Western Digital: Schlechte Preis-Nachrichten bei HDDs und SSDs

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Western Digital: Schlechte Preis-Nachrichten bei HDDs und SSDs
Quelle: PC Games Hardware

In einem Schreiben an seine Geschäftspartner hat der Speicherhersteller Western Digital jene darüber aufgeklärt, dass erhöhte Nachfrage und Lieferengpässe Preiserhöhungen bei HDDs und SSDs nach sich ziehen werden.

Die schlechten Nachrichten im Bereich von Festplatten und Flash-Speichern reißen nicht ab. Jetzt ist ein Dokument vom Hersteller Western Digital aufgetaucht, welches auf den 8. April datiert und von der taiwanesischen Webseite Technews veröffentlicht worden ist. Western Digital informiert in diesem Schreiben seine Geschäftspartner darüber, dass die steigende Nachfrage und Lieferengpässe sowohl bei Festplatten als auch Flash-Speichern für Preiserhöhungen im gesamten Portfolio des Herstellers sorgen wird. Diese sollen bereits im laufenden Quartal durchgesetzt werden.

Was auf WD-Kunden zukommen könnte

Western Digital erwähnt weiterhin, dass das Unternehmen nur begrenzt mit ungeplanter Nachfrage und Bestellungen umgehen könne. Änderungen sollen daher so schnell wie möglich kommuniziert werden. Ungeplante Nachfrage könnte darüber hinaus in verlängerten Lieferzeiten resultieren, worauf sich Kunden einstellen sollten. Quellen von Technews gehen davon aus, dass die angespannte Versorgungslage bei Festplatten mit großer Kapazität dieses Quartal auf jeden Fall und potenziell das komplette Jahr anhalten soll. Was bedeutet das aber für die Preise?

Western Digital informiert Partner über Preiserhöhungen. Quelle: Technews.tw Western Digital informiert Partner über Preiserhöhungen. Für das aktuelle, zweite Quartal 2024 prognostizieren die Branchenquellen von Technews, dass HDD-Preise um 5 bis 10 Prozent ansteigen werden. Schon der Gesamtpreisanstieg vom dritten Quartal 2023 bis zum ersten Quartal 2024 soll bei 10 bis 20 Prozent gelegen haben. Dies sei zurückzuführen auf von Speicherherstellern eingeleitete Produktionsreduktionen, die auf eine Mengen-basierte Preisgestaltung abzielen. Im Vergleich dazu sollen die SSD-Preise für Endkunden in einer Projektion der Marktanalysten von Trendforce im aktuellen Quartal um 15 Prozent ansteigen.

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In der Trendforce-Datenerhebung Ende des vergangenen Jahres bezüglich der Umsätze und Marktanteile bei Herstellern von NAND-Flash-Speicher sitzt Samsung derweil mit komfortablem Vorsprung an der Spitze. Im dritten Quartal 2023 konnte Samsung einen Marktanteil von 31,4 Prozent aufweisen, gefolgt von der SK Group (SK Hynix und Solidigm) mit 20,2 Prozent. Auf dem dritten Rang folgt dann Western Digital, die 16,9 Prozent Marktanteil auf sich vereinen.

Quelle: Technews, Trendforce

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    • Kommentare (33)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von mhmilo24 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von RyzA
        Kann aber sein das die noch teurer werden.
        Kommt drauf an wie lange man bereit ist zu warten
      • Von mhmilo24 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von RyzA
        Kann aber sein das die noch teurer werden.
        Kommt drauf an wie lange man bereit ist zu warten
      • Von The_Invisible84 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von LiniXus
        Für meine NAS habe ich 2x 18 TB verbaut und die brauchen wir, da wir auch mit der Familie darauf zugreifen. K
        Mutig schon Mal ausgerechnet wie viel rebuild time du hast?
      • Von Gast1717146601
        Zitat von Schnitzelnator
        Das sehe ich anders, weil meiner Meinung nach...
        Welche Meinung du auch immer vertrittst, allein der jeweilige Hersteller entscheidet, welche Kapazitäten dem Wohl der Firma zuträglich sind.

        Zitat von Schnitzelnator
        Stelle Dir vor...
        jedes Hansel wäre legitimiert irgendwelche Ansprüche einzufordern, nur weil ihm die aktuelle Preisgestaltung nicht zusagt. Nichts für ungut, auch ich bin ein Befürworter günstiger Preise, aber dass was du forderst, geht mir persönlich doch etwas zu weit.

        mit frdl. Gruß
      • Von Schnitzelnator Software-Overclocker(in)
        Zitat von kawanet
        Das Drosseln der Produktion hingegen ist völlig legitim. Sprich, es steht der Industrie frei, wie und in welchem Umfang eine Produktionsauslastung erfolgt.
        Das sehe ich anders, weil meiner Meinung nach die Markteintrittsbarriere so hoch ist, dass die Hersteller durch Absprachen eine Quasi-Monopol-Stellung ausnutzen. Denn bis jemand anderes die Kapazitätseinbußen auffangen kann, der an den Absprachen nicht teilgenommen hat, würde es Jahrzehnte dauern.

        Stelle Dir vor, in einer von der Außenwelt abgeschnittenen Stadt gäbe es genau 2 Leute mit Mähdrescher. Und die Kapazität würde geradeso für die Stadt ausreichen, wenn beide 100% ausgelastet sind. Und jetzt stelle Dir vor, die beiden würden sich absprechen, und beide nur noch zu 50% auslasten, damit die, die nicht verhungern wollen, ihr letztes Hemd für die übrige Nahrung opfern.
        Es ist klar, dass die Stadtbewohner sich überbieten würden und sogar ihre Häuser anbieten würden, um nicht zu verhungern, weil sie sich keinen Mähdrescher herbeizaubern können. Es ist aber auch klar, dass die Stadtverwaltung beide Unternehmen dann zerschlagen und die Mähdrescher beschlagnahmen würde. Ich sehe da tatsächlich in der Konstellation keinen Unterschied darin, die Preise durch Verknappung zu erhöhen, oder die Preise ohne Verknappung zu erhöhen. Letzteres kann noch viel schlimmer sein, und noch viel mehr wie das Ausnutzen einer Monopolstellung wirken.
      • Von Gast1717146601
        Zitat von Schnitzelnator
        aber es könnte sein, dass ein Anbieter absichtlich länger draufzahlt als der andere, um den anderen vom Markt zu fegen.
        Das hat nun mal der Kapitalismus an sich, dass nicht nur mit Wattebällchen geworfen wird. Prinzipiell verboten, ich weiß... Das Drosseln der Produktion hingegen ist völlig legitim. Sprich, es steht der Industrie frei, wie und in welchem Umfang eine Produktionsauslastung erfolgt. Verglichen mit der damaligen Preisgestaltung, sowie an unserem durchschnittlichen Einkommen gemessen, erscheint mir selbst die aktuelle Preisgestaltung noch human. Wobei das auch eine Frage des Bedarfs ist.

        Aber klar, wenn ich für eine Adata XPG Gammix S70 in der 1TB Version 45 Piepen einschließlich Versand berappe, zahle ich nicht Monate später den doppelten Preis. Selbiges gilt für die 2TB Kioxia, die dazumal mit 69 Piepen ink. Versand zu Buche schlug. Schlussendlich hat es auch sein Gutes, der Konsument wird gezwungen, sich in Sachen Nachhaltigkeit zu üben.

        Persönlich sehe ich das Ganze gelassen, unser Bedarf ist auf Jahre gedeckt. Denn entgegen der gängigen Empfehlung ausschließlich dann zu ordern, wenn tatsächlich benötigt, handeln wir ausschließlich nach Angebot. Der Krempel wurde einem doch fast ein ganzes Jahr regelrecht hinterhergeworfenso dass an und für sich abzusehen war, dass der Ausverkauf nicht ewig andauert.

        mit frdl. Gruß
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