Gaming-PC kaufen: Wann sollte man selbst schrauben und wann lohnt sich ein Komplett-PC?

Eigenbau oder Komplett-PC? Wer sich einen Gaming-PC kaufen möchte, steht zwangsläufig vor dieser Frage. Neben PC-Spielern, die seit vielen Jahren selbst ihre Rechner konfigurieren und anschließend zusammenbauen, gibt es auch Gamer, die sich fragen, ob sich der Aufwand dafür überhaupt lohnt. Bei PCGH sind sowohl PC-Schrauber als auch Komplett-PC-Käufer willkommen: Wir fassen zusammen, was für und gegen den Kauf eines Fertig-PCs sowie das Zusammenbauen eines Gaming-PCs spricht.

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News Stephan Wilke Redaktion E-Com
Gaming-PC kaufen: Wann sollte man selbst schrauben und wann lohnt sich ein Komplett-PC?
Quelle: Erzeugt mit DALL-E3

Manche PC-Spieler haben bereits ihren ersten Gaming-PC selbst zusammengeschraubt, andere Gamer hingegen sind froh, wenn sie einen gut konfigurierten Gaming-PC kaufen können ohne wissen zu müssen, was die einzelnen Komponenten überhaupt machen. Der eine Computer-Enthusiast freut sich, die Farbe jeder Rändelschraube an seinem Rechner individuell anpassen zu können, der andere Hardcore-Gamer möchte damit hingegen keine Zeit verschwenden und möglichst schnell wieder in die Schlacht ziehen. Soll heißen: Weder der Kauf eines Komplett-PCs noch der Eigenbau sind das einzig Wahre. Es hängt wie so oft im Leben davon ab, welche Möglichkeiten und Vorstellungen Sie mitbringen. Mit diesem Artikel möchten wir Ihnen einen Überblick darüber verschaffen, was für und was gegen beide Methoden spricht, am Ende einen tollen Gaming-PC zu Hause stehen zu haben, der das Tor zu fantastischen Spielwelten wie Baldur's Gate 3 oder Cyberpunk 2077 und spannenden Multiplayer-Gefechten wie in Counter-Strike 2 oder Call of Duty öffnet. Natürlich gibt es noch mehr Vor- und Nachteile, als diejenigen, die wir im Folgenden aufführen. Wenn Sie möchten, dann ergänzen Sie den Artikel für Interessierte gerne noch mit Ihren Vorschlägen in den Kommentaren.

Die Vorteile eines Fertig-PCs

  • Bequemlichkeit und sofortige Nutzbarkeit: Ein Fertig-PC ist sofort nach dem Auspacken einsatzbereit. Dies ist besonders vorteilhaft für Personen, die wenig Erfahrung im Zusammenbau von Computern haben oder denen die Zeit dafür fehlt.
  • Keine technischen Kenntnisse erforderlich: Der Käufer muss sich nicht mit der Kompatibilität von Komponenten oder der PC-Technik im Allgemeinen auskennen.
  • Gewährleistung und Support: Bei Fertig-PCs gelten die Gewährleistung und Herstellergarantie auf das erworbene Produkt, also auf den gesamten PC. Zusätzlich gibt es bei einem seriösen Anbieter Kundensupport, der bei Problemen hilft.
  • Abgestimmte Komponenten: Gute Hersteller stellen sicher, dass alle Komponenten kompatibel sind und gut zusammenarbeiten. Es gibt keine Komponente, welche einen Flaschenhals darstellt oder für Instabilität sorgt.

Die Nachteile eines Fertig-PCs

  • Kosten: Oft sind Fertig-PCs teurer als die Summe ihrer Einzelteile. Man zahlt für den Zusammenbau und den Support einen Aufpreis.
  • Eingeschränkte Anpassungsmöglichkeiten: Fertig-PCs bieten weniger Freiheiten in der Wahl der Komponenten und beim späteren Aufrüsten.
  • Potenzielle Aufrüstfalle: Einige Anbieter setzen auf besondere Formfaktoren, die den Einbau von Komponenten aus dem Zubehörmarkt stark erschweren. Wurde bei der Konfiguration nicht an Aufrüstmöglichkeiten gedacht, müssen später oft unnötig viele Bauteile ersetzt werden.
  • Überflüssige Software: Viele Fertig-PCs werden mit vorinstallierter Software geliefert, die nicht immer benötigt wird. Stichwort: Bloatware

Vorteile des Selbstbaus eines Gaming-PCs

  • Anpassung: Man kann jeden Aspekt des PCs nach eigenen Wünschen und Bedürfnissen anpassen, von der Grafikkarte bis zum Wasserzusatz.
  • Kostenersparnis: Oft ist es günstiger, die Teile einzeln zu kaufen und selbst zusammenzubauen.
  • Lernerfahrung: Der Zusammenbau eines PCs bietet wertvolle Einblicke in die Funktionsweise und Technik des Computers.
  • Individualität: Ein selbst konfigurierter und zusammengebauter Rechner unterscheidet sich immer etwas von anderen - und sei es nur bei der Kabelverlegung. Ein Eigenbau-PC ist in seiner Form einzigartig.
  • Bauspaß: Wer die notwendige Erfahrung und Zeit mitbringt, empfindet das Basteln am PC oft als Entspannung - ähnlich wie Menschen, die gerne am Auto schrauben, Möbel zusammenbauen oder Klemmbaustein-Sets zusammensetzen.

Die Nachteile des Selbstbaus eines Gaming-PCs

  • Technisches Wissen erforderlich: Für den Zusammenbau und die Inbetriebnahme sind Grundkenntnisse der PC-Technik erforderlich.
  • Zeitaufwand: Der Zusammenbau und das Einrichten des Systems können gerade bei wenig Erfahrung viel Zeit in Anspruch nehmen.
  • Potenzielle Kompatibilitätsprobleme: Ohne entsprechendes Wissen kann es zu Kompatibilitätsproblemen zwischen den ausgewählten Komponenten kommen.
  • Teure Fehler: Wer etwa beim Zusammenbau Pins im CPU-Sockel beschädigt oder ein Leck der Wasserkühlung übersieht, kann große finanzielle Schäden erleiden.
  • Garantie und Support: Im Gegensatz zu Fertig-PCs gibt es keine umfassende Garantie für das gesamte System. Die Garantie beschränkt sich auf die einzelnen Komponenten.

Fazit

Wie Sie sehen, gibt es gute Gründe, einen fertig zusammengebauten Gaming-PC zu kaufen oder doch auf den Eigenbau zu setzen. Bei den aufgrund vielfachen Leserwunsches ins Leben gerufenen PCGH-Ratgeber-PCs versuchen wir, einen möglichst guten Kompromiss aus Komplett-PC und Eigenbau anzubieten: Käufer müssen sich um die Konfiguration und den Zusammenbau keine Gedanken machen und profitieren von der Erfahrung von PCGH und unserem Partner Dubaro, haben aber bei jedem PC die Möglichkeit, bei Bedarf aus vielen alternativen Komponenten zu wählen, um andere Schwerpunkte zu setzen. Bei den PCGH-Ratgeber-PCs müssen Sie nicht für ein Betriebssystem zahlen, das Sie vielleicht gar nicht benötigen und dank der Nutzung von Retail-Komponenten fällt später das Aufrüsten leicht. Dank transparenter Komponentenlisten (etwa: "1000W be quiet! Straight Power 12 Platinum" statt lediglich "1000W Netzteil") können Sie die Systeme auch leicht als Vorlage oder Inspiration für den Eigenbau verwenden und mit der Ausstattung und den Preisen von Alternativen vergleichen.

