Razer Boomslang 20th Anniversary Edition: Ausverkauftes Sammlerstück für 1.337 Euro im Test
1.337 Euro ruft Razer für die auf 1.337 Exemplare limitierte Razer Boomslang 20th Anniversary Edition aus. Trotz dieses Preises jenseits von Gut und Böse ist die Boomslang-Neuauflage nur wenige Stunden nach Verkaufsstart vergriffen. Wir sicherten uns das Sammelstück und haben es getestet.
Inhaltsverzeichnis
Echte Sammler sind bekannt dafür, für ihre kostspielige Leidenschaft unvernünftige Summen zu bezahlen. Genau diese Klientel ködert Razer jetzt mit der Neuauflage der legendären Boomslang-Maus, die auf 1.337 Exemplare limitiert ist und mit einem einmaligen Sammler-LED-Rahmen geliefert wird, der jedes Element des inneren Designs präsentiert. Obwohl man für die nur im hauseigenen Shop erhältliche Razer Boomslang 20th Anniversary Edition einen doch eher abschreckenden "Leet"-Preis von 1.337 Euro ausruft, ist das kostspielige Sammlerstück bereits wenige Stunden nach dem Start des Vorverkaufs nicht mehr zu haben. Damit hatten wir gerade in Anbetracht des Kaufpreises dann doch nicht gerechnet.
Zugegeben, ihre weltweite Limitierung auf 1.337 Stück macht die Razer Boomslang 20th Anniversary Edition schon zum seltenen Sammlerstück. Trotzdem fragen wir uns, was die Faszination der Boomslang-Maus überhaupt ausmacht. Warum sind Gamer bereit, ein Vielfaches von dem auf die Ladentheke zu legen, was eine moderne Maus mit zeitgemäßer Technik sonst kostet? Wieviel Ausstattung und Leistung bekommen überhaupt die Glücklichen, die wie wir ein Exemplar der weltweit teuersten Maus ergattern konnten? Diese Fragen beantwortet unser ausführlicher Test.
Bewertungsbasis Testtabelle
| Produkt | Boomslang 20th Anniversary Edition |
|---|---|
| Hersteller/Vertrieb (Webseite) | Razer (www.razer.com/de-de) |
| Preis/Preis-Leistung/Verabeitung | € 1.337,-/ungenügend/sehr gut |
| PCGH-Preisvergleich | Nur bei Razer im Shop erhältlich (auf 1.337 Exemplare limitiert), mittlerweile ausverkauft. |
| Bauart/Anschluss/Verarbeitung | Drahtlos/2,4 GHz mit Razer Mouse Dock Pro als Empfänger mit Ladefunktion/sehr gut |
| Empfohlener Spielstil geeignet für | Low-, Mid- und High-Sense/Rechts- und Linkshänder |
| Ausstattung | 1,40 |
| Abtastung/Lasertyp | Optisch (IR-LED)/Focus Pro 45K Optical Sensor Gen-2 |
| Anzahl Tasten | 5 + Mausrad (alle programmierbar) |
| Maximale Auflösung | 45.000 dpi (Abtasthilfen per ARM-CPU) |
| Kabellänge | 180 cm (USB-C-auf-USB-A-Anschlusskabel für Maus Dock Pro) |
| Sonderausstattung | RGB-Beleuchtung mit 9 Zonen und 11 Effekten mit Optionen für Underglow am Heck sowie 8 Zonen mit 11 Effekten für Razer Mouse Dock Pro, dpi-Umschaltung (5 Stufen mit Schalter auf Unterseite), Hypershift-Tastenverdoppelung, ein speicherbares Profil, Makrofunktion, ARM-MCU, 5 programmierbare Tasten, 8.000 Hz Polling-Rate kabellos, Haupttasten, Daumentasten sowie Seiten- und Heckpartie mit Kunstlederbeschichtung, flexibles Kabel, Razer Optical Switch (4. Gen) für Haupttasten (100 Mio. Betätigungen), ein Satz Mausfüße aus Glas, auf 1.337 Exemplare limitierte Version, Sammler-LED-Rahmen |
| Eigenschaften | 1,18 |
| Größe/Gewicht/Volumen (angenähert) | 35,4 × 81,9 × 138,4 mm/110 g/k. A. |
| Druckpunkte Haupt-/Sondertasten | Sehr gut/gut bis sehr gut |
| Druckpunkt/Rasterung Scrollrad | Gut bis sehr gut/sehr gut |
| Funktionsumfang und Features Software | Sehr gut/Lift-off-Distanz (asymmetrisch) verstellbar, Untergrundkalibrierung, Option für das Smart-Tracking (Motion Sync) |
| Leistung | 1,63 |
| Ergonomie | Befriedigend (Claw-Griffstil)/gut bis sehr gut (Palm-/Fingertip-Griffstil), für mittelgroße bis sehr große, aber nicht für kleine Hände geeignet |
| Präzision/8.000 Hz Polling Rate | Sehr gut/ja, 8.000 Hz Polling-Rate kabellos via Synapse 4 |
| Gleiteigenschaften | Sehr gut |
| Abtastverhalten/Lift-off-Distanz | Sehr gut/sehr niedrig: ca. 1,0 mm |
| Gesamtnote (Fazit) | 1,49 |
Warum fasziniert die Razer Boomslang?
Die Faszination für die ikonische Gaming-Maus, die den Namen der afrikanischen Baumschlange trägt, lässt sich wohl am besten von jemandem beschreiben, der mit dem Urmodell von 1999 schon tausende von Unreal-Tournament- und Quake-3-Matches ausgetragen hat. Gern erinnere ich mich daran, wie meine Boomslang 2000, die damals noch unter dem Karna-LLC-Label produziert wurde, meinen gesamten, ebenfalls zockenden Freundeskreis mit ihrer 2.000-dpi-Abtastleistung und der damit verbundenen extra hohen Empfindlichkeit in den Wahnsinn trieb. Genauso gern denke ich daran, wie die vom Razer-CEO Min-Liang Tan und Robert "RazerGuy" Krakoff mitentwickelte Gaming-Maus mich damals mit ihrer Präzision, aber auch mit ihrer für meine große Hand mit langen Fingern passenden Ergonomie in ihren Bann gezogen hat. Weitere tolle Ausstattungsmerkmale, die mir sofort in den Kopf kommen, sind die besonders großen Maustasten, ein Mausrad, welches als dritte Taste fungierte, und die Möglichkeit, per Software insgesamt vier Tasten individuell belegen zu können.
Quelle: PCGH
Die erste Boomslang kam noch unter dem Label Karna LLC auf den Markt. Es gab zwei Varianten der afrikanischen Baumschlange, die Boomslang 1.000 (dpi) und 2.000 (dpi). Beide tasteten per Rollkugel ab.
Diese mir bestens bekannte Legende legt der erst 2005 gegründete Peripheriespezialist Razer jetzt als Boomslang 20th Anniversary Edition neu auf. Die Form der Ikone behält Razer konsequent bei, während man den Look sogar noch mit einer Kunstlederbeschichtung für die beiden Haupt- und Seitentasten sowie die seitliche Heckpartie aufwertet. Zum Optik-Upgrade kommt die modernisierte Maustechnik: Im Inneren werkelt Razers mit der Deathadder V4 Pro eingeführter optischer Sensor Focus Pro 45K (Gen. 2) mit bis zu 45.000 dpi und 99,8 Prozent Auflösungsgenauigkeit. Ebenfalls von Razers Deathadder V4 Pro stammen die hauseigenen optischen Maus-Switches der 4. Generation, deren Lebensdauer man mit 100 Millionen Klicks angibt. Mit an Bord der Razer Boomslang 20th Anniversary Edition ist auch die Hyperpolling-Wireless-Technologie mit bis zu 8.000 Hz Polling-Rate. So packt Razer bei dem Sammlerstück eine moderne Maustechnik in ein ikonisch geformtes Gehäuse.
Gute, zeitgemäße, aber nicht sehr gute Ausstattung
Wenn es darum geht, die Ausstattung der Razer Boomslang 20th Anniversary Edition zu bewerten, ist es sicher sinnvoll, Razers im vergangenen Jahr auf den Markt gekommenes Mausflaggschiff Deathadder V4 Pro als Messlatte heranzuziehen. Wie bereits erwähnt, übernimmt die Boomslang-Neuauflage Razers optische Tastenschalter der vierten Generation und den Focus Pro 45K Gen. 2, der die Speerspitze von Razers optischer Sensortechnik darstellt. Die Verbindung zum PC erfolgt per 2,4-GHz-Funk. Allerdings verzichtet Razer, anders als bei der Deathadder V4 Pro, auf den sonst üblichen Nano-Receiver und den Betrieb per Kabel inklusive Ladefunktion. Dafür stellt man der Razer Boomslang 20th Anniversary Edition das Mouse Dock Pro zur Seite. Hier dockt die Gaming-Maus magnetisch an und der Akku wird geladen. Gleichzeitig dient die mit dem PC per USB-C-auf-USB-A-Kabel verbundene Ladestation als Empfänger. In Anbetracht des Preises wäre es aber wünschenswert gewesen, wenn auch eine Bluetooth-Unterstützung, etwa wie bei der Basilisk V3 Pro 35K zur Ausstattung gehört hätte. Was uns ebenfalls fehlt, ist die Kompatibilität zu Razers Hyperflux-Induktionsladetechnik, sprich dem Razer Hyperflux V2.
Da die aus transparentem Kunststoff gefertigte und bunt beleuchtete (11 Effekte, acht Zonen) Ladestation Razers Hyperpolling-Wireless-Technologie unterstützt, ist eine Polling-Rate von 8.000 Hz auch kabellos realisierbar. Die kostet aber genauso Akkuleistung, wie die Underglow-RGB-Beleuchtung mit neun Zonen für den Heckboden, für die in der Chroma-Abteilung der Synapse-4-Software 11 Effekte und Optionen zur Verfügung stehen. An der Unterseite neben dem An/Aus-Schalter befindet sich der fünfstufige dpi-Umschalter, den Sie sogar mit einer alternativen Funktion belegen können. Leider wird die gewählte dpi-Stufe nur auf dem Bildschirm über die Software angezeigt, eine eigenständige dpi-LED oder die Anzeige des dpi-Wechsels durch die Beleuchtung fehlt. Ein Profilspeicher ist ebenfalls vorhanden, bedauerlicherweise kann dort konstant nur ein Profil geparkt und dann am PC ohne Software genutzt werden.
Dazu kommen mit den zusätzlichen Mausfüßen aus Glas, der Kunstlederbeschichtung für die Haupt- sowie Daumentasten und dem Seitenbereich des Hecks weitere eher außergewöhnliche Zugaben. Zwei weitere exklusive Extras sind der Präsentationsrahmen für Sammler und die an eine Hutschachtel erinnernde Transportbox. Letztere wirkt jedoch mit Karton anstelle von Holz oder Metall als Basismaterial und ihrem Kunstlederbezug alles andere als edel und exklusiv.

Wir sind in einer komischen Zeit grad.
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Eure Version dagegen:
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Edding raus, Autogramm drunter und für 5K in die Bucht!
Das Original ist dann nur mit der einzigartig ramponierten Kartonage zu erwerben, noch ein Alleinstellungmerkmal.
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Sry, bin da etwas naiv
Sry, bin da etwas naiv