KI: Bill Gates erwartet kostenlose Ärzte und Lehrer

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KI: Bill Gates erwartet kostenlose Ärzte und Lehrer
Quelle: Netflix

Microsoft-Gründer und Ex-CEO Bill Gates hat sich in einem Interview zum großen Umbruch in der Berufswelt durch den Einsatz von KI geäußert und erwartet innerhalb der nächsten zehn Jahre unter anderem kostenlose Ärzte und Lehrer.

Microsoft-Mitbegründer und Ex-CEO Bill Gates hat sich jetzt in einem Interview im Rahmen der The Tonight Show mit Jimmy Fallon zu dem bevorstehenden großen Umbruch in der Berufswelt durch den zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz geäußert und erwartet innerhalb der nächsten zehn Jahre unter anderem kostenlose Ärzte und Lehrer und dass der Mensch zeitnah "für die meisten Dinge" nicht mehr gebraucht werde, wie der Nachrichtensender CNBC berichtet. Bill Gates sagt, "Großartiger medizinischer Rat, großartige Nachhilfe" werde so in Zukunft durchführbar ohne dass überhaupt noch Menschen beteiligt seien.

Expertise ist heute selten, doch mit KI wird das in den nächsten zehn Jahren kostenlos und alltäglich werden - großartige medizinische Beratung, großartige Nachhilfe (...) - Bill Gates -

Er könne verstehen, dass das viele Menschen "ein wenig beängstigend" fänden, sagte der mit einem geschätzten Privatvermögen von 120 Milliarden US-Dollar nach wie vor unter den wohlhabendsten Menschen der Welt zu findende Gates im Interview. Er gehe allerdings davon aus, dass die Menschheit "selbst entscheidet", welche Beziehung und Position sie "gegenüber der KI einnehmen" möchten. Die Lebensmittelproduktion werde auch ohne Menschen auskommen.

Bill Gates betont allerdings auch, dass er persönlich sehr positiv in die Zukunft der Künstlichen Intelligenz blicke und dabei viele "großartige Dinge" erwarte. Gerade im Leistungssport sieht der ehemalige Microsoft-CEO die Menschen nach wie vor im Vorteil, da diese "Computern nicht beim Baseballspielen zusehen wollen". Die Berufswelt von morgen sieht Bill Gates völlig anders als heute noch.

Sollten wir nur zwei oder drei Tage pro Woche arbeiten? - Bill Gates -

Die genannten Aussagen tätigte Bill Gates auf die Frage von Jimmy Fallon hin, ob er in "Laiensprache" erklären könne, wie sich die Zukunft in der Berufswelt durch den Einsatz von KI nachhaltig verändern werde.

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Quelle: The Tonight Show via CNBC via Golem

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    • Kommentare (50)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        Ja genau, manche Jobs sind ja eh schon weg gebrochen und das was ich gelernt hatte, das half beim job finden null weiter. Wird also noch schlimmer als damals sein. Ich war ja nicht umsonst fast 4 Jahre ohne Job gewesen. Die Lage am Markt hat sich seid dem also deutlich verschlechtert. Und es gibt leider noch genügend Menschen die denken echt man muss sich nur einfach bewerben und schon bekäme man einen Job. So leicht ist es aber nicht. Das wäre wie Wunsch dir was und mit finger Schnipsen hätte man schon einen Job und so.
        Also die wegen sowas ihren Job verlieren werden, mein beileid jetzt schon.
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        Ja genau, manche Jobs sind ja eh schon weg gebrochen und das was ich gelernt hatte, das half beim job finden null weiter. Wird also noch schlimmer als damals sein. Ich war ja nicht umsonst fast 4 Jahre ohne Job gewesen. Die Lage am Markt hat sich seid dem also deutlich verschlechtert. Und es gibt leider noch genügend Menschen die denken echt man muss sich nur einfach bewerben und schon bekäme man einen Job. So leicht ist es aber nicht. Das wäre wie Wunsch dir was und mit finger Schnipsen hätte man schon einen Job und so.
        Also die wegen sowas ihren Job verlieren werden, mein beileid jetzt schon.
      • Von Waylinkin Software-Overclocker(in)
        Zitat von Pu244
        Jobs sind immer weggefallen und gesamtgesellschaftlich war das eigentlich immer eine gute Sache. Die Grünen wollten Anfang der 80er Computer verbieten, weil die soviele Jobs kosten würden, zum Glück hatten sie nicht die Macht dazu. Ansonsten zieht sich das durch alle Bereiche der Menschheit. Früher haben gut 90% der Leute in der Landwirtschaft gearbeitet, heute sind es 1-2%. Ist das schön, dass sich die Leute anderem widmen können.
        Ziemlich naiv. Hast Du schon mal unter Hartz 4, bzw. Bürgergeld, bzw dem Müll, der jetzt mit der neuen Regierung kommen soll gelebt?
        Mich hat das Jobcenter derart terrorisiert, dass ich 2x Suizid begehen wollte. Ganz toll, wenn dann die KI dafür sorgt, dass noch ein paar Millionen mehr in dieses Hamsterrad aus Sklaverei und Leibeigenschaft gepresst werden.
        Und wer soll das dann überhaupt bezahlen? Konzerne sind schließlich bekannt dafür, dass sie so gut wie keine Steuern bezahlen, aber gerne Subventionen nehmen.
        Die meisten Steuereinnahmen bringt der Mittelstand und der normale Angestellte. Und wenn die wegbrechen, was dann?
        Maschinensteuer? Dafür werden die Sklaventreiber schon sorgen, dass es die nicht geben wird. Wir werden dann wahrscheinlich wieder Verhältnisse haben, wie zu Beginn der Industrialisierung:
        Ein paar Superreiche, denen alles gehört, und 99% Bettelarme, die sich um jeden noch verfügbaren Job schlagen.