PCGH-Ratgeber-PCs: Gaming-PC konfigurieren für jedes Budget

Jeden PCGH-Ratgeber-PC können Sie vor der Bestellung im PC-Konfigurator von Dubaro umfangreich konfigurieren. Gefällt Ihnen also etwa ein bestimmtes Detail nicht, dann haben Sie in den meisten Fällen die Möglichkeit, eine PCGH-Ratgeber-PC-Konfiguration anzupassen, damit sie noch besser Ihren Vorstellungen entspricht. Sie können die PC-Konfigurationen daher zum Beispiel mit einer größeren oder zusätzlichen SSD ausstatten, um seltener Spiele deinstallieren zu müssen.

Günstig, aber nicht billig: PCGH-Ratgeber-PC 900 Edition mit R5 5600 + RTX 4060

Der Sechskerner Ryzen 5 5600 bietet für wenig Geld viel Leistung und verfügt über sechs Kerne mit bis zu 4,4 Ghz Boost-Takt. Damit erreicht er 55,6 % im PCGH-CPU-Index. In diesem PC steckt er zusammen mit 16 GiByte DDR4-3200-RAM (Kingston Fury Beast) im Gigabyte B550M DS3H. Als Grafiklösung haben wir uns für eine Geforce RTX 4060 entschieden, die im PCGH-Grafikkarten-Index mit 33,0 % für ihre Preisklasse gut abschneidet und dank 30,5 % im PCGH-Raytracing-Index auch für die modernsten Grafikeffekte ordentlich aufgestellt ist. Betriebssystem und Spiele landen bei diesem System auf einer Kingston NV2 mit 1 TB, die zum kleinen Preis immerhin Transferraten von bis zu 3.100 MB/s bietet und damit SATA-SSDs klar distanziert. Beim Netzteil haben wir uns für das 500 Watt starke Be quiet! Pure Power 11 entschieden, beim Gehäuse fiel die Wahl auf das Endorfy Ventum 200 Air mit Glasfenster. Was sonst noch in diesem von 900 auf 800 Euro reduzierten Gaming-PC steckt, können Sie direkt bei Dubaro einsehen. Als Gratiszugabe erhalten Sie aktuell übrigens die PCGH-Wärmeleitpaste Carbonite Ultra inkl. Gutschein für ein PCGH-Sonderheft.

Maximale Leistung: PCGH-Ratgeber-PC 4000 Edition mit R9 7950X3D + RTX 4090

Der Ryzen 9 7950X3D schafft etwas, was es nicht oft gibt: Obwohl es sich um die aktuell schnellste Gaming-CPU handelt, erzielt sie die hohen Bildraten mit einer geringen Leistungsaufnahme, die Leistung pro Watt ist also ungewöhnlich hoch für eine High-End-CPU. Gekühlt wird der 16-Kerner im PCGH-Ratgeber-PC 4000 Edition von der Wasserkühlung Corsair Icue H150i RGB Elite. Der Prozessor findet Platz auf dem Asrock X670E Pro RS, das einen PCI-Express-5.0-Slot mit 16 Lanes für zukünftige Grafikkarten bereitstellt - selbst das aktuelle Topmodell, die Geforce RTX 4090, die in diesem Gaming-PC verbaut ist, setzt noch auf PCI-Express 4.0. Beim Arbeitsspeicher setzen wir auf 64 GiByte Kingston Fury Beast mit dem Takt DDR5-6000. Dazu kommen eine 2 TB große WD Black SN850X mit bis zu 7.300 MB/s und eine Samsung 970 Evo Plus mit 1 TB Kapazität, die mit 3.500 MB/s für Daten gedacht ist. Als Energielieferant für alle Komponenten fungiert das vollmodulare, hocheffiziente und geräuscharme Be quiet! Straight Power 12. Beim Gehäuse handelt es sich um das NZXT H9 Flow mit Glasfenster. Der von 4.000 auf 3.900 Euro reduzierte PC kommt mit einer Spritze Wärmeleitpaste PCGH Carbonite Ultra und einem Gutschein für ein PCGH-Sonderheft.

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    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Scootertourist Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von cap82
        Sorry aber diese KI-Titelbilder triggern mich so dermaßen...
        Der Gorilla hat an der linken Hand mindestens 4 Finger ohne Daumen, an der rechten sind es nur 3.
        Und was hat er überhaupt in der Hand?
        Die Tastatur sieht total vermatscht aus, das Case schwebt irgendwie auf einer Seite und der hintere Case Lüfter ist total deplaziert...
        Das Regal im Hintergrund ist auch sehr interessant ausgestattet.
      • Von Scootertourist Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von cap82
        Sorry aber diese KI-Titelbilder triggern mich so dermaßen...
        Der Gorilla hat an der linken Hand mindestens 4 Finger ohne Daumen, an der rechten sind es nur 3.
        Und was hat er überhaupt in der Hand?
        Die Tastatur sieht total vermatscht aus, das Case schwebt irgendwie auf einer Seite und der hintere Case Lüfter ist total deplaziert...
        Das Regal im Hintergrund ist auch sehr interessant ausgestattet.
      • Von Norcoen Schraubenverwechsler(in)
        Ich bau seit über 20 Jahren selbst, lohnen tut sich das eigentlich nicht und da ich Hände wie Paddel hab sind die danach auch immer komplett aufgeschnitten.

        Aber wenn ich bei Freunden sehe was für ein Pfusch die fertigen Kisten teilweise sind und wie viel teurer es bei einem guten Anbieter ist... Ist wie mit Handwerkern, dann lieber selbst machen und man weiß, dass es gut ist auch wenn es viel Zeit und Mühe kostet
      • Von x2K Freizeitschrauber(in)
        Selber bauen lohnt grundsätzlich immer weil es einfach Spaß macht.
      • Von cap82 BIOS-Overclocker(in)
        Sorry aber diese KI-Titelbilder triggern mich so dermaßen...
        Der Gorilla hat an der linken Hand mindestens 4 Finger ohne Daumen, an der rechten sind es nur 3.
        Und was hat er überhaupt in der Hand?
        Die Tastatur sieht total vermatscht aus, das Case schwebt irgendwie auf einer Seite und der hintere Case Lüfter ist total deplaziert...
      • Von PCGH_Stephan Volt-Modder(in)
        Guter Punkt
        Ich denke, das kann man als Vor- und Nachteil sehen: Klar, wenn man sich mit PCs so gut auskennt, dass man die Fehlerquelle eindeutig identifizieren kann, dann kann man sich den Aufwand, den ganzen PC einzuschicken bzw. abholen zu lassen, sparen und vielleicht sogar eine passende Ersatzkomponente besorgen, damit der PC rasch wieder einsatzbereit ist. Gerade wenn man aber keine Ersatzkomponenten zum Testen zur Hand hat oder das Problem nicht einfach zu reproduzieren ist, kann man selbst als erfahrener PC-Schrauber nicht immer eindeutig die fehlerhafte(n) Komponente(n) bestimmen. Manchmal hat man vielleicht auch einfach nicht die Zeit oder Lust dazu, nach Feierabend bei einem störrischen Rechner als PC-Doktor zu agieren und nutzt die Zeit und Energie lieber für etwas anderes.

        Beim Fertig-PC hingegen muss man eben gar nicht probieren, herauszufinden, was mit dem System vielleicht nicht stimmt. Bleibt der Bildschirm schwarz oder hagelt es Bluescreens, ist offensichtlich, dass mit dem PC etwas nicht in Ordnung ist und der PC-Verkäufer das Problem beheben muss. Wenn man die Zeit oder Erfahrung für die Fehlersuche nicht hat, dann ist es schon ein Vorteil, wenn man das nicht selbst erledigen muss. Fast jeder PC-Schrauber kennt wohl auch das Phänomen, dass man oft bei Familie und Freunden um Rat gefragt wird, wenn der Rechner Probleme macht. Je nach Anbieter kann die Reparatur bzw. der Austausch auch durchaus schneller als bei einer Einzelkomponente erfolgen. Da gibt es ja riesige Unterschiede in der Praxis.
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