Liquidmetal Pad: High-End-Alternative zu Wärmeleitpaste im Test
Schritt 1: Entfernen Sie den Kühler.
Zweiter Versuch: Wir belasten beide Kerne mit jeweils einer Instanz von Prime95 (Einstellung: "In-place") und ziehen den Stromstecker vom CPU-Lüfter ab. Nach ein paar Minuten erreicht die interne Temperatur mehr als 80 Grad Celsius (gemessen mit Core Temp) - dann sollten Sie sofort die Prime95-Tests stoppen und den Lüfter wieder anschließen. Den Burnintest müssen Sie nur einmal durchführen - direkt nachdem Sie das Pad aufgetragen haben. Dabei verteilt es sich sofort in den Zwischenräumen und leitet die Wärme später auch in fester Form optimal weiter.
Anschließend war die CPU-Temperatur erfreulich niedrig: Bei unserem Test (15 Minuten Volllast für beide Kerne mit dem Intel Thermal Analyis Tool "TAT") wurde der erste Kern 74 Grad Celsius warm, beim zweiten waren es 72 Grad Celsius. Mit Arctic Silver 5 stiegen die Temperaturen auf 78/75, mit der Zalman-Paste ZM-STG1 sogar auf 79/77 Grad Celsius. Wichtig: Da Core Temp die Temperaturen direkt im jeweiligen Kern misst, sind die angegebenen Werte deutlich höher als bei den meisten Hersteller-Tools. Ein Wert unter 80 Grad ist jedoch noch nicht gefährlich.
Fazit: Bis zu fünf Grad weniger CPU-Temperatur und vier Grad weniger Grafikchip-Temperatur sind ein erstaunlich guter Wert für ein Wärmeleitmittel. Anders als die Liquid-Pro-Paste lässt sich das Pad zudem einfach auftragen und verträgt sich auch mit Alu-Kühlern. Nachteile: Das Liquid-Metal-Plättchen lässt sich nicht wiederverwerten und ist relativ teuer (CPU: 6 Euro, GPU: 5 Euro bei Caseking.de). Unser Tipp: Bestellen Sie zusammen mit Freunden ein Set aus drei GPU- und drei CPU-Pads für rund 15 Euro. Ein Reinigungsset gibt es dann gratis.
