Logitech G Pro X2 Superstrike: E-Sports-Maus mit haptisch induktiven Klicks im Test

Bei der Pro X2 Superstrike wechselt Logitech vom klassischen Schalter zur haptisch-induktiven Auslösemechanik (HITS) inklusive Rapid-Trigger und verspricht konkurrenzlos schnelle Klicks. PCGH überprüft, ob die E-Sports-Maus wirklich so hohe Klickraten draufhat und ob sie alltagstauglich ist.

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Logitech G Pro X2 Superstrike: E-Sports-Maus mit haptisch induktiven Klicks im Test
Quelle: PCGH

Die analoge Technik gehört zu den wenigen echten Umbrüchen bei der Gaming-Peripherie - ob als optische Schalter, Hall-Effekt-Switch, TMR- oder inzwischen Induktionslösungen. Bislang steckte diese Technik in Controller-Sticks oder in Tastaturen; bei Mäusen blieb der Hauptklick in der Regel mechanisch oder optisch in Kombination mit einer Mechanik. Genau dort setzt Logitech mit der G Pro X2 Superstrike als erste konsequent auf die Analogtechnik ausgelegte Maus an: Nicht Funk oder Sensor sollen den Unterschied zur Konkurrenz machen, sondern der Klick selbst. Die Haptic-Inductive-Trigger-System-Technologie (kurz HITS) ersetzt klassische Mikroschalter durch eine induktive, analoge Erfassung plus Haptik-Aktuator, der den Auslösepunkt fühlbar macht. Dazu kommt die von Gaming-Tastaturen bekannte Rapid-Trigger-Technik.

Die Logitech G Pro X2 Superstrike ist die erste konsequent auf die Analogtechnik ausgelegte Maus auf dem Markt. Klassische Mikroschalter für die Hauptasten werden durch eine induktive, analoge Erfassung plus Haptik-Aktuator ersetzt. Quelle: PCGH Die Logitech G Pro X2 Superstrike ist die erste konsequent auf die Analogtechnik ausgelegte Maus auf dem Markt. Klassische Mikroschalter für die Hauptasten werden durch eine induktive, analoge Erfassung plus Haptik-Aktuator ersetzt. Die Zielgruppe sind die Profis, die im Match jede Millisekunde beim Klick herausholen wollen - Logitech nennt je nach Empfindlichkeit bis zu 30 ms. Laut der Schweizer wurde die Pro X2 Superstrike in enger Zusammenarbeit mit über 220 E-Sports-Athleten entwickelt, deren Rückmeldungen in Prototypen und Software geflossen sind. Interessant: In von Logitech durchgeführten Messreihen steigerten auch Nicht-Profis ihre Klickrate und rückten näher an die Werte professioneller Spieler heran. Unser Test klärt, wie stabil HITS arbeitet, wie gut sich Rapid-Trigger dosieren lässt - und ob die Logitech G Pro X2 Superstrike trotz Profi-Features auch im Alltag bei nicht spielerischen Tätigkeiten überzeugt.

Produkt G Pro X2 Superstrike
Hersteller/Vertrieb (Webseite) Logitech (www.logitech.de)
Preis/Preis-Leistung/Verabeitung Ca. € 180,-/ausreichend/sehr gut
PCGH-Preisvergleich www.pcgh.de/preis/3594202
Bauart/Anschluss/Verarbeitung Kabellos/2,4-GHz-Empfänger/USB-Kabel
Empfohlener Spielstil geeignet für Low-, Mid- und High-Sense/Rechtshänder
Ausstattung 1,60
Abtastung/Lasertyp Optisch (IR-LED)/Logitech Hero 2
Anzahl Tasten 4 + Mausrad (alle programmierbar)
Maximale Auflösung 44.000 dpi (Abtasthilfen per ARM-CPU)
Kabellänge Ca. 180 cm (USB-A-auf-USB-C-Ladekabel, Verlängerung Empfänger mit Adapter)
Sonderausstattung Schalterloses Haptic-Inductive-Trigger-System für die beiden Haupttasten mit Rapid-Trigger-Technik, dpi-Umschaltung (Zuordnung Seitentaste per Software), 5 programmierbare Tasten, G-Shift-Funktion, ARM-MCU, Speicher für 5 Profile und Makros, LED für Akkuladung, 8.000 Hz Polling-Rate (kabellos, 1.000 Hz mit Kabel), USB-C-auf-USB-A-Adapter, Fach für Nano-Empfänger (Unterseite), Apapter (Ladepuck) für Logitech Powerplay 1/2 (Induktionsladung), Abdeckung für Fach auf Unterseite mit PTFE-Schicht, Grip-Tape (Haupttasten und Seitenteile), BHOP-Modus für Scrollrad
Eigenschaften 1,15
Größe/Gewicht/Volumen (angenähert) 40,0 × 63,5 × 125,0 mm/61 g/83 cm³
Druckpunkte Haupt-/Sondertasten Sehr gut/sehr gut
Druckpunkt/Rasterung Scrollrad Sehr gut/sehr gut
Funktionsumfang und Features Software Sehr gut/Einstellung für Distanz zur Oberfläche (LOD) und Sensor-Kalibrierung, HITS-Einstellungen Auslösepunkt, Rapid-Trigger-Funktion, Klickhaptik, BHOP-Modus für Scrollrad, Gaming-Oberflächen-Modus, keine Option für Angle Snapping
Leistung 1,03
Ergonomie Sehr gut (Claw-/Fingertip-/Palm-Griffstil), optimal für mittelgroße bis große Hände, ungeeignet für sehr kleine und kleine/große Hände
Präzision/8.000 Hz Polling Rate Sehr gut/ja, 8.000 Hz Polling-Rate kabellos via G-Hub-Software
Gleiteigenschaften Sehr gut
Abtastverhalten/Lift-off-Distanz Sehr gut/sehr niedrig: ca. 0,8 mm
Gesamtnote (Fazit) 1,17

Haptic Inductive Trigger System - welche Technik steckt dahinter?

HITS steht bei der Logitech G Pro X2 Superstrike für "Haptic Inductive Trigger System" - also ein Ansatz, der die üblichen Mikroschalter der Haupttasten durch eine Kombination aus induktiver Wegerfassung und haptischem Feedback ersetzt. Wie Logitech auf einem Präsentationsevent kurz vor Verkaufsstart mit PCGH kommunizierte, besteht das System aus drei Kernbausteinen: Eine Trigger Plate dient als "Zielscheibe" für die Bewegung der Taste, ein induktiver Sensor verfolgt deren Position elektromagnetisch, und ein Linear Resonant Actuator (LRA) erzeugt auf dieser Basis das fühlbare Klick-Feedback. Der praktische Zweck dahinter: Der Klick soll nicht mehr nur "an/aus" über einen festen Schaltpunkt funktionieren, sondern sich per Software fein abstimmen lassen. In der G-Hub-Software finden Sie zu diesem Zweck zehn einstellbare Auslösepunkte (Actuation) und fünf Rapid-Trigger-Stufen pro Haupttaste; zusätzlich lässt sich die Stärke der Klick-Haptik in sechs Intensitätsstufen regeln.

Dazu unterstützt die HITS-Technologie Rapid-Trigger, ein Feature, das Gamer eher von Gaming-Tastaturen mit Hall-Effekt-Schaltern kennen. Die Schnell-Trigger-Funktion zielt dabei darauf, den Reset-Punkt so zu setzen, dass schnelle Folge-Klicks mit weniger Tastenweg möglich werden, statt jedes Mal "voll" über den klassischen Schaltpunkt hinaus zu müssen. In diesem Zusammenhang passt auch die Aussage aus dem Logitech-Labor in Lausanne: Auf PCGH-Nachfrage, warum man nicht den Hall-Effekt nutzt, hieß es, dass bei nur 0,62 mm Hubweg und zehn Abstufungen (0,062 mm je Schritt) die Induktion präziser respektive besser geeignet sei; die Hall-Effekt-Technik sehe man eher bei Tastenschaltern mit typischen 4,0 mm Hub.

Technisch betrachtet, besteht das HITS-System aus drei Elementen: Eine Trigger Plate erfasst die Tastenbewegung, ein induktiver Sensor misst sie elektromagnetisch, und ein LRA erzeugt das fühlbare Klick-Feedback. Quelle: PCGH Technisch betrachtet, besteht das HITS-System aus drei Elementen: Eine Trigger Plate erfasst die Tastenbewegung, ein induktiver Sensor misst sie elektromagnetisch, und ein LRA erzeugt das fühlbare Klick-Feedback.

Zu den Effekten und Vorteilen der HITS-Technologie zeigt Logitech auf dem Event hauptsächlich interne Messungen: Durch die frühere respektive flexiblere Erkennung würden teils Klicks registriert, die bei einer Standardmaus gar nicht als Klick ankämen - in den Folien ist von "fast der Hälfte" die Rede. Als technischer Unterbau wird genannt, dass die Erkennung "an jeder Position" im Tastenhub erfolgen kann und bereits eine Auf- oder Abwärtsbewegung von 60 µm (etwa Haarstärke) reichen soll. In einer weiteren Auswertung innerhalb der Präsentation beziffert Logitech den durchschnittlichen Zugewinn bei den Profis auf rund 10 Prozent mehr Klicks pro Sekunde (CPS) bei aktivierten, empfindlichen Einstellungen inklusive Rapid-Trigger.

Laut Logitechs Studien erreichen jedoch auch ein Großteil der nicht professionellen Gelegenheitsspieler ohne Vorerfahrung mit der Logitech G Pro X2 Superstrike höhere Klicks pro Sekunde. Ergänzend verweist Logitech auf Tests in League of Legends, bei denen Profis mit Superstrike tendenziell höhere APM (Actions per Minute) als mit einer Superlight 2 erzielt hätten - man nennt eine Zahl von +6 Prozent. Soweit die Theorie. Über unsere praktische Erfahrung mit dem schon innovativen System aus induktiver Wegerfassung und haptischem Feedback berichten wir auf der nächsten Seite.

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  1. Seite 1 Produkt, Testtabelle, technische Details
  2. Seite 2 Ausstattung, Ergonomie, HITS in der Praxis, Leistung und Fazit
    • Kommentare (24)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Birdy84 Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Rangod
        Ich spiele ja auch ein bisschen Wotlk zwischendurch, und hier brechen mir die FPS in den niedrigen zweistelligen Bereich weg (der FPS counter wird einfach rot) wenn ich 8000Hz auf den Dongle knalle.
        Aber in anderen Games wie zB Apex keine Probleme. Nutze aber trotzdem 1000Hz, bei 8000Hz biste nur noch am laden.
        8000Hz sind ausschließlich fürs Marketing, weil der Unterschied für Menschen schlicht nicht wahrnehmbar ist. Deswegen finde ich den Kritikpunkt "Nur 1.000 Hz Polling-Rate bei Kabelverbindung" unbegründet, wenn nicht sogar falsch.
      • Von Birdy84 Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Rangod
        Ich spiele ja auch ein bisschen Wotlk zwischendurch, und hier brechen mir die FPS in den niedrigen zweistelligen Bereich weg (der FPS counter wird einfach rot) wenn ich 8000Hz auf den Dongle knalle.
        Aber in anderen Games wie zB Apex keine Probleme. Nutze aber trotzdem 1000Hz, bei 8000Hz biste nur noch am laden.
        8000Hz sind ausschließlich fürs Marketing, weil der Unterschied für Menschen schlicht nicht wahrnehmbar ist. Deswegen finde ich den Kritikpunkt "Nur 1.000 Hz Polling-Rate bei Kabelverbindung" unbegründet, wenn nicht sogar falsch.
      • Von Rangod Software-Overclocker(in)
        Zitat von Khabarak
        Wenn du in einem CPU-lastigen Spiel bist, kann es schon eine Auswirkung haben.
        Es gibt vergleichsweise wenige Spiele, die die CPU wirklich zu 99% auslasten, aber da wird es dann eng.
        Ich spiele ja auch ein bisschen Wotlk zwischendurch, und hier brechen mir die FPS in den niedrigen zweistelligen Bereich weg (der FPS counter wird einfach rot) wenn ich 8000Hz auf den Dongle knalle.
        Aber in anderen Games wie zB Apex keine Probleme. Nutze aber trotzdem 1000Hz, bei 8000Hz biste nur noch am laden.
      • Von Blackfirehawk BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von HardWareFresser87
        Fühlt sich das wirklich anders an als mit normalen Gaming-Mäusen? Ich habe aktuell die Razer Viper V3 Pro Faker Edition und bin eigentlich sehr zufrieden damit. Aber wenn du mir jetzt sagst, dass es vom Nutzen her ein komplett anderes Gefühl ist, würde ich sie mir auch zulegen.

        LG
        Du ich habe gerade nur ausgepackt.. angeschlossen und n bisschen in der Software rumespielt mit den Druckpunkten und dem Feedback..

        Ich hab damit jetzt noch keine runde gezockt.

        Stell es dir vor wie das haptische Feedback an der Handy Tastatur.
        Du spürst halt keinen "klick" sondern ein von der Stärke einstellbares vibrieren wenn du den (einstellbaren) Druckpunkt ausgelöst hast. Und nur auf der Taste wo du klickst.

        Das hat sich jetzt sehr angenehm angefühlt und gibt einen ein sehr klar definiertes Feedback beim klicken...
        Gerade höhere Stufen (so ab 3 von 1-5) fühlen sich sogar Recht wuchtig an.
        Könnte geil sein bei shootern.. gerade semi Auto/ Sniper und Burstwaffen.. weil du jeden Schuss quasi in der Fingerspitze spürst..
        Also richtig schön knackig von den Maustasten her.

        Obst jetzt n gamechanger ist.. keine Ahnung. Wie gesagt ich fand das gerade beim rumtesten sehr angenehm..

        Dafür ist das Ding zu teuer um sich das erzählen zu lassen.. das musst du selbst testen und mögen..
        Wenn du jedoch ne gute Maus hast und zufrieden bist würde ich es mir doch sehr überlegen bei den Preis.. da musst du Testfingern

        Jetzt wüsste ich auch gerne ob es auch eine Tastatur mit so haptischen Feedback gibt
      • Von HardWareFresser87 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Blackfirehawk
        Ich habe die Maus heute zum Geburtstag geschenkt bekommen von meiner Frau..
        Klicken fühlt sich interessant.. aber auch sehr angenehm an... durch das haptische Feedback.. mal sehen wie sich damit zocken lässt.
        Fühlt sich das wirklich anders an als mit normalen Gaming-Mäusen? Ich habe aktuell die Razer Viper V3 Pro Faker Edition und bin eigentlich sehr zufrieden damit. Aber wenn du mir jetzt sagst, dass es vom Nutzen her ein komplett anderes Gefühl ist, würde ich sie mir auch zulegen.

        LG
      • Von Blackfirehawk BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von HardWareFresser87
        Kommt immer auf den Prozessor an, moderne CPUs schaffen das locker. Bei meiner Maus kann ich im Desktop 1000 Hz auswählen, und in Games betreibe ich sie dann mit 4000 Hz. Aber da gebe ich dir recht: 8000 Hz kann man vernachlässigen, da es kaum Unterschiede in den Latenzen zwischen 4K und 8K gibt – auf dem Papier schon, in der Realität aber kaum Auswirkungen. Außerdem zieht 8K ordentlich am Akku.
        Nicht nur das.. die meisten Games können mit der polling rate gar nichts anfangen weil immer nur das neuste Maus Signal pro frame verarbeitet wird.. und die anderen polling Signale verworfen

        Und die Spiele die subframe polling unterstützten sind eher selten.
        (CS und Valorant)

        Es kann dir sogar passieren das du den entsprechenden Render/Input Thread damit überlastest was dazu führt das es selbst auf ner top CPU zu stuttern anfängt.

        Overwatch und Valorant sind deswegen sogar dazu übergegangen Interrupt Moderation auf dem inputthread einzusetzen.. . Signale werden also gesammelt und blockweise abgearbeitet.. (sprich wieder nur das aktuellste Signal und der Rest verworfen)

        Was dazu führt das mehr als 1000-2000hz nur noch Placebo sind.

        Ich habe die Maus heute zum Geburtstag geschenkt bekommen von meiner Frau..
        Klicken fühlt sich interessant.. aber auch sehr angenehm an... durch das haptische Feedback.. mal sehen wie sich damit zocken lässt.

        Ich hoffe Logitech hat seine Qualitätsprobleme für die ich sie kenne in den Griff bekommen...
        Ich hätte mir auch eine etwas andere Farbe als weiß gewünscht.
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