AMD Ryzen 3000: Engineering Sample mit 16 Kernen soll 4,2 GHz erreichen

296
News Mark Mantel Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
AMD Ryzen 3000: Engineering Sample mit 16 Kernen soll 4,2 GHz erreichen
Quelle: AMD

Aktuell machen die Angaben eines angeblichen AMD-Engineering-Samples die Runde, das einen Ryzen-3000-Prozessor mit 16 Zen-2-Kernen darstellen soll. Es laufe mit einem Basistakt von 3,3 GHz und weise einen Boost von bis zu 4,2 GHz auf. Eine ES-CPU mit 12 aktiven Kernen soll noch höher takten. Unbekannt sind allerdings die TDPs.

Es gilt als offenes Geheimnis, dass die Mainboard-Hersteller zur kommenden Computex Ende Mai, Anfang Juni die ersten X570-Platinen für AMDs Desktop-Prozessorgeneration Ryzen 3000 zeigen werden. Grundsätzlich sollten die Mainboards mit den bisherigen 1000er- und 2000er-CPUs laufen, zur internen Validierung dürften die Partner aber auch auf Vorserienmodelle der Ryzen-3000-Reihe gesetzt haben. Aus diesem Grund würde es nicht überraschen, wenn vermehrt Engineering- oder Qualification Samples in den bekannten Benchmark-Datenbanken ihre Runde drehen würden.

16-Kern-Zen-2-ES mit 3,3 bis 4,2 GHz

Von einem Engineering Sample mit 16 Zen-2-Kernen berichtet nun der Twitter-Nutzer Tum_Apisak, der sich in den letzten Monaten bereits einen Namen durch das aufwendige Durchforsten verschiedenster Webseiten gemacht hat. Links lässt er zwar häufig vermissen, ausgedachte Informationen teilt er erfahrungsgemäß aber nicht. Die Rede ist von einem Vorserien-Prozessor, der mit einem Basistakt von 3,3 GHz und einem Boost von bis zu 4,2 GHz laufe. Eingesetzt worden sei er auf einem X570-Mainboard. Der Youtuber AdoredTV spricht darüber hinaus einen 12-Kerner an, der "deutlich" höhere Taktraten erreichen soll.

Passend zum Thema: Ryzen 3000: AMD gibt Ausblick auf Zen 2 für Desktop - 16-Kerner gut denkbar

Traditionell takten Engineering Samples noch ein gutes Stück niedriger, als es die finalen CPUs tun. Es handelt sich um frühes Silizium, das oftmals Funktionen deaktiviert hat und mit verringerten Frequenzen läuft, um die Stabilität zu gewährleisten. Die Ryzen-3000-CPUs könnten dementsprechend noch etwas mehr aus TSMCs 7-nm-Prozess herausholen. Schön wären an dieser Stelle Angaben zur TDP, von der die Frequenzen bei den 16-Kernern maßgeblich abhängen dürften. Aktuell setzt AMD die Grenze im Falle des Ryzen 7 2700X bei 105 Watt. Gerüchte sprachen bei den 16-Kernern von einer leichten Erhöhung - bestätigt sind diese aber nicht.

296
    • Kommentare (296)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Gast1748380205
        Zitat von Threshold
        Aus Prinzip machen OEM Hersteller gar nichts. Sie kalkulieren sehr genau und Intel kann denen andere Preise anbieten als Retail.
        Macht ja eine Menge aus, wenn du HP oder Medion heißt und mal eben ein paar Millionen CPUs abnimmst.
        AMd muss eben in den Markt rein und den OEM Hersteller entsprechende Angebote machen.
        Und da liegt das Problem für AMD. Intel ist preislich im OEM Bereich anders aufgestellt als im Retail, aber erklär mal einem OEM Einkäufer warum er bei Intel 40% Nachlass gegenüber Retail bekommt und bei AMD deutlich weniger. Und nun schauen wir uns das mal aus Sicht des OEM an, denn der Endkunde vergleicht ja zu den Retailpreisen.

        Bei Intel habe ich 40% Luft gegenüber Retail, sagen wir bei AMD 20%. Das wirkt sich direkt auf die eigene Marge des OEM aus.