        Schöne neue Welt!
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Mit Entwicklungsländern ist allgemein wenig Geld zu verdienen. Medizin-KIs für sind nicht von den großen Konzernen zu erwarten oder wenn dann auf der Suche nach positiver Publicity, nicht nach Testregionen. Der weitaus wichtigere Markt sind die USA einige ostasiatische Staaten mit relativ hohem Einkommensniveau, aber mangelhaften Sozialsystemen. Gerade unter Berücksichtigung der Aspekte "Biographie", "Emotionen" und "psychosozialer Kontext" kann dem Smartphone, erst recht mit Fitnesstrackern gekoppelt, dann sogar eine bessere Entscheidungsgrundlage als dem praktizierenden Mediziner andichten – zumal letzterer erst aktiv werden kann, wenn es fast zu spät ist, während die KI mit dem nächsten Android-Update nach Hause kommt. Eine Online-Apotheke ans andere Ende und fertig ist die Lizenz zum Geld drucken. Denn darum geht es letztlich, mit dem Ziel "bessere Medizin" setzt man keine großen Entwicklungsbudgets in Bewegung.

        Aber das ist nicht die langfristige Vision, über die Gates gesprochen hat, sondern eher die mittelfristige Realität.
        Ich würde da eine ähnliche Entwicklung wie bei selbstlenkenden Autos erwarten: "Autonom" sind die auf Jahrzehnte noch nicht, aber in der Praxis fahren sie überall herum. Mit einer Orange im oder dem kleinen Finger am Lenker, während die Aufmerksamkeit auf dem Smartphone oder in Morpheus' Reich weilt. Die Hersteller schreiben halt "Beta" oder "Assistent" ran und "permanente Überwachung, jederzeit Eingreifen" ins Kleingedruckte – wissen aber genau, dass sich die Mehrheit der Kunden nicht daran halten wird. Und genau wie die Fahr-KIs erwarten respektive vorschreiben, dass der menschliche (Bei-)Fahrer nach neun Monaten Chauffiert-werden von jetzt auf gleich mit 100-prozentiger Sicherheit im aufziehenden Schneesturm übernehmen, werden auch die KI-[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]"medizinische Hilfsprogramme mit unverbindlichen Empfehlungen, fragen sie ihren Arzt und Apotheker (™)" die schwierigeren, nicht lukrativen Fälle systematisch in die Krankenhäuser verweisen.
      • Von Herr_M Software-Overclocker(in)
        Die Bundesärztekammer hat das Thema recht anschaulich aufbereitet. Die Thesenpapiere am Ende des Artikels sind empfehlenswert.
        https://www.bundesaerztek...

