EKL Alpenföhn Heidi: Grafikkartenkühler im Test

51
Test Marc Sauter Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Der Alpenföhn Heidi ist EKLs erster Grafikkartenkühler. PC Games Hardware wirft Heidi ins kalte Wasser und macht den Test: Kann Heidi an die Erfolge der anderen Alpenföhn-Kühler anschließen?


Innerhalb kürzester Zeit hat sich der Leutkirchner Kühlerhersteller EKL mit den Produkten aus der Alpenföhn-Serie einen Namen gemacht: Gletscherspalte, Ram(m)bock, Schneekanone und Co verfügen aber nicht nur über einprägsame Namen, sondern bleiben auch durch ihre gute bis sehr gute Leistung im Gedächtnis. PC Games Hardware testet, ob dies auch für den EKL Alpenföhn Heidi gilt.

EKL Alpenföhn Heidi: Oberseite zum Ersten Quelle: pcgameshardware.de EKL Alpenföhn Heidi: Oberseite zum Ersten EKL Alpenföhn Heidi: Lieferumfang und Kühler im Detail
Die Heidi erreicht Sie in einem schlichten Pappkarton, auf welchem EKL alle wichtigen Daten vermerkt hat. In der Verpackung befinden sich neben der Heidi ein transparenter, mit blauen LEDs garnierter 120-mm-Lüfter mit PWM-Regelung und maximal 1.100 U/min sowie insgesamt 16 Videospeicher- respektive Spannungswandler-Kühler zum Aufkleben. Eine kleine Spritze mit Wärmeleitpaste (keine Schneekanone), ein NVIO2-Kühler, ein spezieller PWM-Adapter sowie das Montagematerial und ein Case-Badge runden die Austattung ab.

EKL Alpenföhn Heidi: HDT im Detail Quelle: pcgameshardware.de EKL Alpenföhn Heidi: HDT im Detail Die Heidi selbst erinnert mit ihrem Top-Down-Design stark an die XP-CPU-Kühler von Thermalright, unterstützt wird diese optische Ähnlichkeit durch die sehr saubere Verarbeitung und die nahezu komplette Vernickelung des Kühlkorpus. Unter dem Silberkleid befinden sich satte 55 Alu-Lamellen, welche fein säuberlich ineinander greifen und aufgrund des Abstandes zueinander gute Ergebnisse im Silent-Betrieb versprechen. EKL verzichtet auf die übliche Bodenplatte, stattdessen liegen die vier kupfernen 6-mm-Heatpipes direkt auf dem Grafikchip auf.

Diese als HDT (Heatpipe Direct Touch) bekannt gewordene Technologie soll die Abwärme schneller zu den Kühlrippen abführen, was zumindest bei CPUs dank des IHS (Integrated Heatspreader, die schützende Metallkappe über dem Die) auch gut funktioniert. Damit alle Heatpipes auch Kontakt zu den teils sehr kleinen GPUs finden, setzt EKL diese möglichst eng nebeneinander - mit Erfolg: Der RV770 unserer Radeon HD 4850 berührt auch die beiden äußeren Pipes zu etwa einem Viertel und kann diese somit nutzen.

Bereits ohne Lüfter ist die Heidi mit 134 x 127 x 47 Millimetern vergleichsweise ausladend, zusammen mit dem 120-mm-Propeller belegt sie drei (!) benachbarte PCI-Steckplätze und bringt gewichtige 428 Gramm auf die Waage. Die Kompatibilität umfasst laut unseren Tests unter anderem folgende Grafikkarten:

• Radeon HD 4800 (außer X2)
• Radeon HD 3800 (außer X2)
• Radeon X1900/X1800
• Geforce GTX 200 (außer GTX 295)
• Geforce 9800/9600
• Geforce 8800 (G92)/GTS 250
• Geforce 79x0 (außer GX2)
• Geforce 7800 (außer GS für AGP)
• Geforce 6800

