzen 5 1600X.
Im Resultat zeigt sich, das AMD bei der Integer-Performance mehr oder weniger keine Hand angelegt hat. Gegenüber Zen beziehungsweise Zen+ ist kein Anstieg auf einem Kern bei gleichem Takt zu verzeichnen. Ganz anders sieht es bei der Performance der Floating-Point-Einheit (FPU) aus. Hier beträgt das Plus 15 Prozent. Was die Speicherlatenzen betrifft, befindet sich Zen 2 zwischen Zen und Zen+.
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Angesichts der gleichbleibenden Integer-Performance kommt das Engineering Sample des Zen 2-Prozessors unter den gegebenen Testbedingungen nicht an Intels Core i9-9900K heran, der in diesem Punkt bei gleichem Takt mit einem Kern deutlich Oberwasser hat. Hinsichtlich der FPU-Leistung zieht die Zen 2-CPU jedoch merklich vorbei.
Die im Benchmark festgestellte, deutliche Steigerung bei der FPU, die AMD im Vorfeld versprach, könnte auch als Erklärung für ein geleaktes Cinebench-Resultat herangezogen werden, da, wie auch 3DCenter.org erklärt, hier hauptsächlich mit FPU-Code gearbeitet wird.
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