        Und für die Firmenrechner hat man nun endlich mit dem Athlon 220 einen Gegenspieler zu Celeron und Pentium.
      • Von Gast1748380205
        Zitat von Threshold
        Aus Prinzip machen OEM Hersteller gar nichts. Sie kalkulieren sehr genau und Intel kann denen andere Preise anbieten als Retail.
        Macht ja eine Menge aus, wenn du HP oder Medion heißt und mal eben ein paar Millionen CPUs abnimmst.
        AMd muss eben in den Markt rein und den OEM Hersteller entsprechende Angebote machen.
        Und da liegt das Problem für AMD. Intel ist preislich im OEM Bereich anders aufgestellt als im Retail, aber erklär mal einem OEM Einkäufer warum er bei Intel 40% Nachlass gegenüber Retail bekommt und bei AMD deutlich weniger. Und nun schauen wir uns das mal aus Sicht des OEM an, denn der Endkunde vergleicht ja zu den Retailpreisen.

        Bei Intel habe ich 40% Luft gegenüber Retail, sagen wir bei AMD 20%. Das wirkt sich direkt auf die eigene Marge des OEM aus.

        Und für die Firmenrechner hat man nun endlich mit dem Athlon 220 einen Gegenspieler zu Celeron und Pentium.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von deady1000
        AMD hat es bald gar nicht mehr nötig über den Preis zu gehen. Weshalb? Intel ist doch selbst schon völlig abgehoben.
        Wenn die CPUs einigermaßen vernünftig (nicht übertrieben) gut performen können die schon ihre Preise verlangen.
        Denen geht es nicht so schlecht wie man glaubt. AMD hat allerhand Verträge mit denen sich in den nächsten Jahren viel Geld verdienen lässt.
        Auch wenn die Ryzen3000 teurer sind als zuvor werden die bei entsprechender Leistung weggehen, wie warme Semmeln.
        Wenn sie wider Erwarten sehr schwach und langsam sind, dann kann AMD den Preis drücken. Aber ich glaub's nicht.
        Zumindest auf dem Server - und Supercomputermarkt scheinen immer mehr Institutionen auf AMD zu setzen.
      • Von compisucher Lötkolbengott/-göttin
        So ist es, mein persönlicher Flüsterer in einem der gerade oben genannten Unternehmen spricht von <250 € für den 9900k im Großeinkauf...
      • Von Threshold Großmeister(in) des Flüssigheliums
        Zitat von deady1000
        AMD ist theoretisch mit Ryzen2000 jetzt schon interessant für OEM-Systeme und trotzdem bauen die OEMs aus Prinzip lieber Intel ein.
        Aus Prinzip machen OEM Hersteller gar nichts. Sie kalkulieren sehr genau und Intel kann denen andere Preise anbieten als Retail.
        Macht ja eine Menge aus, wenn du HP oder Medion heißt und mal eben ein paar Millionen CPUs abnimmst.
        AMd muss eben in den Markt rein und den OEM Hersteller entsprechende Angebote machen.
      • Von deady1000 Volt-Modder(in)
        Zitat von Threshold
        AMD wird auf jeden Fall über den Preis gehen.
        Selbst wenn der 8 Kerner die Leistung des 9900k erreicht, wird AMD keine 500€ dafür verlangen, höchstens 300€.
        AMD muss erst mal wieder in den Markt reinkommen und sich auch für OEM Systeme interessant machen. Die Top Produkte können dann natürlich auch teuer werden, je nach dem.
        AMD ist theoretisch mit Ryzen2000 jetzt schon interessant für OEM-Systeme und trotzdem bauen die OEMs aus Prinzip lieber Intel ein.
        Einfach weil die Kunden auf 2 Dinge achten und das sind NVIDIA-Grafikkarte und Intel-CPU, der Rest ist oft scheißegal.
        Dazu gibts dann ein NoName-China-Netzteil und die billigste RAM/Board-Kombo, den man finden kann.

        AMD hat es bald gar nicht mehr nötig über den Preis zu gehen. Weshalb? Intel ist doch selbst schon völlig abgehoben.
        Wenn die CPUs einigermaßen vernünftig (nicht übertrieben) gut performen können die schon ihre Preise verlangen.
        Denen geht es nicht so schlecht wie man glaubt. AMD hat allerhand Verträge mit denen sich in den nächsten Jahren viel Geld verdienen lässt.
        Auch wenn die Ryzen3000 teurer sind als zuvor werden die bei entsprechender Leistung weggehen, wie warme Semmeln.
        Wenn sie wider Erwarten sehr schwach und langsam sind, dann kann AMD den Preis drücken. Aber ich glaub's nicht.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 06/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk