Neuer Aldi-PC: Was steckt im "Core-Gaming-PC zum Top-Preis"?
Bei Aldi startet am 29. Juni ein neuer PC: Der Medion Erazer Engineer P20. Was steckt im "Core-Gaming-PC zum Top-Preis" und lohnt sich das?
Ab dem 29. Juli wird bei Aldi ein neuer Aldi-PC der Marke Medion für 1.299 Euro verkauft. Was steckt drin, im Medion Erazer Engineer P20? Der im Online-Shop erhältliche Computer zielt, wie der Preis es vermuten lässt, in die Mittelklasse: Der Core i7-12700-Prozessor bietet acht P-Kerne und vier E-Kerne, kommt also auf 20 Threads. Die P-Kerne gehen mit 4,9 GHz maximalen Turbo-Takt auch flott zum Werke; die Effizienz-Kerne takten mit maximal 3,6 GHz. Die Alder-Lake-CPU ist nicht die neueste Generation von Intel, geht für den Gesamtpreis aber wohl in Ordnung und dürfte sich nicht direkt zum Flaschenhals entwickeln.
Dazu stellt Medion im Aldi-PC 16 GiB DDR4-3200, was in Menge ausreichend ist, für Neuanschaffungen aber auch das Minimum sein sollte. Gespart wird beim Typ - der Core i7-12700 würde auch DDR5-4800 unterstützen. Die nicht näher definierte, 1 TB große M.2-SSD sollte für den Start wohl ausreichend sei.
Für 1.299 Euro gibt es aber "nur" eine Geforce RTX 3060 Ti LHR (Test) und die dürfte sich wohl am schnellsten zur Spaßbremse im Set-up entwickeln (Es ist übrigens die ohne GDDR6X mit Release 12/2020!). Denn ist die CPU laut PCGH-Index noch in der oberen Hälfte daheim, bietet die Geforce RTX 3060 Ti im GPU-Index nur noch 36,6 Prozent der aktuell maximal möglichen Leistung. Immerhin ist sie nur 9 Prozent langsamer als ihr Nachfolger, aber das ist mitunter Nvidias "interessanter" Produktstrategie anzurechnen. Wer kommende Titel mit "Lametta" auf "hoch" spielen will, stößt hier schnell an die Grenzen der Rechenleistung und des verfügbaren Speichers von 8 GiB. Es empfiehlt sich daher, es auch bei der nativen Monitorauflösung nicht zu übertreiben.
Bildergalerie
Also, kaufen oder nicht? Das dürfte hier maßgeblich vom Einsatzzweck abhängen. Viele Titel sind auf der RTX 3060 Ti gut spielbar, wie unsere verlinkten Tests zeigen, man darf aber eben nicht Wiederholraten jenseits der 60 erwarten und muss es bei der Auflösung zivil halten. In 1080p zieht sie sich oft gut aus der Affäre, in 1440p lohnt sich hier und da bereits der Verzicht auf "Lametta". Darüber dürfte die Freude klein bleiben. "Technisch unspannend, aber interessant" - so hieß es eben Ende 2020. Für die vergleichbare Geforce RTX 3060 Ti G6X (Test), die im Schnitt 9 Prozent schneller ist, war im April 2023 "keine schlechte Option".
Ausstattung und Spezifikationen
- Intel Core i7-12700 Prozessor (2,10 GHz, bis zu 4,90 GHz, 12 Kerne (8 P-Cores & 4 E-Cores), 20 Threads und 25 MB Intel Smart Cache)
- Nvidia Geforce RTX 3060 Ti LHR mit 8 GiB GDDR6 VRAM, 1 x HDMI 2.1 & 3 x DisplayPort 1.4a
- 1 TB PCIe SSD
- 16 GiB DDR4 RAM mit bis zu 3.200 MHz effektiv
- RGB-beleuchtetes Glasdesign von In Win
- Wi-Fi 6 WLAN mit integrierter Bluetooth-Funktion
- Netzwerkcontroller Gigabit LAN (10/100/1000 Mbit/s.)
- 6-Kanal High-Definition-Audio
Software
• Windows 11 Home
• Kostenlose Testversion für Microsoft 365
• McAfee ® LiveSafe™ - kostenlose 30-Tage-Testversion vorinstalliert
Anschlüsse Front
- 2x USB 3.2 Gen1
- 1x Mic in
- 1x Audio out
Anschlüsse Rückseite
- 2x USB 2.0
- 2x USB 3.2 Gen 1
- 1x USB 3.2 Gen2 Type C
- 1x LAN (RJ45)
- 1x HDMI 2.1
- 3x DisplayPort 1.4a
Abmessungen (B x H x T) / Gewicht
- ca. 209 x 381 x 390 mm/ 12 kg
Lieferumfang
- Medion Erazer Engineer P20
- Kabelgebundene Maus & Tastatur
- Netzkabel
- Garantiekarte
Medion verpackt den Erazer Engineer P20 in ein Gehäuse von In Win mit einem großformatigen Glasfenster. Wie üblich wirft Medion kabelgebundene Maus und Tastatur sowie Windows 11 Home und eine Testversion von Office 365 dazu. Es gibt zudem 3 Jahre Garantie. Ein technisch sehr ähnliches Modell wird aktuell für 1.299 Euro angeboten - der Engineer P10.

Die 10400´er CPU ist KNORKE und für Non Enthusiasten völlig ausreichend.
Nur bei der 3,5 GB 970 hätt ich so meine Bedenken.
Für Solitaire in SVGA sollte es reichen tun (da leider kein DLSS 3.0) ...
Spaß
Ich bin mit OEMs durch, seit ich vor 15 Jahren meinen Medion upgraden wollte und dann im Netz erfahren habe, das das Bios so verkorkst ist, das das Mainboard nur mit DIESER EINEN CPU bootet. Seitdem ist Medion tot.
Hab meinem Sohn letztes Jahr ein... KCL? von Otto bestellt. OEM Netzteil, aber Biostar oder Asrock Mainboard, HyperX RAM.
Zum Geburtstag gab es noch ne 2080. Jetzt ist er erstmal versorgt. Irgendwann bevor AM4 EOL ist, setzt es noch nen letzten Ryzen.
Warum sollte man das nicht nutzen? Das wäre ja Verschwendung.
Ansonsten eins der hundert kostenlosen Linux Versionen nehmen. Ich empfehle immer gerne Linux Mint Cinnamon.
Das was bei Windows als neue Features angepriesen wird, ist bei Linux meist schon als Standard integriert.
Einfacher und schneller zu installieren ist Linux auch. Der Rest geht mit nur ein paar Klicks und man muss sich nicht um irgendwelche versteckten Einstellungen Gedanken machen.
Aber es muss schon passen, ansonsten lieber bei Windows bleiben. Aber doch bitte nicht so eine Unsumme für Windows ausgeben, das einen dafür auch noch mit Fehlern, Werbung, Restriktionen u.s.w. nerft. Keyseller werfen Dir Keys für 15-25€ entgegen.
Hinzu kommt das immer öfter das BIOS limitiert ist, d.h. man kann nur rudimentäre Dinge einstellen, aber ansonsten gibt es keinerlei Optionen mehr.
Hab z.B. ein HP Notebook wo man nur Datum/Uhrzeit/Sprache und TPM 2.0 aktivieren kann. Ansonsten nichts!
Der Vorteil von solchen Komplett-PCs ist in meinen Augen einfach der, dass man Leuten im Bekanntenkreis ohne Ahnung diese "empfehlen" kann, damit diese sich bei Problemen an den Hersteller wenden können. Würde man diesen Personen im Bekanntenkreis einen PC selber zusammenstellen/-bauen inkludiert das gleichzeitig Admin auf Lebenszeit inkl. aller Probleme. Den Fehler macht man einmal, und dann nie wieder.