Mass Effect: Andromeda - Bioware entwickelte Großteil des Titels in nur eineinhalb Jahren
Mass Effect: Andromedas mittelprächtige Qualität lässt sich auf seine turbulente und problematische Produktion zurückführen. Das berichtet ein langer Feature-Artikel von Kotaku. Mass Effect: Andromeda war zwar für fünf Jahre in der Entwicklung, doch Bioware hat den Großteil des Science-Fiction-Rollenspiels in nur eineinhalb Jahren erschaffen.
Für den vierten Teil der Reihe wollte Bioware mit Mass Effect: Andromeda einen Neustart und übergab die Entwicklung dem Satellitenstudio in Montreal, statt es dem Hauptstudio in Edmonton zu überlassen. Der ursprüngliche Entwurf sah hochtrabende Pläne für Andromeda vor: So sollten prozedural generierte Planeten, ein hochdetailliertes Gesichtsanimationssystem und Electronic Arts Frostbite-Engine zum Einsatz kommen.
Die Verwendung der Frostbite-Engine entwickelte sich für Bioware Montreal zu einem Hauptproblem: Ein Entwickler verglich sie mit einem Formel-1-Wagen, der auf der Strecke zwar Höchstgeschwindigkeiten erreicht, aber überall anders zu nichts zu gebrauchen sei. Die Engine hatte schlichtweg Probleme mit den Merkmalen eines ausgewachsenen Rollenspiels. Besonders die Pläne, eine ganze Galaxie von Planeten prozedural zu generieren - ähnlich der Idee von No Man's Sky - war durch die Verwendung der Frostbite-Engine zum Scheitern verurteilt.
"Wann auch immer wir mit der Engine etwas versuchten, was dazu passte - Fahrzeuge zum Beispiel - konnte Frostbite damit extrem gut umgehen", sagte ein anonymer Designer gegenüber Kotaku. "Aber als wir versuchten etwas zu kreieren, wofür die Engine nicht geschaffen war, stießen wir auf Schwierigkeiten."
Ein weiteres großes Problem war der Weggang des ausführenden Produzenten Casey Hudson im Jahr 2014 und weiteren Schlüsselentwicklern. Mit neuen Mitgliedern kamen neue Überarbeitungen und Bioware hielt bis Ende 2015 an den Plänen zur prozeduralen Generierung fest - nur um sie dann doch über Bord zu werfen. Die zur Programmierung verwendeten Tools waren ebenfalls inkonsistent und mangelhaft und so blieben die Story und cineastischen Elemente weit hinter den Plänen zurück. Ein teilweise emotionsloses Gesichtsanimationssystem war das Ende vom Lied.
Dies alles und der enge Zeitplan Biowares führte dazu, dass der Großteil von Mass Effect: Andromeda erst in den letzten 18 Monaten zwischen Ende 2015 und März 2017 entwickelt wurde. Ein Entwickler schilderte die stressige Zeit voller Überstunden folgendermaßen: "Wir setzen etwas zusammen, es wird auf Bugs getestet und dann abgesegnet. Wir sagen uns: 'Okay, wir können uns jetzt der nächsten Sache widmen.' Und hinter unserem Rücken beginnt alles wieder auseinander zu fallen." Den kompletten lesenswerten Bericht über die Entwicklung von Mass Effect: Andromeda können Sie unter nachfolgendem Link bei Kotaku nachlesen.
Quelle: Kotaku
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doppelpost
Das kommt dabei rum, wenn man auf Teufel komm raus bekannte Marken weiterspinnt, auch wenn die Macher überhaupt keine zündende Idee für einen weiteren Titel mehr haben.
Traurig das diese Entwicklung auch Spiele erreicht hat.
Sage da nur mal als Beispiele Builds wie Frontkämpfer mit gemodeter Schrottflinte, Kampftarnung, biotischer Ansturm und Flamenwerfer, oder Inflitrator mit Black Widow Präzisionsgewehr, Kampftarnung, Betäubungsschuss und Energieentzug, oder Techniker mit MP, Geschütz, Artefakt VI und Invasison, usw.
Und wenn ich an Spiele wie ME2 und 3 zurück denke hat man da am Ende eigentlich auch nur 4-5 aktive Skills gehabt, mit dem Unterschied das die fast alle, bis auf die Loyalitätsskills, vollständigt Klassengebunden waren und man da nicht groß frei kombinieren konnte, was halt in ME:A jetzt möglich ist.
Ich sehe die relevanten Probleme ehr im Bereich der Nutzerfreundlichkeit (e-mails nur auf dem Schiff abrufbar, für manche Quests kurz aufs Schiff, dann sofort wieder runter, dann wieder aufs Schiff, nervig gestaltetes Ressourcen sammeln mit dem Nommad, ect.), stark schwankende Qualität bei der Inzinierung von Dialogen, Quests und Story, oft langweiligen Level- / Worlddesign, usw.
Diese Dinge machen meiner Meinung nach den Unterschied aus weshalb Mass Effect: Andromeda in der Summe nur ein solides aber halt mittelmäßiges Spiel ist und nicht ein umfänglich überzeugender Titel.
Ist zumindest meine Ansicht / Meinung dazu.
Aber sonst ganz interessant was da so rauskommt. Ich glaub die das schlimme für das Game war der Weggang des Produzenten und der anderen Hauptentwickler. Wenn danach welche kommen und wieder alles umschmeißen führt das zu nichts gutem. Aber für soviel Chaos ist ME: A aber noch ganz gut geworden. Also ich hatte und habe meinen Spaß damit. Es ist kein Überflieger und kein Meisterwerk, einfach solide Unterhaltung.
ganz besonder schlimm finde ich aber auch, dass man nur drei fähigkeiten hat. man kann zwar zwischen den profilen wählen, aber 6 fähigkeieten auf einmal zu benutzen, ohne das profil zu wechseln, wäre besser gewesen. es gibt in dem spiel einige unzulänglichkeiten, die durch die entwicklung von 18 monaten erheblich mehr sinn ergeben. dass man in hauptmissionen zum beispiel nicht frei speichern kann
me:a ist ein spiel, an dem sich die geister scheiden. ich habe meinen spaß an dem spiel. es gehört zu den wenigen spielen, die ich auch mehrmals durchspielen kann.
das größte problem dieses spiels sind wirklich nicht die gesichtsanimationen, sondern die ganzen bugs. bis es irgendwann mal komplett bugfrei seine wird, fließt noch viel wasser den berg herunter.