EKL Alpenföhn Heidi: Die Platine im Überblick Quelle: pcgameshardware.de EKL Alpenföhn Heidi: Die Platine im Überblick EKL Alpenföhn Heidi: Short Bolds und Unterlegscheiben Quelle: pcgameshardware.de EKL Alpenföhn Heidi: Short Bolds und Unterlegscheiben EKL Alpenföhn Heidi: Montage und Inbetriebnahme
Nach der Demontage des originalen Kühlers (Achtung: Garantieverlust!) und der Reinigung aller relevanten Bauteile (GPU, VRAM und Spannungswandler) tragen Sie die Wärmeleitpaste hauchdünn auf den Grafikchip auf und drücken die erfreulich gut haftenden Speicher- respektive Spannungswandler-Kühler mit leichtem Druck an. Setzen Sie den Propeller auf die Heidi, schieben Sie die Gummi-Entkoppler in die Schienen und anschließend durch die Löcher des Lüfters. Nach dem Entfernen der Schutzfolie drehen Sie die als Short Bold gekennzeichneten Doppelschrauben in die passenden Löcher und legen je eine isolierende Unterlegscheibe auf.

An dieser Stelle müssen wir Kritik an der ansonsten tadellosen und bebilderten, wenngleich englischen Anleitung üben: Die Bohrungen für die HD-4800- und HD-3800-Serie sind falsch gekennzeichnet. EKL ist bereits informiert und wird diesen Fauxpas schnellstmöglich beseitigen. Eine deutsche Anleitung finden Sie pünktlich zum Produktstart auf der Alpenföhn-Homepage. Platzieren Sie abschließend die Heidi über Kopf, legen Sie die Grafikkarte sowie zusätzliche Unterlegscheiben darauf und drehen Sie die Muttern über Kreuz handfest an.

Zu guter Letzt verbinden Sie den LED-Lüfter mit dem PWM-Adapter und dem 4-Pin-Anschluss ihrer Grafikkarte. Alternativ verwenden Sie eine Lüftersteuerung oder ihr Mainboard - auf einen Netzteil-Adapter verzichtet EKL leider; möglicherweise liegt einer kommenden Revision ein solcher jedoch bei.

Unsere Galerie zeigt Ihnen alle Montageschritte noch einmal Bild für Bild, auf der nächsten Seite finden Sie alle Testresultate und das Fazit.

Bildergalerie

51
  1. Seite 1 EKL Alpenföhn Heidi: Lieferumfang / Kühler im Detail / Kompatibilität / Montage
  2. Seite 2 EKL Alpenföhn Heidi: Testverfahren / Kühlleistung / Lautstärke / Fazit
    • Kommentare (51)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von tobi757 Software-Overclocker(in)
        AW: EKL Alpenföhn Heidi: Grafikkartenkühler im Test

        Sollte gehen, ist ja ein Universal VGA-Kühler, allerdings würde ich den selbst übergangsweise nicht draufbauen, auch wenn der Kern kühl ist, sind bestimmt die SpaWa's usw. sehr warm auch mit Kühlerchen drauf
      • Von tobi757 Software-Overclocker(in)
        AW: EKL Alpenföhn Heidi: Grafikkartenkühler im Test

        Sollte gehen, ist ja ein Universal VGA-Kühler, allerdings würde ich den selbst übergangsweise nicht draufbauen, auch wenn der Kern kühl ist, sind bestimmt die SpaWa's usw. sehr warm auch mit Kühlerchen drauf
      • Von mcmarky Software-Overclocker(in)
        AW: EKL Alpenföhn Heidi: Grafikkartenkühler im Test

        Und rein theoretisch passt die Heidi? Wäre ja nur vorübergehend....
      • Von tobi757 Software-Overclocker(in)
        AW: EKL Alpenföhn Heidi: Grafikkartenkühler im Test

        Also für die Karten würde ich schon eher einen MK-13 empfehlen
      • Von mcmarky Software-Overclocker(in)
        AW: EKL Alpenföhn Heidi: Grafikkartenkühler im Test

        Passt eigentlich "die" Heidi auch auf die GTX 470, GTX 480 und GTX 580. Würde dann natürlich auf einen stärkeren Lüfter zurückgreifen...

        Welche Lochabstände besitzt denn "die" Heidi?
      • Von downgrade PC-Selbstbauer(in)
        AW: EKL Alpenföhn Heidi: Grafikkartenkühler im Test

        Wenn das so ist wart ich natürlich erst aufs Heft

        Perfekt, Danke
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 06/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk