USA: Freiwillige Vereinbarung zwischen Provider und Rechteinhabern sorgt für Überwachung des Datenverkehrs
In den Vereinigten Staaten von Amerika wird ab Juli jedes Daten-Paket im Internet-Verkehr überwacht. Wie Cnet News berichtet, haben die US-Provider und Vertreter der Rechteinhaber von urheberrechtlich geschützten Werken eine freiwillige Vereinbarung getroffen. Die Überwachung geschieht automatisch. Ein Strafenkatalog sieht auch die Sperre des Internet-Zugangs vor.
Während in europäischen Gefilden der Streit um das Urheberrechtsabkommen ACTA nach wie vor aktuell ist, scheinen die verantwortlichen Unternehmen und Verbände in den Vereinigten Staaten von Amerika bereits einen Schritt weiter zu sein. Auf Basis eines freiwilligen Abkommens zwischen Vertretern von Urhebern sowie Inhabern ausschließlicher Nutzungsrechte, Association of America (RIAA) und die Motion Picture Association of America (MPAA) und US-amerikanischen Internet-Providern (Comcast, Cablevision, Verizon und Time Warner Cable) wird ab Juli 2012 eine umfassende Überwachung des Datenverkehrs eingeführt.
Im Fokus der Kontrolle stehen insbesondere Nutzer, die unerlaubt urheberrechtlich geschützte Werke, wie Filme und Musik tauschen und vervielfältigen. Die Überwachung und das Scannen von Downloads geschehen weitestgehend automatisch. Erkennt das System einen Download als "illegal", wird der Nutzer in einer Datenbank des Providers aufgenommen. Er erhält bei den ersten beiden Vergehen sodann eine E-Mail, in der er auf seine unerlaubten Handlungen hingewiesen wird. Wer dennoch weitere Verstöße begeht, erhält eine weitere E-Mail, die um Bestätigung des Erhalts der zuvor gesendeten Nachrichten bittet.
Bessert sich das Verhalten des Nutzers nicht, können die Provider nach eigenem Ermessen Strafen aussprechen. Der dazugehörige Strafenkatalog sieht nicht nur rechtliche Maßnahmen vor. Eine Drosselung der Bandbreite bis hin zur vollständigen Sperre des Netz-Zugangs soll möglich sein. Da der Vertrag auf freiwilliger Basis beruht, sind die US-Provider frei darin ob und welche Maßnahmen sie durchsetzen. Bisher sind keine Fälle von Sperrungen von Internet-Anschlüssen bekannt.
Interessant an dieser Nachricht sind insbesondere die Parallelen zu ACTA. Das Abkommen sieht nämlich ganz explizit vor, dass auch von der Seite des Staates freiwillige Vereinbarungen zwischen Providern und Wirtschaft gefördert und geschlossen werden sollen. Ein praktisches Beispiel, wie das aussehen könnte, sehen wir nun anhand dieser Vereinbarung zwischen US-Providern und US-Unternehmen der Privatwirtschaft. Kritiker sehen darin eine Vorgehensweise, um Mittel und Wege im Kampf gegen illegales Kopieren zu etablieren, die auf Ebene des Staates in Form von Gesetzen niemals durchsetzbar wären. Gleichfalls wären Strafen, wie das Kappen des Internet-Zugangs auf Verfassungsebene nur schwer zu rechtfertigen. Ferner zeigt der Fall, dass die Provider als Dreh- und Angelpunkt des Internet-Zugangs vermehrt in die Pflicht genommen werden. Teilweise Richter und Henker gleichzeitig in einer Person darstellen sollen. Es ist aber auch denkbar, dass ganz praktische Hemmschwellen existieren. Solange nur ein Provider auf harte Strafmaßnahmen setzt, stünde es dem betroffenen Nutzer jederzeit frei den Provider zu wechseln. Es bleibt abzuwarten, ob auch auf europäischer oder gar deutscher Ebene solche Vereinbarungen denkbar sind.
Quelle: Cnet

Warum die Festplatte verschlüsseln? In dem Zusammenhang belanglos.
Die ganze Verschlüsselung.
Wenn du nicht grade strafrechtlich ins Visier gerätst, dann ist das völlig witzlos.
Zivilrechtlich ist schon schlimm genug, bei den Summen, die da zum Teil aufgerufen werden.
Wenn dir jemand ans Genick will, weil du anbeblich was ausgefressen hast, dann liegt es erstmal an dir, das zu entkräften - und da hilft dir die verschlüsselte Platte genau Null.
Aber vielleicht bieten sie dir ja einen Deal an, wenn du es ihnen einfach machst und das Passwort verrätst.
[].
Nun, verschlüsseln gegen Zugriffe von Außen.
Das Problem mit der Verschlüsselung ist halt, wie Superwip sagte das es beide Seiten machen müssen.
Und bis zu den Copyright-Urteilen galt in DE die Unschuld-Vermutung: Unschuldig bis das Gegenteil bewiesen wurde.
Archive werden nicht entpackt??
Erinnert sich noch jemand an die Rammler-Viren?
35 Dollar? Die Gesamtkosten dürften pro Person höher sein. Wenn es nur genug machen, zerstört man dieses System finanziell.
Das Anwaltssystem auf jeden Fall nicht. Das wird noch weiter aufblühen.
Warum die Festplatte verschlüsseln? In dem Zusammenhang belanglos.
Die ganze Verschlüsselung.
Wenn du nicht grade strafrechtlich ins Visier gerätst, dann ist das völlig witzlos.
Zivilrechtlich ist schon schlimm genug, bei den Summen, die da zum Teil aufgerufen werden.
Wenn dir jemand ans Genick will, weil du anbeblich was ausgefressen hast, dann liegt es erstmal an dir, das zu entkräften - und da hilft dir die verschlüsselte Platte genau Null.
Aber vielleicht bieten sie dir ja einen Deal an, wenn du es ihnen einfach machst und das Passwort verrätst.
edit:
So Kindereien kann man immer noch machen, wenn es soweit ist.
Viel wichtiger: erst garnicht soweit kommen lassen.
Betriebssystem: Linux. (Internet und Onlinebanking) -> für Onlinebanking ein eigenes OS zu nutzen ist prinzipiell keine schlechte Idee, hilft aber nicht gegen Überwachung des Datenverkehrs
Bei MS: Verschlüsselungen mit 1024 Bit und Tunneln via SSH. -> 1024 Bit sind übertrieben; wie auch immer, auch das muss von beiden Seiten genutzt werden
Dateien zusätzlich packen, verschlüsseln und mit Passwörtern ab einer Länge von 40 Zeichen versehen. -> Selbst unverschlüsselte Archive dürften der Überwachung weitgehend entgehen, da systematisches Entpacken aller übertragenen Archive einen völlig unrealistischen Rechenaufwand erfordern würde
Auch Ausländische Proxy-Anbieter sollten genutzt werden. Diese kosten aber. -> nicht in allen Fällen praktikabel, da Ping und Geschwindigkeitsverlust
Die gesamte Festplatte verschlüsseln. -> prinzipiell keine schlechte Idee, hilft aber nicht gegen Internet Überwachung; ich würde aber HDDs/SSDs mit Hardwareverschlüsselung empfehlen, da diese einfacher zu handhaben sind und es kaum/keine Geschwindigkeitsverluste gibt
Weitere Ideen?
Weitere Ideen hab ich auch:
-ISP mit Bedacht wählen
-Mehrere ISPs nutzen: neben dem primären kann man für kritische Kommunikation eine Mobilfunkverbindung über eine anonyme Wertkarte, die regelmäßig getauscht werden sollte, einen W-LAN Hotspot oder eine Satellitenverbindung nutzen; letztere ist im Download schnell, praktisch überall verfügbar und man hat einen ISP, der im Ausland sitzt wobei man zwischen verschiedenen ISPs und damit Ländern wählen kann; bei Funkverbindungen muss man selbstverständlich beachten, dass diese prinzipiell von jedem im Empfangsbereich abgehört werden können, wenn sie nicht verschlüsselt sind, das gilt insbesondere auch für GSM; Satellitenkommunikation wird desweiteren angeblich prinzipiell US-Amerikanischen und Britischen Geheimdiensten überwacht, für den gemeinen Raubkopierer ist das weniger relevant aber da in diesem Zusammenhang auch über Wirtschaftsspionage berichtet wird sollte man die Möglichkeit nicht vergessen, wenn man es mit wirklich wichtigen Daten zu tun hat.
Wirklich problematisch ist weniger die P2P Kommunikation, auch nicht das Übertragen großer Datenmengen, denn hier kann man in der Regel relativ leicht Verschlüsselung einsetzen sondern vor allem das ordinäre Surfen; alle Möglichkeiten dieses zu anonymisieren und/oder zu verschlüsseln sind aufwendig und kosten massiv Geschwindigkeit und/oder auch Geld...
Noch etwas:
Wenn man Anfangs und Endpunkt überwachen kann, was bei ISPs vielfach der Fall ist helfen klassische Echtzeitanonymisierungsverfahren wie TOR nicht, da man dann durch statistischen Vergleich der Datenpakete auf den Absender schließen kann
Wie das umgesetzt werden soll?
Hier: Tierlaute als "Geistiges Eigentum" | Telepolis
In GB ist das Netz schon unter Staatlicher Überwachung. Und anderswo sieht es auch nicht besser aus: Three Strikes in FR.
Oder der Ostblock, Asien, Arabien...
heise online | Thailand blockiert tausende Websites
heise online | Indien: Internetanbieter müssen anstößige Inhalte löschen
Man sollte auch dies vollständig lesen: heise online | US-Provider sollen Urheberrechtsverletzer "umerziehen"
Hier eine Idee wie man dieses Problem lösen könnte:
Für E-Mails: Enigmail.
Betriebssystem: Linux. (Internet und Onlinebanking)
Bei MS: Verschlüsselungen mit 1024 Bit und Tunneln via SSH.
Dateien zusätzlich packen, verschlüsseln und mit Passwörtern ab einer Länge von 40 Zeichen versehen.
Auch Ausländische Proxy-Anbieter sollten genutzt werden. Diese kosten aber.
Die gesamte Festplatte verschlüsseln.
Weitere Ideen?
Unglaublich - kommt die Contentmafia mit Gesetzen nicht durch (trotz sicherlich üppiger Spenden der Lobbyisten), werden einfach mal Privatvereinbarungen getroffen.
Wären tatsächlich alle Provider beteiligt, sind die Möglichkeiten des Protests auch sehr begrenzt.
Massenhaftes Raubkopieren von möglichst Vielen, bei gleichzeitigem Kaufboykott von DVD's, BR's etc. wäre eine,
die der Macht des Geldes vielleicht mal ihre Grenzen aufzeigt!