        Zitat

        KI-Systeme können zur
        ärztlichen Entscheidungsunterstützung beitragen, aber es ob-
        liegt der Ärztin oder dem Arzt, die Ergebnisse des KI-Systems
        auf Plausibilität zu prüfen. Die ärztliche Behandlung stützt sich
        nicht allein auf Sachwissen, sondern es fließen biographische
        Aspekte des Patienten sowie emotionale und psychische Fakto-
        ren in Diagnose- und Therapieentscheidungen ein. Empathi-
        sche Kommunikation und eine vertrauensvolle Patient-Arzt-Be-
        ziehung haben einen wesentlichen Anteil am Behandlungser-
        folg und dürfen durch den Einsatz von KI nicht in den Hinter-
        grund geraten.
        https://www.bundesaerztek...

        Hier wird also auch der supportive Charakter erklärt, wobei Leistungen einer KI in medizinische Prozesse integriert werden. Ebenso wesentliche Anteile am Behandlungserfolg: empathische Kommunikation und vertrauensvolle Beziehung. Im Weiteren werden KIs als Medizinprodukte bezeichnet, wodurch sie kategorisch als Objekte menschlichen Handelns und menschlicher rechtlicher Verantwortung unterliegen (juristischer Status).

        Tatsächlich befürchte ich aber, dass KI-Ärzte infolge technischen Fortschritts in freier Wildbahn agieren werden, wobei die Mischung aus prognostiziertem medizinischen Nutzen und ökonomischer Relevanz die rechtlichen Bedenken übertrumpfen würden. Meine Unterstellung ist, dass es hierbei ähnlich gehandhabt wird, wie mit dem Outsorcing anderer unliebsamer Dinge (siehe Metas Content-Moderation in Kenia): Entwicklungsländer werden zu Versuchskaninchen. Der schwache Status der gesundheitlich und rechtlich Schwachen wird genutzt, um sich als Retter in der Not darzustellen.
      • Von Gast1764587403
        Zitat von Herr_M
        Afrika leidet unter einem Mangel an beiden Faktoren. Ärzt*innen wandern ab, Medikamente kommen nicht oder nur in schlechter Qualität rein und können aus unterschiedlichen, nicht nur finanziellen Gründen nicht ausreichend produziert werden.
        Patienten sterben also, bevor die Diagnose gestellt wird, weil keine Diagnose gestellt. Nachrangig stellt sich dann die Frage nach Therapieoptionen. Manches ist günstig und könnte importiert werden. Viele Tabletten kosten weniger als eine Blutuntersuchung oder histologische Untersuchung.

        Hierzulande gibt es eigentlich kaum einen Mangel an Medikamenten. Wir haben eher ein Problem mit compassion fatigue, was eine KI freilich nicht hätte.
        Muss ich mir bei der nächsten Gelegenheit genauer anschauen, und da wohl was nachholen.

        Denn auch wie hier…

        Zitat von PCGH_Torsten
        In unterversorgten Räumen* können Medikamente das Problem sein. Gerade bei chronischen Leiden sogar überwiegend – die müssen einmal diagnostiziert werden und auch wenn es wünschenswert wäre, die Medikamentierung regelmäßig zu überprüfen, um ein bestmögliches Leben zu erzielen, so reicht es zum Überleben in der Regel, überhaupt ein Rezept umzusetzen. Wenn es denn ginge. Aber jenseits dessen gibt es auch noch die praktisch gar nicht versorgte Räumen.* Da scheitert es dann schon an der Erstdiagnose und ohne die nützen auch Medikamente, die zumindest für einige Erkrankungen beschaffbar wären, überhaupt nichts. Und, so bitter das ist: In einigen Fällen würde ein Diagnose ohne professionelle Behandlungsmöglichkeit vielleicht den Kranken nicht retten. Aber die Erkennung einer gefährlichen Infektionskrankheit könnte wenigstens seinem Umfeld ein Überleben ermöglichen.

        …bin ich da wohl von Medien geprägt und konnte es mir nicht vorstellen, dass vorrangig eine Diagnose und ein Rezept das Problem sein soll.

        Ich bin ehrlich.
        Ich hatte als erstes so ein „ganzes“ Dorf im Kopf, das unter ähnlichen Symptomen leidet.
        Da hatte ich eben Hemmungen zu verstehen, dass es beim X-ten Patienten einen Unterschied macht, wenn der jetzt beim KI-Arzt mit Blutungen aus allen Körperöffnungen vorstellig wird.
        Und somit der Schluss, es wäre egal ob ein Arzt, eine Krankenschwester oder eine KI ihm mitteilt, dass er Ebola hat, wenn es bei der Bettruhe, als einzige Therapeutische Maßnahme bleiben würde, da keine Medikamente vor Ort.
      Direkt zum Diskussionsende
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